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Polyfibre Tennissaiten führen wir in über zwanzig Positionen, und etwa die Hälfte davon liegt als Rolle im Regal. Das ist für eine Saitenmarke viel und sagt, wer hier einkauft: überwiegend Leute, die selbst bespannen. Bei den meisten Artikeln steht Haltbarkeit als erste Eigenschaft, der mittlere Satz liegt bei knapp unter neun Euro. Die Entscheidung fällt deshalb seltener über den Preis als über die Menge.



Stärke, Spannung und wie lange eine Bespannung trägt


Polyester baut Spannung schneller ab als Nylon, und zu hart gezogen ist die gute Phase früh vorbei. Bei Polyfibre reicht die Stärke bis auf 1,10 Millimeter hinunter, und das ist eine echte Entscheidung: die feine Stufe greift den Ball früher, gilt aber als kurzlebiger als eine 1,30er. Welche Materialien sonst in Frage kommen, zeigt der Überblick der Tennissaiten.



Satz oder Rolle im Vergleich






AbgabeformWas sie bringtFür wen
12 Meter Setreicht für eine Bespannung, rund die Hälfte der Artikelwer eine Serie zum ersten Mal fährt
200 Meter Rolleergibt rund sechzehn Bespannungen, niedrigster Preis je SatzTrainer, Vereine, Eigenbesaiter mit zwei Rahmen


Welcher Vorrat zu welchem Spielpensum passt


Einmal pro Woche auf dem Platz, eine Bespannung hält die Saison: dann genügt der Einzelsatz. Wer dreimal pro Woche trainiert und selbst bespannt, rechnet mit der Rolle schon im ersten Jahr günstiger. Für Trainer und Vereine, die mehrere Rahmen gleich einstellen, ist die 200-Meter-Rolle ohnehin der Normalfall. Wer keine Maschine hat, geht den Weg über unsere Besaitung mit Polyfibre-Saiten; welche Marken sonst am Tisch liegen, steht bei den Besaitungen für Tennis.



Die Serien und wie sie heißen


Polyfibre sortiert nach Serie: TCS, Black Venom, Poly Hightec und Cobra stehen für unterschiedliche Profile, dazu kommen Tour Player, Viper, Hexablade und Evolution. Steht eine Zahl im Namen, etwa beim Tour Player Touch 1.23, dann ist das der Durchmesser in Millimetern; bei den übrigen findet sich die Stärke in den Artikeldaten unter Saitendicke. Zusätze wie Rough oder Premium kennzeichnen innerhalb einer Serie die Oberfläche oder die Materialgüte.



Von der Rolle zur fertigen Bespannung


Zwischen Rolle und fertiger Bespannung liegt nur das Abmessen, und dabei zahlt sich Großzügigkeit aus. Eine Saite kann außerdem nur so gut sein wie der Rahmen darunter: wer über ein weiches, altes Modell klagt, prüft erst die Tennisschläger, bevor er an der Stärke dreht.



Was über das Jahr mit der Rolle passiert


Eine angeschnittene Rolle hält länger als eine Saison, wenn sie dunkel und bei Zimmertemperatur liegt. Kälte macht das Material steifer, und steif eingezogen fühlt sich auch eine gute Saite nach nichts an. Wer über die kalten Monate weniger spielt, kauft die Rolle besser danach, dann steht sie nicht ein halbes Jahr im Regal.



Fragen rund um Satz und Rolle


Wie viele Bespannungen ergibt eine 200-Meter-Rolle?


Rund sechzehn. Üblich sind zwölf Meter je Rahmen, bei großer Kopffläche und dichtem Muster etwas mehr. Wer zu knapp schneidet, verliert die ganze Länge, deshalb lieber einen halben Meter zugeben als am Ende nachfädeln zu müssen.


Hält eine Saite in 1,10 Millimeter im Training?


Nur bedingt. Die feine Stufe ist für Spieler gedacht, die Zugriff über alles stellen und alle zwei Wochen neu bespannen. Für den Trainingsalltag greift man eher zur Mitte um 1,25 Millimeter und spart die dünne Saite für Matches.


Lohnt die Rolle ohne eigene Besaitungsmaschine?


Meist nicht. Eine Rolle reicht für rund sechzehn Bespannungen, bei drei bis vier im Jahr stünde sie also vier Jahre im Regal. Dann fährt man mit dem Einzelsatz besser und nutzt zum Einziehen unseren Besaitungsservice.


Unterscheidet sich ein Satz von der Rolle vom fertigen Satz?


Im Material nicht. Der konfektionierte Satz ist auf Länge geschnitten und einzeln verpackt, das kostet je Bespannung mehr. Von der Rolle bekommt man dieselbe Saite, muss aber abmessen und hat nach dem letzten Rahmen womöglich einen Rest, der zu kurz ist.