Squashsaiten kauft man entweder rahmenweise oder meterweise. Sets für die einzelne Bespannung und Rollen für die eigene Maschine liegen hier etwa gleich stark im Regal, die Rollen in drei Längen. Den größten Teil der Auswahl trägt Ashaway, gut ein Viertel Karakal, dazu kommen Tecnifibre, OLIVER, Prince und Dunlop. Danach entscheiden zwei Angaben: die Stärke, bei den allermeisten Modellen 1,15, 1,20 oder 1,25 Millimeter, und die Länge in der Packung.
Set, 110er Rolle oder die lange Rolle
Ein Set deckt genau eine Bespannung ab. Je nach Modell sind das 9 bis 12 Meter, und ein Set bleibt unter 20 Euro. Bei den Rollen gibt es drei Längen. Die 110-Meter-Rolle ist die häufigste, daneben stehen 200 und 220 Meter. Aus einer 110er kommen zehn bis zwölf Bespannungen, aus den langen Rollen rund zwanzig.
Beim Meterpreis liegt die Rolle fast immer vorn. Wo dasselbe Modell hier in beiden Formen steht, ist der Meter von der Rolle günstiger, mit einer einzigen Ausnahme. Dafür ist der Einsatz höher. Eine Rolle kostet ein Vielfaches dessen, was dasselbe Modell als Set kostet. Leer wird sie nur, wenn regelmäßig etwas davon heruntergeht, und bei einem Rahmen und zwei Wechseln im Jahr passiert das nicht.
| Wie oft bespannt wird | Welche Menge passt | Was dagegen spricht |
|---|---|---|
| ein bis zwei Wechsel im Jahr, ein Rahmen | Set, je nach Serie 9 bis 12 Meter | der Meterpreis liegt fast immer über dem der Rolle |
| eigene Maschine, mehrere Rahmen im Haushalt | 110-Meter-Rolle, zehn bis zwölf Bespannungen | der Einsatz beim Kauf ist ein Vielfaches |
| Trainingsgruppe über denselben Tisch | 200- oder 220-Meter-Rolle, rund zwanzig Bespannungen | lohnt nur, wenn die Saitenwahl feststeht |
| zwei Rahmen, dieselbe Saite in beiden | Rolle und dazu ein Set als Reserve im Schlägerfach | zwei Bestellzeilen statt einer |
| der Preis wiegt schwerer als die Nachbestellung | Auslaufmodell, knapp ein Fünftel des Bestands | irgendwann ist die Serie nicht mehr zu bekommen |
17 oder 18 gauge, und was das in Millimetern heißt
Ashaway rechnet in gauge, im Regal steht die Zahl in Millimetern. 18 gauge bedeutet 1,06 bis 1,15 Millimeter, 17 gauge 1,16 bis 1,25. Die Artikelnamen hier nennen 1,15, 1,20 und 1,25 Millimeter, das Sortiment sitzt also genau auf dieser Grenze. Ashaway bringt die Wahl auf eine Zeile: mehr Power heißt 18 gauge, mehr Kontrolle und Haltbarkeit heißt 17.
Praktisch wird die Zahl beim Nachbestellen. Karakal und Prince schreiben die Millimeter in den Artikelnamen, Ashaway die gauge-Nummer. Die Hot Zone Braided 120 misst 1,20 Millimeter, die Evolution 115 misst 1,15; beide heißen nach ihrer Stärke, bei den Nick-Serien steht sie nirgends im Namen. Wer nach zwei Jahren dieselbe Bespannung wiederhaben will, sucht deshalb besser über die Zahl. Was die Stärke im Saitenbett verändert und wie hart eine Saite aufgezogen werden darf, steht bei den Besaitungen für Squash.
Welche Serien im Regal stehen
Ashaway baut seine Nick-Serien in zwei Schichten. PowerNick und UltraNick tragen einen Zyex-Kern unter einer Nylon-Verschleißschicht, die ZX-Reihe dreht das um und legt die Zyex-Filamente als Schicht über einen Nylonkern. Ohne Zyex kommen SuperNick XL, XL Titanium und Liberty 17 aus, MultiNick 18 bindet sein Nylon-Multifilament in Polyurethanharz. Welche Faser außen liegt, entscheidet über den Abrieb an den Kreuzungspunkten; der ZX-Schicht schreibt der Hersteller mehr Haltbarkeit und einen besseren Spannungserhalt zu. Zulässig sind beide Wege, denn die World Squash Federation lässt für die Saite Darm, Nylon oder ein Ersatzmaterial zu und schließt allein Metall aus.
Karakal stellt die zweitgrößte Gruppe, vollständig aus der Evolution 115 und der Hot Zone Braided 120. Für die Hot Zone nennt der Hersteller 1,20 Millimeter, einen hochfesten Multifilamentkern und darüber eine geflochtene Außenlage mit texturierter Nanobeschichtung. Die 220-Meter-Rolle gibt es im ganzen Regal nur von ihr.
Tecnifibre steht für die 305, die X-One und die Dynamix VP, Prince für Lightning XX und Rebel Touch. Von OLIVER liegen SQ X5 Wave, SQ X9 und die MX1 F8, deren 200-Meter-Rolle den niedrigsten Meterpreis der ganzen Kategorie hat. Die Iconic Pro und die Silk kommen von Dunlop, also aus demselben Haus wie die Dunlop Squashschläger.
Was nach der Werksbespannung ansteht
Squashrahmen kommen fertig bespannt aus dem Karton, unbesaitet ist die Ausnahme. Der erste Saitenkauf fällt deshalb selten mit dem Schlägerkauf zusammen, sondern kommt dann, wenn die Werksbespannung durch ist. Bis dahin hat man einige Monate mit dem Rahmen gespielt und weiß meist schon, was einem fehlt. Welcher Rahmen darunter steckt, ändert an der Saitenwahl wenig. Wie breit die Auswahl ist, zeigen die Squashschläger.
Zweimal die Woche Halle und ein flacher, harter Schlag verschieben die Wahl zur dünneren Stärke oder zur ZX-Reihe mit ihrer Verschleißschicht. Ohne eigene Maschine geht der Schläger samt Wunschsaite in die Besaitung, wo Saite und Arbeit im selben Artikel stecken; die Nick-Serien stehen dort gesondert als Besaitungen Ashaway.
Läuft eine ganze Trainingsgruppe über denselben Tisch oder liegen mehrere Rahmen im Haushalt, ist die lange Rolle die einzige Form, die nicht ständig nachbestellt werden muss. Ein Set derselben Saite im Schlägerfach kostet wenig und rettet den Abend, an dem mitten im Spiel etwas reißt.
Warum die Farbe im Artikelnamen steht
Grün kommt in der Farbliste am häufigsten vor, dahinter Schwarz und Orange. Einzelne Saiten führen zwei Werte zugleich, grün/schwarz oder orange/blau, als Aufteilung des Sortiments taugt die Liste deshalb nicht. Auf den Schlag wirkt die Farbe nicht, auf die Nachbestellung schon: Dieselbe Serie liegt in mehreren Farben nebeneinander, und ohne den Farbzusatz landet leicht die falsche Rolle im Korb. Knapp ein Fünftel des Bestands sind Auslaufmodelle. Bei einer Rolle, die über Jahre reicht, wiegt die Nachbestellbarkeit schwerer als beim einzelnen Set.
Wer den Rahmen selbst aufzieht, hat ihn ohnehin in der Hand, und das ist der Moment für ein frisches Griffband. Ein durchgeschwitztes Band ist in zwei Minuten getauscht; die Rollen dafür liegen bei den Squashgriffbändern. Der Rest der Ausrüstung steht eine Ebene höher im Squashbereich.
Am Ende entscheidet, wie oft der Rahmen auf den Tisch kommt
Für wie viele Bespannungen reicht eine Rolle?
Eine 110-Meter-Rolle deckt zehn bis zwölf Rahmen ab, die 200- und die 220-Meter-Rolle rund zwanzig. Ablesen lässt sich das am Set derselben Saite: Was ein Modell dort abpackt, braucht es auch von der Rolle, und das sind je nach Serie 9 bis 12 Meter.
110-Meter-Rolle oder die lange Rolle?
Bei den beiden Serien, die es hier in mehreren Rollenlängen gibt, kostet die längere Rolle pro Meter weniger. Der Abstand ist aber kleiner als der zwischen Set und Rolle, und entscheidend bleibt, ob die Rolle überhaupt leer wird. Wer die passende Saite noch sucht, legt sich mit der langen Rolle für Jahre fest.
Dünne oder stärkere Squashsaite?
Dünn gibt Tempo, stark gibt Standzeit. In Millimetern sind das 1,15 gegen 1,25, in gauge 18 gegen 17. Den Ausschlag gibt meist die letzte Bespannung: Reißt sie regelmäßig früh, spricht das für die stärkere Saite. Verliert sie eher unbemerkt an Spannung, darf es dünner werden.
Welche Squashsaite eignet sich für Einsteiger?
Ein Nylon-Multifilament in 1,25 Millimeter, etwa eine SuperNick XL oder die Liberty 17. Beide verzeihen Treffer neben der Mitte und stecken den Kontakt mit der Seitenwand weg, und ein Set davon kostet wenig. Zyex und die dünnen Stärken lohnen erst, sobald der Schlag flach und hart wird.
Kann man eine Badmintonsaite im Squashschläger verwenden?
Besser nicht. Badmintonsaiten bleiben deutlich unter einem Millimeter und damit unter jeder Stärke, die hier liegt. Ein Squashball wiegt ein Vielfaches eines Federballs, und für diesen Zug ist die dünne Saite nicht gebaut. Am Regelwerk scheitert es nicht, an der Standzeit schon.












































