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Laufschuhe Herren führen wir in über 700 Artikeln, vom gedämpften Straßenschuh bis zum Trailschuh für ruppiges Gelände. Fast die Hälfte des Bestands ist als Trailmodell ausgewiesen, knapp ein Viertel als besonders gedämpft. Bei einem Teil des Sortiments lässt sich die Weite vorwählen: Von den Paaren mit Weitenangabe ist etwa jedes achte als breit gekennzeichnet. Preislich reicht die Spanne von gut 40 Euro bis über 200.



Woran die Auswahl hängt


Die meisten Fehlkäufe scheitern an der Weite. Wer schon einmal Druckstellen am Ballen hatte, filtert besser gezielt nach der Kennzeichnung breit, statt eine halbe Nummer aufzuschlagen: Die schafft vorn zwar Platz, lässt den Fuß im Mittelfuß aber rutschen.


Danach kommt das Gewicht. Leichte Modelle sparen Kraft, kräftig gebaute schützen den Fuß auf steinigem Grund. Knapp drei von zehn Artikeln sind Auslaufmodelle, in denen sich eine bewährte Serie weiterfahren lässt. Den gesamten Bereich fasst die Übersicht der Laufschuhe zusammen.



Wofür die Modelle ausgelegt sind











AuslegungWas sie im Schuh bedeutetFür wen
TrailGrip und Zehenschutz für unbefestigten Grundwer Wald, Schotter und Wurzeln läuft
Dämpfungweicher Aufbau für harte Belägewer viele Kilometer auf Asphalt sammelt
Leichtigkeitwenig Material, schneller Abrollwegwer Tempoläufe und Wettkämpfe bestreitet
Stabilitätstärkere Führung im Mittelfußwer leicht nach innen wegkippt
Bewegungskontrolledie kräftigste Führung im Feldwer den Fuß stark nach innen einknicken lässt
Natural Runningwenig Sprengung, fußnaher Aufbauwer bewusst flacher und näher am Boden laufen will
Freizeitbequemer Sitz ohne Leistungsanspruchwer den Schuh im Alltag trägt


Typische Anlässe für ein neues Paar


Beim Wechsel von der Straße in den Wald fehlt zuerst der Halt in Kurven. Ein Trailmodell in normaler Weite deckt diesen Einstieg ab.


Für lange Einheiten am Wochenende zahlt sich ein kräftig gebauter Schuh aus, dazu eine Lauftasche für Riegel, Schlüssel und Getränk.


Wer zügig bergauf geht, greift zu den stabileren Modellen aus dem Speedhiking- und Wanderbereich. Diese halten den Fuß auch mit Rucksack in Position.



Woher die Modelle kommen


adidas Performance stellt den größten Block, gefolgt von La Sportiva und Merrell. Dazu kommen Asics, Topo, Lowa, Hoka und Craft. Günstige Einstiegsmodelle und teure Trailschuhe bilden die Ränder, dazwischen liegt das Gros der Auswahl. Trinkflasche und Mütze finden sich im Laufzubehör. Für Trainer, Wiederverkäufer und Gewerbetreibende gelten Sonderkonditionen.



Anprobe und Pflege


Anprobiert wird abends und mit der Socke, die später gelaufen wird. Vorn braucht der längste Zeh Platz, sonst stößt er bergab an. Gepolsterte Laufsocken füllen Volumen, dünne geben es frei; wer zwischen zwei Größen liegt, reguliert darüber. Nach Matschläufen trocknet der Schuh ausgestopft an der Luft. Von Heizung und Waschmaschine raten die Hersteller ab: Hitze und Trommel setzen Material und Passform zu.



Wenn sich das Wetter dreht


Bei Hitze gewinnt ein offenes Obermaterial, das Schweiß und Wasser schnell abgibt. Auf nassem Laub und Fels entscheidet der Grip. Im Winter halten geschlossenere Modelle mit höherem Abschluss am Knöchel den Schnee draußen.



Häufige Fragen zu Laufschuhen


Was bedeutet die Angabe Weite breit?


Der Leisten ist über Ballen und Vorfuß breiter geschnitten, die Länge bleibt gleich. Das hilft bei kräftigen Füßen, Ballenzehen oder Schwellungen am Abend. Wer normal gebaute Füße hat, verliert in einem breiten Schuh dagegen Halt.


Braucht man für Speedhiking einen eigenen Schuh?


Nicht zwingend, aber ein stabiles Trailmodell mit steiferer Sohle bringt bergauf mehr. Reine Straßenschuhe knicken auf Kanten und Steinen weg. Die im Sortiment als Speedhiking oder Wandern geführten Modelle sind für diesen Einsatz gebaut.


Wie viele Paare fährt man sinnvollerweise parallel?


Zwei reichen für die meisten. Ein Paar für befestigte Wege, eins fürs Gelände. Der Nebeneffekt: Jedes Paar bekommt zwischen den Läufen genug Zeit zum Durchtrocknen, und feuchtes Material verschleißt schneller als trockenes.


Lässt sich eine zu große Weite über die Schnürung ausgleichen?


Nur in engen Grenzen. Fester zu schnüren zieht den Spann zusammen, ohne den Fuß im Vorfuß zu halten, und erzeugt Druck über dem Rist. Sinnvoller ist es, gleich die passende Weite zu wählen oder über die Sockenstärke nachzuregeln.