Squashtaschen reichen hier vom Sportbeutel über den Rucksack bis zum Racketbag mit mehreren Schlägerfächern. Volumen und Fächeraufteilung trennen die Bauarten, nicht das Aussehen. Knapp drei Fünftel des Sortiments sind Sporttaschen in drei Größen, gut ein Viertel Rucksäcke, gut jedes zehnte Modell ein Racketbag. Gut sieben von zehn Modellen bleiben unter 30 Euro. Die Entscheidung fällt am Volumen und daran, ob Hallenschuhe und durchgeschwitzte Wäsche ein eigenes Fach bekommen.
Schuhe, Nasses und Rahmen auseinanderhalten
Squash läuft auf engem Raum und in kurzen, harten Ballwechseln. Entsprechend nass kommt die Ausrüstung vom Court. Am Bodenfach entscheidet sich mehr als am Rest der Tasche. Knapp ein Viertel der Modelle hat ein Schuhfach, gut ein Fünftel ein Nassfach, und beide Filter überschneiden sich: Manche Tasche bringt zwei getrennte Bodenfächer mit, eines für Schuhe und eines für durchgeschwitzte Sachen. OLIVER beschreibt das beim Gearbag Extend wörtlich so. Die Sohle der Squashschuhe nimmt in der Halle Staub auf, und der gehört nicht auf das trockene Shirt.
Ein Thermofach ist ein isoliertes Hauptfach, das Rahmen und Saiten gegen Hitze und Kälte abschirmt. So steht es in der Herstellerbeschreibung der Racket Bag Extend, und nur einzelne Modelle haben es. Beim Squash bleibt die Tasche in der Halle, wo die Temperatur kaum schwankt. Das Fach wiegt hier also weniger schwer als beim Tennis, wo die Anlage im Freien liegt. Wichtiger ist, wie die Tasche getragen wird: Vier von fünf Modellen haben einen Tragegriff, knapp die Hälfte zusätzlich einen Schultergurt, und gut ein Fünftel trägt die Rucksackfunktion, die auch manche Sporttasche mitbringt.
Wie viel Volumen ein Hallenabend braucht
Schlägertaschen werden nach Fächern benannt, alles andere nach Litern, und die Literzahl steht bei den meisten Modellen im Artikelnamen. Rucksäcke liegen zwischen rund 20 und 32 Litern, kleine Sporttaschen bei etwa 25 bis 35, mittlere zwischen 43 und 60, große ab rund 60 Litern aufwärts.
Für einen Rahmen in der Hülle, Hallenschuhe, ein Wechselshirt, Handtuch und Trinkflasche reichen 25 bis 30 Liter. Kommen Ersatzrahmen, zweites Handtuch und Aufwärmjacke dazu, ist die mittlere Klasse fällig.
Die Zentimeterangabe daneben sagt oft mehr als die Literzahl. Große Sporttaschen mit Bodenfach messen außen rund 60 bis 65 Zentimeter in der Länge bei gut 40 Zentimetern Höhe und passen damit nicht in jedes Hallenspind. Ein Racketbag ist dagegen vor allem lang: Die Extend-Modelle von OLIVER liegen laut Herstellerangabe zwischen 74 und 78 Zentimetern. Das Schrankmaß in der eigenen Halle schlägt hier also die Literzahl.
| Größe | Was hineingeht | Passt zu |
|---|---|---|
| Sportbeutel, die kleinste Bauart im Sortiment | Trikot, Handtuch, Bälle; der Rahmen bleibt in der Hülle | Umkleide vor Ort, kurzer Weg zur Halle |
| Rucksack, rund 20 bis 32 Liter | Schläger längs im Schlägerfach, Schuhe, Trinkflasche, Wechselwäsche | Anfahrt mit Rad oder Bahn |
| kleine Sporttasche, etwa 25 bis 35 Liter | Ausrüstung für einen Hallenabend, Schuhe obenauf | einmal die Woche nach Feierabend |
| mittlere Sporttasche mit Bodenfach, 43 bis 60 Liter | Schuhe unten getrennt, Textilien oben, zwei Rahmen quer | zweimal die Woche Training |
| große Sporttasche, ab rund 60 Litern | Ausrüstung für mehrere Spiele, Ersatzschuhe, Aufwärmjacke | Turniertag, Fahrgemeinschaft |
| Racketbag, nach Fächern statt Litern gezählt | mehrere Rahmen getrennt, Schuhfach von unten, Bälle im Seitenfach | wer mit Ersatzrahmen spielt |
Der Squashrahmen ist der längere der beiden Hallenrahmen
Ein Squashschläger darf nach der Racket Specification der World Squash Federation höchstens 686 Millimeter lang und 215 Millimeter breit sein, bei höchstens 255 Gramm und 500 Quadratzentimetern Bespannungsfläche. An dieser Länge misst sich jedes Schlägerfach. Für den Badmintonrahmen setzen die Laws of Badminton der BWF 680 Millimeter an, sechs Millimeter weniger. Dieselbe Tasche trägt deshalb beide Sportarten, und der Sportart-Filter zeigt genau das.
Ein Tennisrahmen darf nach den Rules of Tennis der ITF 73,66 Zentimeter lang und 31,75 Zentimeter breit sein, also gut fünf Zentimeter mehr. Ein Fach mit Tennisschnitt nimmt den Squashrahmen damit immer auf, umgekehrt gilt das nicht. Knapp wird es allein dort, wo ein Fach exakt auf die 680 Millimeter der Badmintonnorm zugeschnitten ist. Die große Mehrheit der Modelle hier ist ohnehin für mehrere Schlägersportarten freigegeben. Diese Werte überschneiden sich: Ein einzelnes Modell steht in mehreren Sportarten zugleich, addieren lassen sie sich nicht. Den Rahmen zur Tasche führen die Squashschläger eine Ebene weiter.
Vom ersten Kurs bis zum Ersatzrahmen
Beim Einstieg reicht ein Rucksack um 25 Liter. Der Rahmen bleibt in der mitgelieferten Hülle, Schuhe und Wechselwäsche gehen ins Hauptfach, und für den Weg von der Bahn zur Halle bleiben beide Hände frei. Nach zwei Hallenabenden pro Woche stören die Schuhe irgendwann lose zwischen Trikot und Handtuch. Dann lohnt die mittlere Sporttasche mit Bodenfach oder ein Rucksack mit eigenem Schlägerfach, wie ihn Tecnifibre und Dunlop führen. Die passenden Squashschuhe für Herren stehen eine Kategorie weiter.
Mit Ersatzrahmen im Spiel führt kein Weg am Racketbag vorbei. Zwei oder drei Hauptfächer halten die Rahmen auseinander, das Schuhfach sitzt darunter, Bälle und Griffbänder liegen im Seitenfach. Das Geschlecht taugt hier kaum als Sortierhilfe: Damen und Herren stehen im Filter mit derselben Zahl, knapp die Hälfte der Modelle trägt die Freigabe Unisex, und auch diese Werte überschneiden sich. Eine eigene Kinderauszeichnung tragen nur wenige Modelle. Für kurze Rücken passt dort ein Rucksack um 20 Liter, der leer fast nichts wiegt.
Was übers Jahr in die Tasche wandert
Squash läuft ganzjährig, der Court steht in der Halle und kennt keine Sommerpause. Was sich ändert, ist der Inhalt. In den kalten Monaten kommt eine Aufwärmjacke dazu, weil Ball und Spieler auf einem kühlen Court länger brauchen, bis sie warm sind. Im Sommer fällt sie weg, dafür ist mehr nass: zweites Shirt, zweites Handtuch, und das Bodenfach arbeitet härter. Knapp gewählt rächt sich die Größe zuerst im Winter.
Pflege und wann eine Tasche ersetzt gehört
Nach dem Spiel wird ausgeräumt, nicht nur zugezogen. Handtuch und Trikot heraus, Nassfach leeren, Tasche offen stehen lassen, bis sie durch ist. Geschlossen im Kofferraum riecht sie beim nächsten Mal muffig. Zum Saubermachen genügt ein feuchtes Tuch, dazu den gröberen Hallenstaub aus dem Bodenfach klopfen. Fällig wird der Austausch, wenn die Naht am Schultergurt aufgeht oder der Boden durchgescheuert ist, denn beides lässt sich nicht sinnvoll flicken. Was fürs Seitenfach nachgekauft wird, vom Griffband bis zum Ballrohr, steht im Squashzubehör.
Teamlinien neben Schlägertaschen
Den größten Teil des Sortiments stellen Jako, Erima und hummel mit Sporttaschen in drei Größen, Rucksäcken und Beuteln, die im Hallenbetrieb genauso taugen. Die eigentlichen Schlägertaschen kommen von Dunlop, Victor, Tecnifibre und OLIVER, dazu einzelne Modelle von Prince. Als Linien laufen bei Dunlop Srixon, CX, FX und SX, bei Victor die Doublethermobags und Multithermobags, bei Tecnifibre die Reihe Tour Endurance, bei OLIVER die Extend-Modelle. Beutel gehen unter zehn Euro los, die Teamrucksäcke und die meisten Sporttaschen bleiben unter 30 Euro. Rucksäcke mit eigenem Schlägerfach beginnen im mittleren zweistelligen Bereich, die Racketbags mit mehreren Hauptfächern liegen überwiegend darüber. Passende Rahmen dazu stehen bei den Schlägern von Dunlop, alles Übrige aus der Warengruppe im Squashbereich.
Was Squashspieler vor dem Taschenkauf fragen
Was ist ein Racketbag?
Eine Schlägertasche mit ein bis drei langen Hauptfächern, in denen die Rahmen nebeneinander liegen statt quer obenauf. Benannt wird sie nach der Fächerkapazität, im Sortiment stehen 3er, 6er, 9er und 12er nebeneinander. Gut jedes zehnte Modell hier ist ein Racketbag.
Reicht für Squash ein Rucksack?
Für einen Rahmen, Schuhe und Wechselwäsche ja, und gut ein Viertel der Auswahl besteht aus Rucksäcken. Einzelne Modelle von Tecnifibre und OLIVER haben zusätzlich ein eigenes Schlägerfach und ein Schuhfach, die Rucksäcke von Dunlop ein Schlägerfach. Eng wird es erst mit Ersatzrahmen, dann ist das Racketbag die bessere Wahl.
Passt ein Badmintonschläger in eine Squashtasche?
Ja. Der Badmintonrahmen misst nach BWF-Regel höchstens 680 Millimeter, der Squashrahmen nach WSF-Vorgabe 686. Eine Tasche reicht damit für beide, ein zweites Modell im Schrank erübrigt sich. Im Filter Sportart steht die große Mehrheit der Modelle hier zugleich bei Badminton, ein guter Teil davon zusätzlich bei Tennis.
Wozu dient ein Thermofach?
Es ist ein isoliertes Hauptfach und schirmt Rahmen und Saiten gegen Hitze und Kälte ab, so beschreibt es der Hersteller. Beim Squash bleibt die Tasche in der Halle, wo die Temperatur kaum schwankt. Zwingend ist das Fach hier also nicht, im Sortiment führen es nur einzelne Modelle.
Welche Tasche hat zwei getrennte Bodenfächer?
Die größeren Schlägertaschen. OLIVER nennt beim Gearbag Extend zwei getrennte Bodenfächer, die Schuhe und durchgeschwitzte Sachen von der sauberen Wäsche fernhalten, bei rund 55 Litern und etwa 75 Zentimetern Länge. Sporttaschen haben in der Regel ein einzelnes Bodenfach, das dann entweder für die Schuhe oder für das Nasse hergeht.
Welche Marken führen hier Schlägertaschen?
Dunlop, Victor, Tecnifibre und OLIVER, dazu einzelne Modelle von Prince. Die klassischen Sporttaschen, Rucksäcke und Beutel stellen Jako, Erima und hummel. Der Unterschied liegt weniger in der Marke als in der Bauart: Teamlinien setzen auf Volumen und Bodenfach, Schlägertaschen auf Fächerzahl und Rahmenlänge.

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