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Wer Running Ausrüstung sucht, findet hier sieben Unterkategorien: Schuhe, Bekleidung, Unterwäsche, Socken, Taschen, Zubehör und Sportnahrung. Der Unterschied zu einer reinen Schuhabteilung liegt in der Reihenfolge. Schuh und Socke entscheiden darüber, ob eine Runde ohne Blasen endet, alles Weitere kommt mit der Distanz dazu. Sortiert wird deshalb nach Ausrüstungsteil, nicht nach Trainingsplan.



Womit man anfängt


Für die ersten Wochen genügen zwei Anschaffungen. Ein Paar Laufschuhe, das zum überwiegenden Untergrund passt, und ein paar Socken aus Funktionsfaser. Baumwolle saugt sich voll und reibt, das merkt man ab dem dritten Kilometer.


Wer aus der Halle kommt und im Winter einen Ausdauerblock einschiebt, stößt zuerst an die Kleidung. Eine winddichte Jacke aus der Bekleidung und ein langärmliges Oberteil aus der Unterwäsche machen aus einer unangenehmen Runde bei vier Grad eine normale Trainingseinheit.


Ab etwa einer Stunde Laufzeit ändert sich die Rechnung noch einmal. Dann wollen Schlüssel, Telefon und Verpflegung mit, und der Körper braucht während der Belastung Nachschub statt erst danach.



Was die Ausrüstung leisten muss


Laufkleidung unterscheidet sich von Freizeitkleidung an zwei Stellen. Feuchtigkeit wandert nach außen, statt im Stoff zu bleiben, und die Nähte liegen nicht dort, wo sich Arme und Beine tausendfach am Rumpf vorbeibewegen. Ein Shirt, das im Alltag bequem ist, kann auf zehn Kilometern eine wunde Brustwarze oder einen aufgeriebenen Innenschenkel erzeugen.


Beim Schuh zählt, wie viel Dämpfung zwischen Fuß und Boden liegt und wie das Profil auf dem gewohnten Untergrund greift. Asphalt verlangt anderes Material als ein aufgeweichter Waldweg. Wer beides läuft, fährt mit zwei Paaren besser als mit einem Kompromiss.


Am spätesten fällt den meisten die Sichtbarkeit ein. Im Winterhalbjahr fällt ein großer Teil der Trainingszeit in die Dunkelheit, und dunkle Kleidung verschwindet zwischen parkenden Autos. Reflektierende Elemente, Stirnlampen und Trinkflaschen liegen im Zubehör. Wer die Belastbarkeit zusätzlich über Kraft- und Stabilisationsarbeit absichert, wird im Bereich Fitness fündig.



Die Ausstattungsteile nebeneinander











AusrüstungsteilWas sich damit ändertWann es sich lohnt
LaufschuheDämpfung und Profil bestimmen, wie Gelenke und Untergrund zusammenkommenab dem ersten Lauf
Sockennahtarme Zonen und Feuchtigkeitstransport halten Blasen fernab dem ersten Lauf
BekleidungWind und Nässe bleiben draußen, die Wärme regelt man über Schichtensobald ganzjährig draußen trainiert wird
UnterwäscheReibung an Schulter, Achsel und Innenschenkel fällt wegbei Läufen über eine halbe Stunde
ZubehörSichtbarkeit im Dunkeln, Trinken unterwegs, Tempo und Strecke im Blickim Winterhalbjahr und bei längeren Einheiten
TaschenSchlüssel, Telefon und Riegel liegen ruhig am Körper statt in der Handab etwa einer Stunde Laufzeit
SportnahrungKohlenhydrate und Mineralien kommen während der Belastung nachab etwa einer Stunde oder bei Hitze


Passform und Pflege im Laufsport


Laufbekleidung fällt körpernäher aus als Freizeitware, weil loser Stoff flattert und scheuert. Wer zwischen zwei Konfektionsgrößen liegt, greift bei Tights und Funktionswäsche zur kleineren, bei Jacken zur größeren, damit darunter noch eine Schicht Platz hat.


Für Funktionsshirts, Wäsche und Socken heißt Pflege: dreißig Grad, Feinwaschmittel, kein Weichspüler. Weichspüler legt sich in die Faser und nimmt ihr genau die Fähigkeit, Schweiß nach außen zu geben. Bei elastischen Fasern kostet Lufttrocknen ein paar Stunden mehr und verlängert die Lebensdauer. Für Jacken mit Membran gelten eigene Regeln, dort entscheidet das Pflegeetikett des Herstellers über Waschtemperatur und Trocknung. Schuhe kommen nicht in die Maschine, sondern werden ausgebürstet, mit Papier ausgestopft und im Schatten getrocknet.



Vom ersten Frühjahrslauf bis in den Winter


Der Bedarf verschiebt sich über das Jahr, ohne dass die Grundausstattung wechselt. Im Frühjahr und Herbst ist das Zwiebelprinzip gefragt, weil der Körper sich über die ersten Kilometer deutlich aufwärmt. Im Sommer zählen helle, luftige Ware und die Trinkmenge. Im Winterhalbjahr entscheiden Wind- und Wasserschutz und die Beleuchtung darüber, ob das Training überhaupt stattfindet.



Woraus sich das Sortiment zusammensetzt


Das Sortiment verteilt sich über die sieben Unterkategorien, bei den Marken finden sich unter anderem Asics, X-Bionic und New Balance. Ergänzend führen wir Sportnahrung für längere Einheiten und Taschen vom Hüftgurt bis zur Trinkweste. Wer im Gelände unterwegs ist, wird auch im Bereich Outdoor fündig. Bei Fragen beraten wir per Mail unter service@tennistown.de.



Fragen vor der ersten Runde


Kann man mit Hallen- oder Tennisschuhen laufen?


Für einen Testlauf ja, dauerhaft nicht. Hallen- und Tennisschuhe sind auf Seitwärtsbewegung und Stop-and-go ausgelegt, ihre Sohle fällt flacher und steifer aus als beim Laufschuh. Beim Laufen wirkt die Belastung nach vorn und nach unten. Auf Dauer belastet das Sehnen und Schienbein stärker, als nötig wäre.


Reicht ein Baumwollshirt für den Anfang?


Bei zwanzig Minuten fällt es kaum auf. Sobald der Stoff durchgeschwitzt ist, hängt er schwer am Körper, kühlt bei Wind aus und reibt an Achsel und Brust. Ein einfaches Funktionsshirt kostet wenig und löst das Problem dauerhaft.


Braucht man Sportnahrung schon bei kurzen Läufen?


Unter einer Stunde reicht der Kohlenhydratspeicher normalerweise aus, hier genügt Wasser. Interessant wird Verpflegung bei langen Einheiten, im Wettkampf und an heißen Tagen, wenn über den Schweiß auch Mineralien verloren gehen.


Wie sichtbar muss man im Dunkeln sein?


So sichtbar, dass ein Autofahrer bei Regen und Gegenlicht rechtzeitig reagiert. Reflektoren an Schuh und Fußgelenk wirken besser als am Rumpf, weil sich die Beine bewegen und das Auge auf Bewegung anspringt. Eine Stirnlampe ersetzt sie auf unbeleuchteten Wegen nicht.


Lässt sich Laufausrüstung für andere Sportarten mitnutzen?


Bekleidung, Wäsche und Socken funktionieren im Fitnessstudio und beim Wandern genauso. Beim Schuh hört es auf: Wer regelmäßig quer belastet oder schweres Gepäck trägt, braucht eine andere Sohle und eine stabilere Konstruktion.