Laufzubehör meint hier alles, was neben Schuh, Bekleidung und Tasche mitläuft: Handschuhe, Mützen und Caps, Halstücher, Sonnenbrillen, Trinkflaschen, Bandagen und die Kleinteile für unterwegs. Über 700 Artikel stehen zur Wahl, den größten Block bilden Handschuhe, Sonnenbrillen und Trinkflaschen. Die Abgrenzung ist einfach: Was man an Kopf, Händen oder in der Hand trägt und beim Losgehen zuletzt greift, steht in dieser Kategorie.
Drei Läufe, drei Anschaffungen
Wer im Dunkeln vor der Arbeit läuft, verliert Wärme zuerst an Händen und Kopf. Dafür sind Handschuhe und Halstücher und dazu Caps, Beanies und Mützen die erste Anschaffung. Zwei dünne Lagen am Kopf schlagen eine dicke, weil sich die obere abnehmen lässt, sobald der Körper warm läuft.
Auf Einheiten jenseits einer Stunde entscheidet die Versorgung. Eine Trinkflasche mit Handschlaufe hält den Arm ruhig, weil man nicht ständig nachgreift. Kommen Schlüssel, Riegel und Telefon dazu, trägt sich das besser am Gurt, und die Auswahl dafür steht bei den Lauftaschen.
Wer nach einer Pause wieder anfängt oder ein Knie im Training stabilisieren möchte, sieht bei den medizinischen Produkten nach. Bauerfeind ist dort bei den Knieprodukten mit mehreren Modellen vertreten, daneben stehen Bandagen für Ellenbogen, Fußknöchel und Handgelenk, Tapes und Kompressionsstulpen für die Wade.
Woran ein Zubehörteil im Alltag scheitert
Zubehör fällt selten wegen der Machart durch, sondern wegen einer Kleinigkeit im Gebrauch. Ein Handschuh, dessen Kuppe zu dick auffüttert, zwingt an jeder Ampel zum Ausziehen, weil das Telefon nicht reagiert. Verschlüsse, die klamme Finger nicht treffen, liegen nach zwei Wochen im Schrank, und ein Flaschenventil, das beide Hände braucht, kostet im Lauf den Rhythmus.
Beim Material zählt vor allem, wohin die Feuchtigkeit geht. Winddichte Membranen halten die Kälte draußen, stauen bei höherem Tempo aber Schweiß, während Wolle und feine Kunstfaser weiterarbeiten, wenn sie feucht sind. Deshalb lohnt der Blick auf die Lage direkt an der Haut und nicht nur auf die Außenseite.
Dazu kommt die Sichtbarkeit. Reflektierende Flächen wirken am stärksten dort, wo sie sich beim Laufen bewegen: an Knöchel und Schuh, dazu am Handrücken und am Handgelenk. Dieses Mitschwingen erkennt ein Autofahrer im Scheinwerferlicht früher als eine ruhige Fläche am Rumpf. Eine Mütze mit reflektierendem Streifen bringt zusätzliche Fläche in Kopfhöhe. Wer seine Laufschuhe bereits zusammen hat, holt mit ein paar reflektierenden Kleinteilen mehr Sicherheit heraus als mit dem nächsten Ausrüstungsstück.
Wo eine Größe steht und wo eine Zahl
| Größenangabe | Was daran hängt | Für wen |
|---|---|---|
| Buchstabengrößen XS bis XXL bei einem Teil der Handschuhe | Sitzt die Größe, bleibt die Fingerkuppe dünn genug für den Touchscreen und die Naht scheuert nicht am Knöchel | wer täglich in der kalten Jahreszeit unterwegs ist |
| Zahlengrößen von 6 bis 11 bei Chiba, Jako und Zanier | Die Zahl folgt dem gemessenen Handumfang, die Halbschritte dazwischen schließen die Lücke zwischen zwei Größen | wer den Handschuh eng am Finger braucht |
| Einheitsgröße oder S/M bei Caps mit Verschluss | Der Verschluss gleicht den Rest aus, bei zwei Größen entscheidet der gemessene Kopfumfang | wer zwischen zwei Größen liegt |
| Einheitsgröße bei Beanie, Stirnband und Halstuch | Elastisches Gestrick passt sich an, sitzt dafür bei sehr großem oder kleinem Kopf lockerer | wer verschenkt oder nicht messen kann |
| Größe nach gemessenem Umfang bei Bandagen | Die Kompression wirkt nur, wenn der Umfang an der vorgeschriebenen Stelle gemessen wurde | wer wegen Beschwerden kauft |
| Volumen statt Konfektionsgröße bei Trinkflaschen | Die Füllmenge bestimmt Gewicht und Griffumfang, nicht die Statur der Person | wer lange Läufe plant |
| Eigene Kindergrößen bei Mützen und Handschuhen | Kürzere Finger und kleinerer Kopfumfang, sonst gleiche Machart wie bei den Erwachsenenmodellen | Familien und Vereinsgruppen |
Umfang messen, schonend waschen
Für Handschuhe misst man den Umfang der Hand ohne Daumen an der breitesten Stelle, für Mützen den Kopfumfang eine Fingerbreite über den Ohren. Wer dazwischen landet, greift bei Gestrick zur kleineren und bei gefütterten Modellen zur größeren Größe.
Beim Waschen richtet sich alles nach der Faser. Wolle und Funktionsgestrick vertragen kalte Wäsche im Schonprogramm, Weichspüler legt sich in die Fasern und nimmt ihnen den Feuchtigkeitstransport. Bandagen und Kompressionsartikel wäscht man im Schonwaschgang bei niedriger Temperatur nach Herstellerangabe, ohne Bleiche und ohne Trockner. Trinkflaschen trocknet man offen, weil das Ventil sonst riecht. Bürsten, Imprägnierung und die übrigen Pflegemittel stehen beim sonstigen Zubehör.
Der Bedarf verschiebt sich mit dem Licht
Über das Jahr wandert der Bedarf von einem Regalende zum anderen. Sobald die Läufe in die Dämmerung rutschen, stehen Handschuhe, Beanie und reflektierende Flächen vorn, dazu eine Stirnlampe für unbeleuchtete Feldwege. In den kalten Monaten kommen Halstuch und die zweite Lage am Kopf dazu, oft bei denselben Läufern, die im Sommer nur mit Schlüssel losgehen.
Mit den langen Tagen dreht es sich: Cap gegen die Sonne, Stirnband gegen den Schweiß, Trinkflasche für alles über eine Stunde. Wer beides im Schrank hat, greift je nach Uhrzeit zum einen oder zum anderen Satz und braucht dazwischen wenig Neues.
Mit der Sonne kommt die Blendung. Morgens und abends steht sie flach über der Straße, im Sommer dazu grell über offenem Gelände, und nasser Asphalt wirft das Licht zusätzlich zurück. Dafür stehen die Sonnenbrillen bereit, mit Oakley als der mit Abstand größten Marke darin und Fassungen wie Holbrook, Sutro oder Radar EV Path. Beim Laufen zählt weniger die Optik als der Halt: Der Bügel muss auch mit Schweiß sitzen, der Rahmen den Blick nach unten auf den Weg frei lassen.
Von Kama bis Oakley
Das Sortiment mischt Sportmarken und Spezialisten. Bei Handschuhen und Kopfbedeckungen sind Kama, Jako, Chiba und Zanier mengenstark, adidas Performance und Nike sind ebenfalls vertreten. Bauerfeind steht für Bandagen und Kompressionsartikel, Blackroll und TMX steuern Rollen, Trigger und Bälle für die Zeit nach dem Lauf bei. Accapi und 4F ergänzen bei Textilem, BioLite liefert Stirnlampen, und die Fassungen im Brillenregal kommen überwiegend von Oakley. Preislich beginnt es bei Kleinteilen im niedrigen einstelligen Bereich, der Schwerpunkt liegt um dreißig Euro, und nach oben reichen Sonnenbrillen und Elektronik in den dreistelligen Bereich. Wer unsicher ist, welches Teil zum eigenen Pensum passt, erreicht uns per Mail unter service@tennistown.de. Die übrigen Ausrüstungsbereiche stehen eine Ebene höher im Running-Sortiment.
Fragen vor der ersten kalten Runde
Welche Handschuhgröße nimmt man bei einem Zwischenwert?
Bei dünnem Gestrick greift man zur kleineren Größe, weil das Material nachgibt und die Kuppe sonst übersteht. Bei gefütterten oder winddichten Modellen nimmt man die größere, sonst drückt die Naht am Knöchel und die Finger kühlen trotz Futter aus.
Flasche in der Hand oder lieber am Gurt?
Bis etwa einer Stunde reicht eine Flasche mit Handschlaufe, sie stört den Armschwung kaum. Wer länger unterwegs ist oder Schlüssel, Telefon und Verpflegung mitnimmt, trägt das ruhiger am Gurt, weil das Gewicht dann auf der Hüfte sitzt statt in einer Hand.
Beanie oder Stirnband?
Das Stirnband deckt Ohren und Schläfen ab und lässt Wärme über den Scheitel entweichen, was bei zügigem Tempo angenehm bleibt. Die Beanie hält den ganzen Kopf warm und ist die Wahl für ruhige Läufe, Wind und wirklich kalte Morgen.
Sind Bandagen für Laufeinheiten sinnvoll?
Das hängt vom Produkt ab. Medizinische Bandagen kauft man wegen bestehender Beschwerden; welche Ausführung passt und wie lange sie getragen wird, klärt man mit der behandelnden Praxis. Sport-Kompressionsartikel sind laut Hersteller auch zur Entlastung und zur Vorbeugung im Training gedacht, etwa Kompressionsstulpen für die Wade oder leichte Kniebandagen gegen Überlastung. Für die Größe zählt in beiden Fällen der gemessene Umfang, nicht die Konfektionsgröße.
Lassen sich Laufhandschuhe waschen?
Ja, kalt und im Schonprogramm, ohne Weichspüler, weil er sich auf die Funktionsfasern legt, und ohne Trockner. Modelle mit Membran dreht man auf links, damit die Innenseite sauber wird. Danach trocknen die Handschuhe liegend und mit Abstand zur Heizung.
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