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Besaitungen Squash sind fertige Bespannungen: Die Saite steckt im Artikel, aufgezogen wird der Rahmen im eigenen Haus. Die Mehrzahl der Saiten kommt von Ashaway, dazu treten Tecnifibre und Oliver. Die Stärken reichen von 1,10 bis 1,25 Millimetern, und die Preise liegen eng beieinander. Ausgewählt wird deshalb nach dem Material und nach der Stärke, denn Zyex und Nylon vertragen nicht dieselbe Spannung.



Zwei Materialfamilien: Zyex und Nylon


Ashaway legt für die eigenen Modelle offen, woraus sie bestehen. PowerNick 18 ist ein Zyex-Monofilament mit 1,15 Millimetern, UltraNick 18 ein Zyex-Multifilament derselben Stärke, UltraNick 17 dasselbe in 1,25. Die Zahl im Namen ist die amerikanische Gauge-Angabe: 18 steht für 1,15 Millimeter, 17 für 1,25. Auf der Nylonseite stehen MultiNick 18, ein Nylon-Multifilament mit Polyurethanharz, und SuperNick XL Micro als reines Nylon-Multifilament. Dazwischen liegt die ZX-Reihe, ein Nylon-Multifilament mit einer Verschleißschicht aus Zyex. Der Hersteller schreibt ihr zwei Wirkungen zu: Die Schicht erhöht Haltbarkeit und Spannungserhalt, die angeraute Oberfläche hilft beim Schneiden des Balls.


Der Unterschied bleibt nicht im Datenblatt. Zyex wird laut Hersteller mit 10 bis 15 Prozent weniger Spannung aufgezogen als herkömmliches Nylon. Übernimmt man die gewohnte Härte vom Nylon, spannt man eine Zyex-Saite also zu hart, und das Saitenbett wird stumpfer als beabsichtigt. Für Tecnifibre und Oliver liegt keine vergleichbare Herstellerangabe vor. Bei den Tecnifibre-Modellen ist die Stärke wenigstens über die Variante des Artikels zu sehen, bei der SQ X9 von Oliver fehlt auch die.



Stärke und Spannung sind ein Tausch


Stärke und Spannung greifen an derselben Stelle an, im Saitenbett. Bei Ashaway liest sich das so: Dünne Saiten und niedrige Spannung machen das Saitenbett nachgiebiger, es entsteht mehr Trampolineffekt und damit mehr Kraft. Dicke Saiten und hohe Spannung machen es steifer, die flachere Fläche hilft bei der Ballkontrolle. Bei der Standzeit ist die Sache eindeutig. Gleicher Aufbau vorausgesetzt, hält die dickere Saite länger. Die dünnere muss weiter gedehnt werden, um dieselbe Spannung zu erreichen, und verliert sie deshalb auch schneller wieder. Die gängigen Stärken im Sortiment sind 1,15 und 1,25 Millimeter, einzelne Modelle bieten Zwischenwerte als Variante an. Zwischen den beiden Eckwerten liegt ein Zehntelmillimeter. Im Schlag ist der Abstand deutlich größer.










SaiteWas sie im Saitenbett verändertPasst zu
1,15 mm, Gauge 18, die dünne Stärkenachgiebigeres Saitenbett, mehr Trampolineffekt und TempoSpieler mit sauberem Treffpunkt, die Druck aus der Bespannung holen
1,25 mm, Gauge 17, die dicke Stärkesteiferes, flacheres Saitenbett, mehr Kontrolle über die LängeVielspieler und alle, die häufig Saiten durchscheuern
Zyex, mono oder multifilwird 10 bis 15 Prozent weicher gespannt als NylonRahmen, für die der Hersteller eine niedrige Spannung freigibt
Nylon-Multifilamentbraucht die höhere Spannung, weil es nach dem Aufziehen nachgibtSpieler, die straff gespannt gewohnt sind
Nylon mit Zyex-Verschleißschichtmehr Haltbarkeit und Spannungserhalt, angerauter Mantel für den SchnittVereinstraining, viel geschnittene Bälle


Wie hart ein Squashrahmen gespannt werden darf


Was am Rahmen überhaupt bespannt werden darf, legt der Weltverband fest. Die Racket Specification der World Squash Federation nennt als Höchstmaße 255 Gramm Gewicht, 686 Millimeter Länge, 215 Millimeter Breite quer zum Schaft und 500 Quadratzentimeter bespannte Fläche. Für die Saite schreibt sie Darm, Nylon oder ein Ersatzmaterial vor, Metall ist ausgeschlossen. Erlaubt sind zwei Lagen, abwechselnd verflochten oder an den Kreuzungen verbunden, und die Saitenenden gehören im Rahmenkopf versenkt oder unter ein fest angebrachtes Schutzband. Wie innerhalb dieser Maße gespannt wird, lässt die Regel offen.


Die Dichte der Bespannung gibt der Rahmen vor. Bei den Squashschlägern reicht die Zahl der Längssaiten von zwölf bis sechzehn, am häufigsten steht im Besaitungsbild 14x18. Damit ist bereits vor der ersten Öse festgelegt, wie viele Kreuzungspunkte entstehen und wie viel Saite ein Kopf aufnimmt.


Die Spannung selbst hängt am Material und am einzelnen Modell. Ashaway empfiehlt Amateuren für Nylon-Multifilament 28 bis 32 lbs, also rund 12,7 bis 14,5 Kilogramm, und für Zyex 24 bis 28 lbs, rund 10,9 bis 12,7 Kilogramm. Darüber steht die Höchstspannung der Saite: UltraNick 18 verträgt 13,5 Kilogramm, UltraNick 17 und SuperNick ZX Micro je 16, SuperNick ZX 18. Dazu kommt, was der Schlägerhersteller für den einzelnen Rahmen freigibt, sofern er dazu eine Angabe macht. Gespannt wird nach dem niedrigsten dieser Werte.



Welche Bespannung zu welchem Spiel passt


Einmal die Woche nach Feierabend fährt man mit der dickeren Nylonstärke am ruhigsten. Der gelegentliche Kontakt mit der Seitenwand macht ihr weniger aus, und die kürzere Standzeit der dünnen Saite zahlt sich bei dieser Frequenz nicht aus.


Im Vereinstraining zweimal die Woche ist selten der Riss das Problem, sondern der Abrieb an den Kreuzungspunkten. Dagegen hilft die Verschleißschicht der ZX-Reihe, die gebündelt bei den Besaitungen Ashaway steht. Wer dort ohnehin viel schneidet, nimmt den angerauten Mantel gleich mit.


Im Ligaspiel sitzt der Treffpunkt, und dann zählt, was die Bespannung zurückgibt. Dort führt der Weg zur dünnen Stärke, bei Zyex mit entsprechend weicherer Spannung. Der Preis dafür ist die kürzere Standzeit, und die fällt hier weniger ins Gewicht, weil ohnehin häufiger neu aufgezogen wird.


Squashrahmen werden überwiegend fertig bespannt verkauft, auch die Dunlop Squashschläger. Ab Werk sitzt darin eine Saite, die der Hersteller ausgesucht hat und nicht der Spieler. Spätestens wenn sie durch ist, wird die zweite Bespannung zur eigenen Entscheidung.



Fertige Bespannung oder Saite von der Rolle


Dieselbe Saite gibt es zweimal: hier als Arbeit am Rahmen, mit dem Namen der Saite im Artikel, und als Meterware auf der Rolle oder im Set bei den Squashsaiten. Der Weg über die Rolle rechnet sich, sobald eine eigene Maschine im Haus steht oder mehrere Vereinsrahmen regelmäßig durchlaufen. Bei ein oder zwei Rahmen im Jahr steht dem Preisvorteil eine Rolle gegenüber, von der das meiste liegen bleibt.



Wann die Bespannung fällig ist


Die Spannung entscheidet auch darüber, wie eine Bespannung endet. Straff gespannt und hart geschlagen reißt die Saite eher. Weich gespannt arbeiten die Saiten gegeneinander und scheuern sich an den Kreuzungen durch. Das eine passiert schlagartig, das andere über Wochen und ist am Muster zu sehen, lange bevor es so weit ist.


Häufiger als beides ist der leise Fall: Die Bespannung verliert Spannung, ohne dass etwas kaputtgeht. Erkennbar wird das am dumpfen Treffpunkt und daran, dass der Ball trotz sauberem Schlag nicht mehr an die Rückwand kommt. Zum Bild gehört auch der Griff. Rutscht er, drückt die Hand stärker zu und der Schlag verliert an Sauberkeit, lange bevor die Saite schuld ist. Ein frisches Band aus den Squashgriffbändern ist schneller gewechselt als eine Bespannung.



Marken, Serien und Farben


Den Kern des Sortiments stellt Ashaway, mit PowerNick, UltraNick, MultiNick und der SuperNick-Reihe von XL bis ZX. Tecnifibre steuert X One, Dynamix VP und die 305 bei, dazu kommt die SQ X9 von Oliver. Schwarz ist die häufigste Farbe, dahinter folgen Grün und Orange, vereinzelt stehen Blau, Gelb und Rot daneben. Den Ausschlag für den Preis gibt vor allem die Saite, die aufgezogen wird, und deren Spanne ist schmal. Was sonst zur Sportart gehört, steht im Squashbereich.



Kosten, Härte und Wechselintervall


Was kostet es, einen Squashschläger bespannen zu lassen?


Die Preisklasse liegt unter 30 Euro, und die Spanne dazwischen ist schmal. Welche Saite in einer Bespannung steckt, steht im Namen des Artikels, und sie bestimmt den Preis stärker als alles andere. Die Saite gehört zum Artikel, eine zweite Bestellung entfällt.


Wie hart lässt man einen Squashschläger bespannen?


Das Material setzt die Grenze, nicht der Spielertyp. Für Nylon-Multifilament nennt Ashaway ein höheres Fenster als für Zyex, und zu straff gespanntes Zyex spielt sich tot: Das Saitenbett wird so steif, dass sich seine Härte im Schlag nicht mehr nutzen lässt. Über allem steht die niedrigste freigegebene Spannung.


In welchen Abständen sollte man seinen Squashschläger neu bespannen lassen?


Ashaway rechnet mit so vielen Bespannungen in der Saison, wie man in der Woche spielt. Bei drei Terminen pro Woche sind das drei Bespannungen in der Saison. Den Saisonstart empfiehlt der Hersteller ausdrücklich auch dann, wenn die Saite noch hält. Weil Squash ganzjährig in der Halle läuft, ist damit der eigene Rundenstart gemeint.


Wie lange hält eine Squashsaite?


Eine Frist nennen weder der Verband noch die Hersteller. Bestimmend sind Stärke, Material und Spannung. Die dickere Saite hält bei gleichem Aufbau länger, die dünnere verliert schneller Spannung, weil sie dafür weiter gedehnt werden muss. Aufgebraucht ist eine Bespannung, sobald der Treffpunkt dumpf wird, nicht erst beim Riss.