Tischtennis fängt bei einem Freizeitschläger für unter 10 Euro an und reicht bis zur wetterfesten Platte im dreistelligen Bereich. Knapp die Hälfte des Sortiments sind Schläger, dazu kommen Platten für drinnen und draußen, Bälle, Netze, Sets und Zubehör. Was die Schläger voneinander trennt, ist vor allem der Belag. Ohne Schwamm bremst er den Ball, mit 2,2 Millimeter Schwamm trägt er Rotation.
Wo gespielt wird, entscheidet vor der Marke
Wer den Tisch dauerhaft im Garten oder auf der Terrasse stehen lässt, braucht eine wetterfeste Oberfläche. Sponeta baut seine Außentische mit einer 4 oder 5 Millimeter starken Melaminharzplatte und nennt sie resistent gegen Feuchtigkeit. Die Hallentische derselben Baureihe tragen 19 Millimeter Holzwerkstoff und sind laut Hersteller nur für trockene Räume innerhalb eines Gebäudes gedacht. Beides führen die Tischtennisplatten.
Im Filter wirkt die Auswahl breiter, als sie ist. Garten, Park und Campingplatz stehen fast immer am selben Artikel, das ist dreimal dieselbe Auswahl unter drei Einsatzorten. Ein guter Teil dieser Artikel ist zusätzlich für zu Hause ausgewiesen, gut ein Fünftel des Sortiments zusätzlich für die Schule. Für drinnen gibt es daneben ein kleineres Format mit Netzgarnitur, fertig montiert und platzsparend zusammenklappbar. Fürs Büro reicht ein Minischläger-Set, dessen Netz sich mit Saugnäpfen auf nahezu jede glatte Fläche setzen lässt.
Wie viel Schwamm ein Belag tragen darf
Das internationale Regelwerk, das der DTTB in deutscher Fassung führt, lässt für einfaches Noppengummi eine Gesamtdicke einschließlich Klebstoff von weniger als 2,05 Millimetern zu, für Sandwich-Gummi aus Zellgummi und Noppengummi weniger als 4,05 Millimeter (Regel 4.3). Die Noppengummi-Schicht obenauf darf davon höchstens 2,0 Millimeter ausmachen (Regel 4.3.2). Die Artikelnamen nennen Schwammstärken von 1,0 bis 2,2 Millimeter. Schläger mit Noppen außen kommen ganz ohne Schwamm aus, im Einzelmodell wie im Rundlauf-Set. Dünner Schwamm bremst den Ball und verzeiht Fehler, dicker Schwamm gibt Tempo und Rotation zurück und verlangt einen sauberen Treffpunkt.
Regel 4.2 gilt dem Blatt darunter, also dem Holz. Mindestens 85 Prozent der Blattdicke müssen aus natürlichem Holz bestehen, und eine Verstärkung aus Carbon- oder Glasfaser darf 0,35 Millimeter oder 7,5 Prozent der Gesamtdicke nicht überschreiten, je nachdem, was kleiner ausfällt. Unter den Tischtennisschlägern tragen einzelne Butterfly-Hölzer diese Verstärkung im Namen, Carbon Fleece und Graphite. Für die Farben gilt Regel 4.6. Eine Seite ist schwarz, die andere trägt eine helle Farbe, die sich deutlich von Schwarz und von der Ballfarbe unterscheidet, beide matt.
Die Norm nimmt beim Ball die Wahl weitgehend ab. 40 Millimeter Durchmesser, 2,7 Gramm, ein Kunststoffball in mattem Weiß oder Orange, so steht es in Regel 3. Ein großer Teil der Tischtennisbälle trägt den Zusatz Plastikball 40+ im Namen, geführt in Weiß und Orange. Der graue Flüsterball fällt aus dieser Norm heraus, ein Schaumgummiball aus PU-Schaum, langsamer und leiser als ein gewöhnlicher Ball.
| Ausgangslage | Was dazu passt | Warum |
|---|---|---|
| Tisch bleibt im Garten oder auf dem Campingplatz stehen | Außentisch mit 4 oder 5 mm Melaminharzplatte | vom Hersteller als wetterfest geführt, verträgt Feuchtigkeit |
| trockener Keller, Garage, Vereinsraum | Hallentisch mit 19 mm Holzwerkstoff | vom Hersteller nur für trockene Räume im Gebäude freigegeben |
| Zu Hause, wenig Stellfläche für eine Platte | Platte im MIDI-Format mit Netzgarnitur | fertig montiert, klappt zum Wegstellen zusammen |
| Büro, gar kein Platz für eine Platte | Minischläger-Set mit Netz und Ball | Netz hält mit Saugnäpfen auf glatten Flächen |
| Schule, Rundlauf, Ferienlager | Schläger mit Noppen außen, ohne Schwamm | ohne Schwammschicht weniger Tempo und weniger Rotation |
| Freizeitspiel mit eigenem Tisch | Noppen innen mit 1,0 bis 1,5 mm Schwamm | mehr Tempo, ohne dass der Ball vom Tisch fliegt |
| Training und Punktspiel | Belag mit 2,0 bis 2,2 mm Schwamm | trägt Rotation, verlangt eine saubere Schlagbewegung |
| Wettkampf | Plastikball 40+ mit drei Sternen und ITTF-Vermerk | gleichmäßiger Absprung, Zulassung über die ITTF-Liste |
Wann ein Belag den Griff verliert
Ein Belag lässt nach, lange bevor er reißt. Staub und Handfett setzen sich in der Oberfläche fest, der Ball rutscht ab, die Rotation bleibt aus. Ein Reinigungsset aus dem Tischtenniszubehör nimmt diesen Film ab. Danach gehört der Schläger in eine Hülle, damit Schuhe und Schlüssel in der Sporttasche ihm nichts anhaben. Trocken und dunkel gelagert hält er länger als im Kofferraum.
Die Qualität einer Platte lässt sich auch ohne Datenblatt prüfen. Ein Ball, der aus 30 Zentimetern Höhe auf die Spielfläche fällt, springt bei regelkonformer Oberfläche rund 23 Zentimeter hoch zurück (Regel 1.3). Draußen braucht die Platte zusätzlich eine Abdeckung, vom einfachen Universalmaß bis zur wetterfesten Ausführung mit Klettverschluss. Die Platten tragen das Netz überwiegend schon im Artikelnamen; steht es dort nicht, lohnt der Blick in die Produktdetails. Wird nachgerüstet, muss die Oberkante 15,25 Zentimeter über der Spielfläche liegen, und zwar auf ganzer Länge.
Draußen im Sommer, drinnen im Winter
Der Wechsel zwischen Sommer und Winter läuft hier über das Material. Von Frühjahr bis Herbst steht der Tisch im Garten, im Park oder auf dem Campingplatz, und dafür ist die Melaminharzplatte gebaut. Fällt die Temperatur, wandert das Spiel nach innen. Der Hallentisch gehört dann in den trockenen Raum, der Außentisch unter die Abdeckhülle oder in die Abstellposition, in der die beiden Hälften senkrecht stehen und wenig Fläche brauchen. Der Verband rechnet in einem eigenen Kalender: Die Spielzeit beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni des Folgejahres, und ein Belag, der an irgendeinem Tag dieser Spielzeit zugelassen war, bleibt national bis zum 30. Juni spielbar, auch wenn seine Zulassung mitten in der Runde ausläuft. Wer die kalten Monate ohnehin in der Halle verbringt, findet dort auch die Ausrüstung für Handball.
Wer die Tische baut und wer die Schläger
Sunflex und Butterfly tragen zusammen gut drei Viertel des Sortiments, sortiert wird bei beiden anders. Butterfly benennt einen großen Teil seiner Schläger nach Spielern, Timo Boll, Dang Qiu und Dimitrij Ovtcharov, darunter stehen Belagnamen wie Addoy, Pan Asia, Flextra und Wakaba. Sunflex arbeitet mit Serien: Prime, Plus und Atomic für den Einstieg, Force für die Freizeit, Strike fürs Training, Color Comp, Dynamic und XCite bis in den Wettkampf. Die großen Tische stellt überwiegend Sponeta, im Vollformat steht daneben Butterfly, die kleinen Formate liefern Sunflex und Regatta. Hüllen und Planen liefern Sponeta, Sunflex und Bandito Sport, das Belag-Reinigungsset führt Donic-Schildkröt.
Der Preisschwerpunkt liegt unten. Deutlich mehr als die Hälfte der Artikel bleibt unter 30 Euro, darunter die Bälle, die Freizeitschläger und auch ein Teil der Wettkampfmodelle mit dickem Schwamm. Die großen Tische liegen im dreistelligen Bereich. Bälle stehen in Gebinden von drei bis zwölf Stück, dazu als Box mit hundert Stück. Gut jeder achte Artikel ist als Auslaufmodell gekennzeichnet. Was der Bereich sonst noch führt, steht unter More Sports.
Häufige Fragen zu Platte, Belag und Platzbedarf
Wie groß ist eine Tischtennisplatte?
Die Spielfläche misst 2,74 Meter in der Länge und 1,525 Meter in der Breite und liegt 76 Zentimeter über dem Boden, so steht es in Regel 1.1. Daraus ergeben sich knapp 4,2 Quadratmeter, die das Netz mittig teilt. Die Maße gelten für jeden regelkonformen Tisch, unabhängig von Bauart und Standort.
Was heißt ITTF-zugelassen bei Schläger und Ball?
Der Weltverband führt Listen der zugelassenen Beläge, Bälle, Tische, Netze und Böden. Sein eigenes Verfahren für Beläge und Bälle hat der DTTB abgeschafft und übernimmt die ITTF-Liste für den gesamten nationalen Spielbetrieb. Mehrere Trainings- und Wettkampfschläger tragen den Vermerk im Namen, und auch unter den Bällen ist er zu finden. Für Garten und Schulhof spielt er keine Rolle.
Was unterscheidet Noppen innen von Noppen außen?
Der Unterschied liegt in der Richtung der Gumminoppen. Zeigen sie nach oben, springt der Ball flacher und berechenbarer ab, Schnitt kommt kaum an. Sitzen sie unter einer glatten Deckschicht, haftet der Ball an dieser Schicht, und Rotation wird spielbar. Noppen außen steht im Sortiment bei einfachen Freizeit- und Rundlaufschlägern, Noppen innen von den Einsteigermodellen ohne Schwamm bis in den Wettkampf.
Wie viel Platz braucht der Tisch im Raum?
Spürbar mehr als die Spielfläche selbst. Für internationale Veranstaltungen schreibt das Regelwerk einen Spielraum von mindestens 14 Metern Länge, 7 Metern Breite und 5 Metern Höhe vor (Teil B, Regel 2.3.1). Im Garten und im Kellerraum zählt vor allem der Auslauf hinter der Grundlinie. In der Abstellposition brauchen die hochgeklappten Hälften wenig Stellfläche.
Wie wird der Belag gereinigt?
Mit einem Schwamm und einem Belagreiniger aus dem Zubehör. Das Set löst Staub und Handfett aus der Oberfläche, danach trocknen lassen und den Schläger in die Hülle legen. Kommt der Griff nach der Reinigung nicht zurück, ist der Gummi ausgehärtet, und dann hilft nur ein neuer Belag.


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