Funktionelles Training arbeitet mit Bewegungen über mehrere Gelenke statt mit einzelnen Muskeln, und die Geräte dafür fallen klein aus. Hier liegen Trainingshürden, Koordinationsleitern, Springseile, Balance Boards und Kissen, Sprungboxen und Steps, dazu Bänder, Fußschlaufen und Medizinbälle. Gut ein Drittel der Artikel bleibt unter 10 Euro, drei Viertel unter 30 Euro. Den größten Teil trägt HMS, dahinter steht Powershot mit Hürdensets und Seilen.
Welches Gerät welche Fähigkeit trainiert
Hantel und Band steigern den Widerstand. Hürde, Leiter und Brett steigern etwas anderes: die Anforderung an Absprung, Schrittfolge und Gleichgewicht.
| Gerät | Was es trainiert | Für wen |
|---|---|---|
| Trainingshürde | Absprung und Landung, Schrittfrequenz dazwischen | Ball- und Rückschlagsport |
| Koordinationsleiter | Fußfrequenz und Richtungswechsel auf engem Raum | Antritt, Aufwärmen vor dem Spiel |
| Springseil mit Griffen | Ausdauer, Sprungrhythmus, Fußgelenk | Aufwärmen, Ausdauer zu Hause |
| Balance Board und Kissen | Halt im Fußgelenk, Ausgleich beim Kippen | Aufbau nach dem Umknicken |
| Sprungbox und Aerobic Step | Absprung aus fester Höhe, Stufe rauf und runter | Sprungkraft, Zirkeltraining |
| Medizinball und Bauchroller | Rumpf über mehrere Gelenke, Wurf und Rotation | Fortgeschrittene, Gruppentraining |
Was vor dem Kauf zu klären ist
Beim Seil entscheidet die Länge über die Disziplin. Der Deutsche Turner-Bund führt beim Rope Skipping Einzelseil, Langseil und Double Dutch getrennt; Langseil und Double Dutch werden zu dritt gesprungen, zwei schwingen, einer springt. Ein Gymnastikseil von fünf oder neun Metern ist deshalb ein Gruppenseil. Wer allein springt, nimmt das Seil um drei Meter mit Griffen.
Bei Hürden zählt die Bauart mehr als die Höhe. Sets im Stecksystem stehen still, höhenverstellbare wachsen mit der Gruppe mit, selbst aufrichtende klappen beim Anstoßen weg und stellen sich wieder hin. Die Höhen reichen von 15 Zentimetern für flache Fußarbeit bis 45 Zentimeter für den echten Sprung.
Bei Balance-Geräten trennt die Auflage die Bauarten. Ein rundes Brett kippt in jede Richtung, ein rechteckiges über eine Achse und lässt sich früher kontrollieren. Halbkugel und Kissen geben weich nach, das ist der Einstieg.
Wofür die Geräte gebraucht werden
Wer zweimal die Woche in der Halle steht, braucht sie vor dem Spiel. Leiter und flache Hürden bringen Fuß und Kreislauf auf Temperatur, ein Band lockert Schulter und Hüfte. Wie weit die Bandstufen auseinanderliegen, steht beim Widerstandstraining.
Nach einem Umknicken geht es zuerst um Halt, nicht um Kraft. Da beginnt man mit dem Kissen und wechselt zum Brett, sobald der Fuß den Ausgleich von allein findet. Rollen und Duobälle für die Nacharbeit liegen im Faszientraining.
Wer Kraft aufbauen will, stößt mit Sprungbox und Medizinball an die Grenze des eigenen Körpergewichts. Ab dort führt der Weg zu den Gewichten.
Marken und Preisklassen
Rund die Hälfte der Artikel trägt HMS, vom Springseil über die Massagerolle bis zur Sprungbox. Etwa ein Sechstel kommt von Powershot, fast alles davon Hürdensets und Gymnastikseile. Pure2Improve folgt mit Bändern, Hürden und Medizinbällen, daneben stehen SKLZ, Select, Nike, Tiguar, TOOLZ, oko, RioFit und Schildkröt. Ein Teil der Artikel ist zugleich für Fußball, Tennis, Badminton und Squash gekennzeichnet; diese Zuordnungen überschneiden sich, dasselbe Gerät steht unter mehreren Sportarten. Eine Ebene höher liegt die Übersicht der Fitnessgeräte.
Häufige Fragen vor dem Kauf
Was ist funktionelles Training?
Eine alltagsrelevante, sportartübergreifende Trainingsform mit komplexen Bewegungsabläufen, die mehrere Gelenke und Muskelgruppen gleichzeitig beanspruchen. Das Gegenstück ist das gerätegeführte Krafttraining mit isolierten Einzelmuskeln. Trainiert wird die Bewegung, nicht der Muskel.
Braucht man dafür überhaupt Geräte?
Für den Einstieg reicht das eigene Körpergewicht. Ein Gerät leistet zwei Dinge: Es dosiert den Widerstand in Stufen, und es erzwingt eine Bewegung, die von allein nicht entsteht. Absprung, Schrittfrequenz und eine wackelnde Auflage gehören dazu.
Ist die Trainingsform für Anfänger geeignet?
Ja, weil sich jede Übung nach unten anpassen lässt. Am Anfang steht die flache Hürde statt der hohen und das Kissen statt des runden Bretts. Gesteigert wird, wenn die Bewegung sitzt.
Welche Geräte lohnen sich zu Hause?
Ein Seil um drei Meter, ein Satz Bänder und ein Balance-Kissen oder Brett. Das passt in eine Schublade und kommt mit der Fläche einer Matte aus. Koordinationsleiter und Hürdenset brauchen sechs Meter am Stück.




























