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Ein Schlafsack wird über die Temperatur gewählt, für die er gebaut ist, nicht über die Jahreszeit der Reise. Wo ein Komfortwert hinterlegt ist, liegt er zwischen 0 und 15 °C, die Extremwerte reichen bis -12 °C. Nicht jedes Modell trägt so einen Wert: Bei den Millet-Säcken stehen im Datenblatt Isolation, Maße und Packmaß. Einzelne Modelle sind eigens für Frauen entwickelt.



Woran sich eine kalte Nacht entscheidet


Der Komfortwert nennt die tiefste Temperatur, bei der eine Normperson entspannt durchschläft. Darunter liegt der Grenzwert, den einzelne Modelle zusätzlich ausweisen, hier mit 2 °C und 4 °C. Ganz unten steht der Extremwert, und der beschreibt eine Notlage, kein Planungsmaß.


Die Wärme kommt aus der Füllung. Die dickste im Sortiment liegt bei 300 g/m² Hohlfaser, die dünnste bei 200 g/m² Polyesterfaser, und der Unterschied schlägt sich im Gewicht nieder: 1490 g gegen 940 g. Bei den Millet-Modellen sitzt außen Ripstop-Polyamid mit 40 Denier und PFC-freier Ausrüstung, an der Kondenswasser vom Zeltdach abperlt. Wer tragen muss, schaut zuletzt aufs Gewicht: Die Angaben reichen von 200 g beim Baikal Linker bis 1,5 kg.



Welcher Sack zu welcher Nacht passt


Für den Sommer auf dem Campingplatz reicht ein Komfortwert zwischen 5 und 15 °C, passend zu allem, was unter einem der Kuppelzelte Platz hat.


Auf Tour zählt das Packmaß. Die leichten Millet-Modelle kommen auf 20 x 15 cm und bleiben unter einem Kilo, das kleinste Maß liegt bei 24 x 13 cm. Einen Kompressionssack führen die Nils-Camp-Säcke mit, die zwischen 1180 und 1490 g wiegen. Lampe und Kocher dazu stehen im Campingzubehör.


Am Standplatz mit dem Auto spielt Gewicht keine Rolle. Dort trägt das größte Außenmaß mit 220 x 80 cm, dazu ein Sitzplatz aus dem Regal der Campingstühle.



Temperaturklassen im Überblick









MerkmalWirkungFür wen
Komfort 5 bis 15 °CFüllung 200 g/m², 940 g ProduktgewichtHochsommer, Festivalwochenende
Komfort 0 bis 12 °CFüllung 250 g/m², Kompressionssack dabeiWochenendtour im Zelt
Komfort 0 bis 10 °Cdickste Füllung mit 300 g/m², 1490 gspäte Saison, unbeheizte Hütte
Extremwert -2 bis 0 °CReserve für eine Nacht, kein Planungswertwer Kleidung anbehält
Extremwert bis -12 °CReserve eines Sommermodells, kein Winterwertniemand plant damit


Woher die Modelle kommen


Millet stellt den größten Teil, Nils Camp bedient die günstigere Hälfte, Regatta liegt dazwischen. Los geht es unter 20 Euro, der Schwerpunkt liegt zwischen 30 und 50 Euro. Wer zwischen zwei Temperaturklassen schwankt, schreibt uns an service@tennistown.de. Der Rest des Lagers steht in der Campingausrüstung.



Wann welcher Sack gefragt ist


Ab den ersten warmen Wochenenden gehen die leichten Modelle, weil die Nächte selten unter 10 °C fallen. Mit dem Spätsommer kippt es: Wer dann noch draußen schläft, braucht den Komfortwert um 0 °C, den er im Juli für übertrieben hielt.



Länge, Maße und Wäsche


Die Größen laufen über die Körpergröße, bis 175 cm und bis 185 cm decken das meiste ab. Die Außenmaße reichen von 170 x 70 cm bei den Kindermodellen bis 220 x 80 cm. Ein zu langer Sack heizt leeren Fußraum mit auf, ein zu kurzer drückt die Füllung flach. Gewaschen wird selten und schonend, gelagert locker, nicht im Kompressionssack.



Fragen, die vor der ersten Nacht aufkommen


Was sagt die Komforttemperatur aus?


Der Wert nennt die tiefste Temperatur, bei der eine Normperson ohne Frieren durchschläft, bei den Modellen mit Angabe zwischen 0 und 15 °C. Der Extremwert daneben beschreibt nur, was sich eine einzelne Nacht überstehen lässt.


Was bedeutet Reißverschluss links oder rechts?


Die Millet-Baikal-Modelle stehen als Gauche mit Öffnung links und als Droite mit Öffnung rechts im Regal, dazu kommt ein Sack mit Zwei-Wege-Reißverschluss, der sich auch am Fußende öffnen lässt.


Wie klein lässt sich ein Schlafsack packen?


Die leichten Millet-Modelle kommen auf etwa 20 x 15 cm, das kleinste Maß liegt bei 24 x 13 cm, die dicker gefüllten bei 40 x 20 cm. Entscheidend ist die Füllmenge, nicht die Kraft am Zugband.


Braucht es eine Unterlage darunter?


Ja. Unter dem Körper wird die Füllung plattgedrückt und isoliert kaum noch, die Kälte kommt von unten durch. Die Temperaturangaben der Hersteller setzen eine gut isolierende Isomatte voraus, ohne sie wird der Komfortwert nicht erreicht.