Squashschuhe stehen auf einem Boden, den die World Squash Federation hart, glatt und nur begrenzt federnd vorschreibt und der trotzdem sicheren Stand geben muss. Die Sohle muss in dieses schmale Fenster passen. Hier liegen Hallenschuhe von Puma, adidas und hummel neben den Squash-Linien von Salming, Asics und Victor, in Größen von 26 bis 50. Knapp ein Drittel weist Stabilität als Haupteigenschaft aus, ein Viertel Dämpfung. Kindergrößen beginnen unter 40 Euro, der Schwerpunkt liegt zwischen 50 und 80 Euro.
Was die Sohle auf diesem Boden leisten muss
Ein Einzelcourt misst zwischen den Spielflächen 9,75 Meter in der Länge und 6,40 Meter in der Breite. Auf dieser Fläche läuft sich niemand ein. Vom T aus geht es in vier Ecken, und jeder dieser Wege endet mit einem Ausfallschritt und einem Stopp. Die Last liegt dabei auf der seitlichen Kante der Sohle, und dort entscheidet sich, ob der Boden seinen Teil abgeben kann.
Dort sitzt bei einem Hallenschuh auch die Verstärkung. Victor legt unter das Fußgewölbe eine Stütze aus TPU, die Pronation und Verwindung bremst, und setzt an der Vorfußaußenseite ein zweites TPU-Element, das der Hersteller für den schnellen Richtungswechsel im Hallensport ausweist. Das sind gebaute Teile und keine Adjektive: Man sieht sie am Schuh und merkt sie im ersten tiefen Ausfallschritt.
Unter der Sohle entscheidet die Gummimischung. Ein Außenprofil ist für losen Belag gebaut, auf dem Court soll der Schuh dagegen sofort stehen. Dazu kommt die zweite Vorgabe des Verbands: Der Boden ist frei von Gummiabrieb, Staub und anderen Ablagerungen zu halten, weil diese die Rutschhemmung senken. Non-Marking bezieht sich dabei auf den Abrieb. Die Mischung nutzt sich ab wie jede andere, ihr Abrieb bleibt nur nicht auf dem Boden liegen.
| Situation im Ballwechsel | Was den Fuß dort hält | Wonach man im Regal sucht |
|---|---|---|
| Tiefer Ausfallschritt zur Vorderwand | feste Fersenkappe und verstärkte Außenwand halten den Fuß über der Sohle, wenn die Kante wegzukippen droht | Stabilität, der größte Block im Sortiment |
| Stopp aus vollem Lauf | die Zwischensohle nimmt den Stoß auf, der sonst über Ferse und Knie geht | Dämpfung und Komfort |
| Drehung in der Ecke | ein flexibler Vorfuß lässt den Fuß abrollen und wieder anschieben | Beweglichkeit |
| Rückweg zum T, Ballwechsel für Ballwechsel | weniger Masse am Fuß, kürzere Schrittfolge | Leichtigkeit |
| Eine Courtstunde pro Woche, dazu andere Hallensportarten | nichts überspitzt, dafür überall brauchbar | Allround |
Wer wie oft auf dem Court steht
Wer einmal in der Woche eine Stunde bucht, fährt mit einem Allround-Modell besser als mit einem spezialisierten. Sobald das Spiel länger dauert, kippt die Rechnung: Im dritten Satz lässt die Muskulatur nach, die den Fuß bis dahin geführt hat, und ab da arbeitet die feste Fersenkappe für sie mit. Der größte Teil des Regals ist als Herrenmodell ausgezeichnet, viele Modelle laufen allerdings unter mehreren Zielgruppen zugleich, weshalb sich die Filterwerte nicht addieren lassen. Die breiteste Auswahl liegt unter Squashschuhe Herren.
Bei Damenmodellen liegt die eigentliche Änderung im Leisten, soweit die Hersteller ihn getrennt entwickeln. Victor etwa schneidet seinen Damenleisten nach der Form des weiblichen Fußes, bogenförmig, mit schmalerer Ferse und angepasstem Verlauf des Fußbetts. Ein Herrenmodell in kleinerer Größe bringt diese Ferse nicht mit, und genau dort fängt das Rutschen im Stopp an. Die Auswahl steht unter Squashschuhe Damen. Bei Kindern läuft die Entscheidung zuerst über die Länge, und zwei Nummern Luft für das Wachstum rächen sich beim ersten Stopp, weil der Fuß dann im Schuh nach vorn schiebt; die kleinen Größen liegen unter Squashschuhe Kinder.
Ein Schuh, mehrere Hallensportarten
Fast alles in diesem Regal heißt im Shop Hallen-Indoorschuh, nur einzelne Modelle tragen Squash im Namen. Im Hallensport ist das der Normalfall. Dieselben Modelle laufen über mehrere Sportarten, weil die Sohle dort dieselbe Aufgabe hat und der Fuß dieselbe Kante belastet. Eine Kennzeichnung am Schuh gibt es dafür nicht. Der Verband regelt den Boden, und selbst dort verweist er auf die Norm für Hallenböden zur Mehrfachnutzung nur ersatzweise, wenn keine nationale Regel greift. Wer den Schuh beurteilen will, muss ihn also selbst in die Hand nehmen. Womit gespielt wird und welcher Ball dazugehört, steht im übrigen Squashbereich.
Passform, Pflege und der Moment zum Wechseln
Beim Anprobieren zählt der Ausfallschritt mehr als der Stand. Squash bremst den Fuß nach vorn ab, deshalb braucht der Zeh Platz und die Ferse Halt. Sitzt die Ferse locker, rutscht sie beim Stoppen mit und die Zehen laufen vorn an. Dazu gehört die Socke, die später auch gespielt wird: Eine gepolsterte Hallensocke trägt dicker auf als dünne Baumwolle. Passendes liegt in der Squashbekleidung.
Gepflegt wird zuerst die Sohle. Was draußen an Staub in die Gummimischung gerät, sitzt dort fest, nimmt der Mischung ihren Halt und landet anschließend auf dem Boden, den der Verband sauber verlangt. Deshalb wird das Paar erst in der Halle angezogen und getrennt vom Rest transportiert, wofür das Schuhfach einer der Squashtaschen reicht. Verschlissen ist so ein Schuh lange, bevor er kaputt ist. Das Zeichen steht unter der Innenkante: Wo der Fuß beim Ausfallschritt abschert, wird die Mischung zuerst blank, und ab da schiebt der Schuh im Stopp weiter, als er soll.
Ganzjährig auf dem Court
Squash kennt keine Hallensaison, weil es die Halle nie verlässt. Der Court wird stundenweise gebucht, im Juli wie im Januar, und die Sohle bekommt entsprechend keine Pause. Der Verschleiß hat damit keinen festen Termin. Statt einmal im Herbst vor der Punktspielrunde lohnt der Blick unter die Sohle alle paar Monate. Weil die Fläche stundenweise vergeben wird, spielt außerdem vor und nach einem selbst jemand anders darauf. Was der Vorgänger an Staub hereinträgt, liegt beim eigenen ersten Stopp noch da, und ein abgelaufenes Paar meldet das als Erstes.
Squash-Spezialisten und Mehrsportmarken
Über die Hälfte des Sortiments stellen Puma und adidas Performance, dazu kommt hummel als dritte Marke aus dem allgemeinen Hallensport. Gut ein Fünftel kommt von Marken aus dem Schlägersport: Salming, Victor, Karakal, Eye Rackets, Kanso und OLIVER. Diese zweite Gruppe erkennt man an den Serien. Salming stellt Eagle und Recoil Ultra auf Stabilität, Recoil Strike und Viper auf Leichtigkeit und Beweglichkeit, und schreibt die Eigenschaft bei jedem Modell in den Artikelnamen. Eye Rackets baut die S-Line, Kanso die Modelle DragonFly und Takumi. Asics steht zwischen den Gruppen: Die Marke kommt aus dem Hallensport insgesamt, führt hier aber auch einen Schuh, der Squash ausdrücklich im Artikelnamen trägt.
Unter 40 Euro liegen fast nur Kindergrößen, für Erwachsene beginnt das Regal darüber. Zwischen 50 und 80 Euro liegt sein Schwerpunkt, nach oben wird die Schicht dünner. Was sonst in die Tasche gehört, von der Sprunggelenkbandage bis zum Handtuch, steht im Squashzubehör.
Häufige Fragen zum Schuh für den Court
Muss die Sohle wirklich glatt sein?
Ohne Stollen, ja. Was aus ein paar Schritten Entfernung glatt aussieht, trägt aus der Nähe feine Rillen oder ein Saugnapfmuster. Wichtiger als das Muster ist die Gummimischung, und die muss non-marking sein, also beim Bremsen nichts auf dem Boden zurücklassen. Auf die Farbe kommt es dabei nicht an, dunkle Sohlen können ebenso non-marking sein wie helle.
Was unterscheidet sie vom Tennisschuh?
Die Sohle und ihre Aufgabe. Ein Tennisschuh für Sand ist auf kontrolliertes Rutschen über losen Belag ausgelegt und braucht dafür Profil. Auf dem glatten Hallenboden soll der Schuh dagegen sofort stehen. Dazu kommt: Die Außensohle eines Schuhs für draußen hinterlässt auf dem Court Streifen.
Taugt der Schuh für andere Hallensportarten?
Ja, sofern die Sohle passt und der Schuh seitlich hält. Fast das ganze Regal hier heißt im Shop Hallen-Indoorschuh, und dieselben Modelle laufen in Badminton, Handball oder Volleyball. Eine Norm-Kennzeichnung am Schuh, an der man das ablesen könnte, gibt es nicht; geregelt ist der Hallenboden, nicht das Schuhwerk.
Sind alle Modelle für jeden Hallenboden geeignet?
Solange der Schuh die Halle nicht verlassen hat, ja. Die World Squash Federation verlangt, dass der Court frei von Gummiabrieb, Staub und Ablagerungen bleibt, weil solche Rückstände die Rutschhemmung senken. Ein Schuh, der von draußen kommt, bringt genau das mit und rutscht dann auf dem eigenen Dreck.
Wie findet man die richtige Größe?
Über die Nummer der Marke, nicht über die aus dem Straßenschuh. Die Größenleiter im Regal läuft nicht durchgehend: Neben ganzen und halben Nummern stehen Drittelgrößen wie 42 2/3 oder 44 2/3, weil die Hersteller unterschiedliche Leisten führen. Wer zwischen zwei Nummern liegt, prüft den Fersensitz. Rutscht die Ferse beim Stoppen mit, ist der Schuh zu groß.
Ab welcher Größe gibt es Kindermodelle?
Ab Größe 26. In den kleinen Größen entscheidet die Länge fast allein, darüber kommen Fersenhalt und Dämpfung dazu. Luft für das Wachstum kostet genau den Halt, den der Schuh im Stopp liefern soll. Eine Nummer mehr für ein halbes Jahr ist die Grenze.