Scooter bringen Kinder auf kurzen Wegen voran, und in dieser Kategorie stehen gut ein Dutzend Modelle von Nils, Rezo und Sunflex nebeneinander. Die Unterschiede liegen weniger im Prinzip als im Untergrund, für den ein Roller freigegeben ist: Fast alle taugen für Garten, Park und Campingplatz, ein ebenso großer Teil zusätzlich für die Straße. Farblich führt Schwarz mit Abstand, daneben stehen blaue, pinke und silberne Varianten.
Anlässe für einen neuen Roller
Meistens geht es um den kurzen Weg zur Schule oder zur Bushaltestelle. Dafür zählt ein Roller, der Bordsteinkanten und Asphalt verträgt und sich am Ziel klein machen lässt. Nutzt das Kind ihn als Zubringer zum Vereinstraining, landet er neben der Sporttasche, und wer die gleich mit ausstattet, findet im Handball-Sortiment Bälle und Ausrüstung dazu. Im Urlaub entscheidet dagegen das Packmaß, weil Roller und Zelt dieselbe Kofferraumecke teilen. Und beim Geschenk gibt am Ende oft die Farbe den Ausschlag, schwarz oder pink, nicht das Datenblatt. Steht ohnehin ein Wechsel der Fortbewegung an, lohnt der Vergleich mit den Rädern und Teilen im Bike-Bereich.
Woran sich ein brauchbarer Roller zeigt
Die Rollen entscheiden über fast alles. Große Rollen schlucken Fugen und Kopfsteinpflaster, kleine beschleunigen schneller und wirken auf glattem Boden wendiger. Weiches Material rollt leise und greift gut, nutzt sich dafür schneller ab. Danach kommt die Standfläche, die den ganzen Fuß tragen muss und tief genug liegen sollte, damit der Abstoß nicht zur Kniebeuge wird. Der Lenker sollte sich in der Höhe verstellen lassen, sonst ist der Roller nach einem Wachstumsschub Altmetall. Der Klappmechanismus entscheidet darüber, ob das Gerät mit in den Bus, in den Kofferraum und in den Flur passt, und er will fest einrasten statt zu wackeln. Wo eine Bremse verbaut ist, ist sie keine Nebensache, sobald es bergab geht. Wer statt Rollen lieber Spielgerät für Hof und Wiese sucht, wird bei den Fun-Sports-Artikeln fündig.
Untergrund und Einsatzort
| Einsatzort | Was der Untergrund verlangt | Passend für |
| Garten | Plattenwege mit Fugen, gelegentlich Rasenkante, Feuchtigkeit | Alltagsgebrauch direkt vor der Tür |
| Park | Wassergebundene Decke, Steigungen, längere Fahrten am Stück | Ausfahrten mit der Familie |
| Campingplatz | Schotter, Sand, ständiges Auf- und Abbauen im Gepäck | Reisen, bei denen das Packmaß zählt |
| Straße | Asphalt, Bordsteine, Gefälle | Den täglichen Schulweg auf dem Gehweg |
Höhe, Standfläche und Wartung
Der Lenker steht richtig, wenn die Arme beim Fahren locker bleiben und die Schultern unten. Steht er zu hoch, drückt das Kind die Schultern hoch und verliert die Kontrolle über die Lenkbewegung; steht er zu tief, wandert das Gewicht nach vorn. Die Standfläche braucht Platz für den kompletten Fuß, der zweite Fuß stößt daneben ab. Ein Modell im Sortiment ist mit 87,5 x 15,5 x 32,8 Zentimetern angegeben, bei den übrigen steht kein Maß im Datenblatt. Gepflegt wird wenig, aber regelmäßig: Schrauben am Klappgelenk und am Lenkerrohr nachziehen, Sand aus den Lagern bürsten, den Roller nach nassen Fahrten trocken abstellen. Vor der Wintersaison kommt er trocken und ohne Spannung auf dem Klappgelenk ins Regal. Sportsocken und Zubehör für die Ausstattung drumherum stehen im Socken-Shop.
Der Roller im Jahresverlauf
Gefahren wird, sobald die Wege abtrocknen. Im Frühjahr lohnt der Blick auf die Rollen und, wo eine verbaut ist, auf die Bremse, bevor der Roller wieder täglich läuft. Der Sommer bringt die langen Strecken, Park und Campingplatz, und damit den meisten Verschleiß an den Laufflächen. Im Herbst wird nasses Laub zum Thema, der Bremsweg verlängert sich spürbar, und Reflektoren an Jacke und Rucksack werden wichtiger als am Roller selbst. Über den Winter steht das Gerät meist still, und genau dann lohnt sich der Austausch abgefahrener Rollen, weil der erste trockene Tag im Jahr erfahrungsgemäß niemanden vorwarnt.
Nils, Rezo und Sunflex im Sortiment
Nils stellt den größten Teil der Auswahl, Rezo folgt mit einem Drittel, von Sunflex steht ein Einzelstück im Regal. Preislich beginnt die Auswahl bei 30 Euro für die einfachen Modelle, der Schwerpunkt liegt im mittleren zweistelligen Bereich, und einzelne Roller liegen deutlich darüber. Die meisten Modelle sind als Auslaufmodelle geführt, nachproduziert wird da nichts mehr. Weitere Sportarten aus demselben Regal stehen im Bereich More Sports.
Fragen rund um den Kinderroller
Gehören Tretroller auf die Straße oder auf den Gehweg?
Für Tretroller ohne Motor gelten im Straßenverkehr die Vorschriften für den Fußgängerverkehr. Gefahren wird also auf dem Gehweg, nicht auf dem Radweg. Fehlen Gehweg und Seitenstreifen, darf der Fahrbahnrand benutzt werden. Weil dort Fußgängerrecht gilt, richtet sich das Tempo nach den Menschen auf dem Gehweg: überholt wird mit Abstand, an Engstellen wird geschoben. Die Freigabe „für die Straße" beim Roller selbst meint den Untergrund, nicht die Fahrbahn.
Woran erkennt man, dass ein Roller zu klein geworden ist?
Zwei Zeichen sprechen dafür: Der Lenker lässt sich nicht mehr höher stellen, und das Kind fährt mit angewinkelten Armen oder gebeugtem Rücken. Beides kostet Kontrolle. Solange die Verstellung noch Reserve hat, reicht es, den Lenker eine Stufe höher zu setzen.
Was unterscheidet Auslaufmodelle von den neueren Serien?
Auslaufmodelle sind Roller, die nicht mehr nachproduziert werden. Was im Regal steht, wird verkauft; ist eine Farbe weg, kommt sie nicht nach. Wer eine bestimmte Farbe braucht, greift eher zu den aktuellen Modellen, wer auf den Preis schaut, zum Auslauf.
Wie oft muss ein Roller nachgezogen werden?
Einen festen Turnus gibt es nicht, den Anlass gibt das Spiel am Klappgelenk und am Lenkervorbau. Wackelt der Lenker seitlich, bevor die Rollen greifen, ist die Klemmung fällig, nicht die Rolle.
Lässt sich ein Roller draußen stehen lassen?
Besser nicht. Feuchtigkeit setzt den Kugellagern zu, und die laufen dann rau, lange bevor sie ganz blockieren. Ein trockener Platz im Flur oder in der Garage verlängert die Lebensdauer der Lager deutlich mehr als jede Pflege danach.














