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Halstücher, Schals und Schlauchtücher stehen hier in über 90 Ausführungen, vom leichten Tuch für das Lauftraining bis zum gestrickten Winterschal. Rund zwei Drittel davon sind Schals, ein Drittel Tücher zum Überziehen. Damen und Herren finden fast dasselbe Angebot, einzelne Modelle sind auch für Kinder ausgewiesen.



Wofür man zum Tuch greift


Wer im Winter läuft oder Rad fährt, zieht ein Schlauchtuch über Mund und Nase, damit die eingeatmete Luft vorgewärmt ankommt; es rutscht nicht auf und lässt sich im Laufen herunterziehen. Für den Weg zur Halle und zurück ist der klassische Schal die wärmere Wahl, weil er den Kragen zusätzlich abdichtet. Bei Frost gehören Handschuhe zur selben Ausrüstung.



Sitz, Weite und Wäsche


Die meisten Artikel sind ohne Größenangabe ausgezeichnet, Strickschals ohnehin. Nur ein kleiner Teil trägt überhaupt eine Größe; sie reicht von OneSize über S/M und M bis L/XL. Im Zweifel entscheidet die Weite des Schlauchs, nicht die Etikettengröße. Wolle geht in den Wollwaschgang, wie es das Pflegeetikett angibt, und trocknet liegend. Ein Schlauchtuch aus Kunstfaser verträgt die Maschine öfter, verliert bei zu heißer Wäsche aber Form und, wo Elasthan verarbeitet ist, seine Rückstellkraft. Was sonst noch am Kopf getragen wird, steht bei den Accessoires.



Zwischen Wolle und Kunstfaser


Der Stoff entscheidet fast alles. Wolle und Merino wärmen auch dann noch, wenn sie feucht sind, und riechen selbst nach mehreren Trainingstagen kaum; dafür brauchen sie mehr Sorgfalt beim Waschen. Kunstfaser trocknet schneller und lässt sich kleiner zusammenlegen, kühlt aber aus, sobald sie durchnässt ist. Die zweite Frage ist die Weite: Ein Schlauchtuch muss über den Kopf passen und trotzdem am Hals anliegen, sonst zieht es. Wer das Tuch unter eine Mütze zieht, achtet auf flache Nähte im Nacken; Caps, Beanies und Mützen stehen nebenan.



Die Bauformen nebeneinander







BauformWas sie bewirktPasst zu
Schallegt sich in zwei Lagen um den HalsWeg zum Platz, kalte Wartezeiten
Halstuch als Schlauchsitzt eng, rutscht nicht, lässt sich über Mund und Nase ziehenLaufen und Radfahren bei Wind
Schalmütze mit Kapuzedeckt Hals und Kopf in einem Stück abFrost und Wind auf dem Weg zum Platz


Hersteller und Preislagen


Falke und Kama stellen zusammen den größten Teil des Regals, daneben stehen Eisbär, Jako, Nike, Regatta und Tatonka. Einfache Tücher beginnen unter zehn Euro, die Mitte des Sortiments liegt bei knapp sechsundvierzig Euro, gestrickte Wollware liegt darüber. Wer für dieselbe Jahreszeit noch blendfreie Sicht braucht, findet nebenan die Sonnenbrillen.



Wenn die Temperatur fällt


Der dünne Schlauch bleibt fast ganzjährig im Einsatz, weil schon ein zugiger Frühlingsabend am Platz reicht. Wolle und die schweren Strickschals kommen erst, wenn die Temperatur nachts unter null geht. Wer beides dabeihat, kommt durch den Übergang.



Nachgefragt


Kratzt Wolle am Hals?


Grobe Schurwolle kann kratzen, feine Merinofasern liegen deutlich weicher auf. Wer empfindlich ist, wählt ein Tuch mit Innenseite aus Fleece oder trägt den Schal über dem Kragen statt auf der Haut.


Wie unterscheidet sich ein Halstuch vom Schal?


Das Halstuch ist ein geschlossener Schlauch, der über den Kopf gezogen wird und ohne Knoten sitzt. Der Schal ist offen, lässt sich in der Weite regeln und wärmt in zwei Lagen mehr. Im Sport gewinnt fast immer der Schlauch, weil nichts flattert.


Taugt ein Tuch auch im Sommer?


Ein dünner Schlauch aus Kunstfaser schützt den Nacken vor Sonne, fängt Schweiß ab und lässt sich als Stirnband tragen. Angefeuchtet kühlt er zusätzlich. Für den Sommer wählt man helle Farben und ein Modell ohne Fleeceeinsatz, das nach dem Auswaschen schnell wieder trocken ist.


Wie lang sollte ein Schal sein?


Unter anderthalb Metern reicht es nur für eine Runde um den Hals, was bei offener Jacke wenig bringt. Zwischen anderthalb und zwei Metern lässt sich der Schal doppelt legen und einschlaufen. Alles darüber wärmt kaum mehr, hängt aber deutlich schwerer.