Unter Fahrradbekleidung Herren steht hier alles, was zwischen Haut und Wetter liegt: über 150 Artikel vom dünnen Funktionsshirt über die kurze Hose bis zur wattierten Winterjacke. Bis auf eine Handvoll Freizeit- und Unterwäscheteile ist alles Sportbekleidung. Knapp ein Drittel der Teile trägt eine Isolationsangabe für den Temperaturbereich.
Womit man anfängt
Wer täglich zur Arbeit fährt, fängt oben an: eine Regen- oder Softshelljacke deckt den größeren Teil des Jahres ab, darunter genügt ein Funktionsshirt. Wer im Sommer lange Touren fährt, sucht zuerst die kurze Hose, weil sich dort entscheidet, ob die dritte Stunde erträglich bleibt. Und wer unter der Jacke Baumwolle trägt, löst das mit einer ersten Schicht. Wechselwäsche und Verpflegung wandern in eine Tasche für unterwegs; der Bike-Bereich führt weiter zu Helmen und Brillen.
Woran sich gute Stücke erkennen lassen
Je dichter eine Jacke gegen Regen hält, desto schwerer entweicht Wasserdampf von innen. Deshalb lohnen Belüftungsöffnungen unter den Armen und ein Reißverschluss, der sich während der Fahrt öffnen lässt. Beim Schnitt zählt, dass nichts flattert und der Rücken in gebeugter Haltung bedeckt bleibt. Kunstfaser trocknet schnell und nimmt Gerüche an, bei Wolle ist es umgekehrt.
Schicht für Schicht, dazu die Isolationsstufe
| Merkmal | Wirkung | im Sortiment |
|---|---|---|
| 1. Schicht (Decision Layer) | liegt direkt auf der Haut und gibt Schweiß weiter, bevor er auskühlt | gut ein Viertel |
| 2. Schicht (Transmission Layer) | hält Wärme im Stoff, ohne Feuchtigkeit zu stauen | gut ein Fünftel |
| 3. Schicht (Shelter Layer) | schirmt Wind und Regen ab | knapp ein Zehntel |
| Isolation „cool“ | unterste der drei Stufen | zweithäufigste Angabe |
| Isolation „light“ | mittlere Stufe | häufigste Angabe |
| Isolation „warm“ | oberste Stufe | seltenste Angabe |
Wie die Teile ausfallen und was die Wäsche verträgt
Radschnitte sitzen enger, weil lose Stoffbahnen im Fahrtwind Geräusch und Kälte machen. Bei einer Jacke, die über zwei Lagen sitzen soll, ist eine Nummer mehr sinnvoll. Gewaschen wird mit Flüssigwaschmittel und ohne Weichspüler, der die Fasern verklebt und ihnen die gekaufte Eigenschaft nimmt; die Temperatur steht im Pflegeetikett. Wer im Winter vom Rad in die Halle wechselt, wird bei Handballschuhen fündig.
Vom kalten Morgen zum warmen Nachmittag
Die Tage mit zehn Grad Unterschied zwischen Hinweg und Rückweg sind die eigentliche Probe. Dagegen hilft eine Weste oder dünne Jacke, die sich zusammengerollt mitnehmen lässt. Im Hochsommer bleibt oft nur die erste Lage übrig, im Winter kommen Handschuhe und eine wärmende Zwischenlage dazu.
Von Löffler bis Chiba
Löffler und X-Bionic stellen zusammen fast die Hälfte des Regals, dahinter folgen Oakley, Ziener, Schöffel, Craft, Maul und Chiba. Einzelne Shirts und Hosen beginnen unter 30 Euro, die Mitte des Sortiments liegt unter 100 Euro, ein gutes Drittel der Jacken darüber, die teuersten bei rund 260 Euro. Für Trainer, Wiederverkäufer und Gewerbetreibende gibt es Sonderkonditionen. Wer auch in der Halle steht, findet daneben Volleyballschuhe.
Kurz nachgehakt
Braucht man wirklich drei Schichten?
Nein. Die Zahl richtet sich nach Temperatur und Tempo. An milden Tagen genügen erste Schicht und Windjacke, im Winter kommt eine wärmende Lage dazu. Wichtig ist die unterste Lage: gibt sie Feuchtigkeit nicht weiter, hilft die beste Jacke darüber nichts.
Wie wäscht man Kleidung mit Membran?
Mit Flüssigwaschmittel und ohne Weichspüler, bei der Temperatur, die das Pflegeetikett nennt. Reißverschlüsse vorher schließen, damit die Zähne den Stoff nicht aufrauen. Perlt Wasser nicht mehr ab, sitzt meist Schmutz in der Oberfläche. Wie die Abperlwirkung danach wieder anspringt, steht im Pflegehinweis des Herstellers: die einen verlangen Wärme aus Trockner oder Bügeleisen, die anderen ein Imprägniermittel.
Muss eine kurze Radhose ein Sitzpolster haben?
Für kurze Wege nicht. Auf längeren Fahrten verteilt ein Polster den Druck und hält Nähte von der Kontaktfläche fern. Getragen wird es direkt auf der Haut, sonst entstehen die Falten, die es verhindern soll.
Was bedeuten die Angaben cool, light und warm?
Die drei Stufen laufen von „cool“ über „light“ zu „warm“, also vom kühlsten zum wärmsten Stück. Am häufigsten hängt „light“ am Filter, am seltensten „warm“. Was ein Hersteller darunter versteht, steht in der Artikelbeschreibung; beim Sortieren spart die Angabe Fehlgriffe.

















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