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Outdoortaschen stehen hier in über 120 Modellen, mehr als hundert davon sind Rucksäcke. Der Rest verteilt sich auf Gürteltaschen, einzelne Reise- und Kühltaschen und eine Tasche mit Rollen. Die Spanne reicht vom Alltagsrucksack für den Weg zur Arbeit bis zum Trekkinggepäck für mehrere Tage am Stück. Sortiert wird nach Einsatzzweck und Fächeraufteilung, denn daran entscheidet sich, ob eine Tasche zur geplanten Tour passt.



Für welche Touren die Modelle gedacht sind



Wer mehrere Tage unterwegs ist und Schlafsack, Wechselkleidung und Verpflegung selbst trägt, greift zu den Trekkingmodellen. Gut vierzig Rucksäcke sind dafür ausgewiesen, darunter der Ubic und der Trekkingrucksack Seneca Air von Millet, beide mit vierzig Litern, sowie der Kjolen von Nils Camp, der auf Tages- und Mehrtagestouren ausgelegt ist. Für die Tagestour im Mittelgebirge, bei der Regenjacke, Brotzeit und Flasche mitgehen, reicht deutlich weniger Volumen. Die Wanderrucksäcke stellen mit über fünfzig Modellen die größte Gruppe, und Jack Wolfskin deckt davon einen erheblichen Teil ab. Die Daypacks von Bergans liegen mit achtzehn bis vierunddreißig Litern genau in diesem Bereich, mehrere davon sind im Namen ausdrücklich für Tagestouren ausgewiesen. Wer die Tasche vor allem im Alltag braucht, im Büro, an der Uni oder auf dem Rad, findet bei Dakine die schmaler geschnittenen Rücken mit gepolstertem Innenfach für Laptop oder Tablet. Für Kinder gibt es eigene, kürzer gebaute Rucksäcke, einige davon ausdrücklich für Drei- bis Sechsjährige.



Worauf es beim Rucksackkauf ankommt



Entscheidend ist die Rückenlänge, nicht die Körpergröße. Gemessen wird vom siebten Halswirbel bis zum Beckenkamm, und ein Rucksack sitzt nur dann richtig, wenn der Hüftgurt genau auf diesem Beckenkamm aufliegt. Dort landet bei einem gut eingestellten Trekkingmodell der größere Teil der Last, die Schultern führen ihn nur noch. Bei Tagesrucksäcken übernimmt oft ein schmaler Beckengurt diese Aufgabe, was für zehn Kilometer ausreicht, für dreißig aber nicht.



Der zweite Punkt ist der Zugang zum Hauptfach. Ein Toplader schließt schnell und bleibt dicht, zwingt aber zum Auspacken, wenn die Regenjacke unten liegt. Ein Frontzugang öffnet den Rucksack wie einen Koffer und spart auf der Hütte Zeit. Dazu kommt das Leergewicht: Jedes zusätzliche Kilo Tragesystem schleppt man den ganzen Tag mit, deshalb sind die stabil gepolsterten Trekkingrucksäcke schwerer als ein einfacher Wanderrucksack mit gleichem Volumen. Auf langen Gehstrecken hängen Last auf dem Rücken und Halt am Fuß zusammen, deshalb probiert man die Tasche am besten gleich mit den Wanderschuhen an.



Fächeraufteilung im Vergleich











AusstattungWirkungpasst zu
1 Hauptfachein durchgehender Raum ohne Trennwand, das Volumen lässt sich vollständig ausnutzenTrekking und Hüttentouren, wo Schlafsack und Kleidung am Stück verstaut werden
2 HauptfächerBodenfach getrennt zugänglich, Nasses bleibt vom Trockenen wegTouren mit Regen oder Schnee, Wechselkleidung nach der Etappe
2 SeitenfächerFlasche und Karte bleiben ohne Absetzen erreichbarWanderungen mit kurzen, häufigen Pausen
1 Accessoire FachSchlüssel, Geldbörse und Telefon liegen im eigenen ReißverschlussfachAlltag, Pendeln, Fahrrad
2 Accessoire FächerKleinteile bleiben getrennt, Nasses und Schmutziges kommt nicht zum Telefonlängere Anreisen, Fotoausrüstung, Touren mit Kindern
thermoisolierteigenständige Kühlerucksäcke und eine Kühltasche, die isolierte Wandung hält Getränk und Proviant länger kaltSommertouren, Radausfahrten, Arbeitswege mit Verpflegung


Größe, Sitz und Pflege



Rucksäcke werden nach Volumen in Litern geführt, die Passform hängt aber an der Rückenlänge. Viele Trekkingmodelle lassen sich hier verstellen, Tagesrucksäcke meist nicht, weshalb sich der Griff zum Kindermodell für schmale Rücken oft lohnt. Der Hüftgurt sollte sich schließen lassen, ohne dass die Polster vorne aneinanderstoßen, und die Lastkontrollriemen an den Schultern sollten den Rucksack schräg nach hinten oben an den Körper ziehen, nicht senkrecht nach unten.



Gewaschen wird von Hand mit lauwarmem Wasser und Feinwaschmittel, Weichspüler bleibt weg, weil er die Beschichtung der Innenseite angreift. Waschmaschine und Trockner ruinieren Tragesystem und Nähte. Reißverschlüsse halten länger, wenn man den Sand aus den Zähnen bürstet, bevor man sie bewegt. Ersatzgurte, Regenhüllen und Packbeutel führen wir im Outdoorzubehör.



Wann welche Tasche gebraucht wird



Die Nachfrage folgt der Gehsaison. Sobald die Wege im Frühjahr trocken sind, gehen die mittelgroßen Wanderrucksäcke, weil die Tagestour vor der Mehrtagestour kommt. Über den Sommer verschiebt sich das Bild zu leichten Modellen und zu den thermoisolierten Fächern, die auf der Radrunde das Getränk kühl halten. Im Spätsommer und frühen Herbst greifen Fernwanderer zu den großen Trekkingrucksäcken, deren Volumen erst dann nötig wird, wenn Zelt und Schlafsack mitgehen. Im Winter fragen Skitourengeher die schmalen Winter-Wanderrucksäcke von Mammut und Salewa nach, die mit achtzehn bis sechsundzwanzig Litern auf den Aufstieg zugeschnitten sind. Die Gürteltasche geht das ganze Jahr über, weil sie unter der Jacke Platz für Ausweis und Telefon lässt. Der Alltagsrucksack läuft ohnehin durch, mit einer spürbaren Spitze zum Schuljahresbeginn.



Marken, Serien und Preisklassen



Jack Wolfskin stellt rund ein Drittel der Modelle, Millet kommt auf knapp zwanzig. Dakine steuert neun Alltags- und Radrucksäcke bei und dazu den größten Teil der Gürteltaschen. Weiter im Sortiment stehen die günstigen Wander- und Kühlerucksäcke von Nils Camp, die Reise- und Wanderrucksäcke von Tropicfeel und bei Salewa die Skitourenmodelle samt Kindertrage, dazu einzelne Stücke von Mammut, Tatonka, Napapijri und Odlo. Preislich beginnt die Auswahl bei den einfachen Nils-Camp-Rucksäcken um dreizehn Euro, der Schwerpunkt liegt bei den Wander- und Alltagsrucksäcken im mittleren zweistelligen Bereich, und nach oben reichen die Reise- und Mehrtagesmodelle bis knapp 250 Euro, wo auch die Kindertrage steht. Bekleidung und Ausrüstung für dieselben Touren stehen im Outdoor-Bereich.



Häufige Fragen zu Outdoortaschen



Woran erkennt man einen Rucksack für mehrere Tage?


An drei Bauteilen: einem gepolsterten Hüftgurt, der die Last auf das Becken bringt, einem verstellbaren oder in der Länge passenden Rückensystem und einem Hauptfach, das Schlafsack und Isomatte aufnimmt. Fehlt der feste Hüftgurt, ist das Modell für die Tagestour gedacht, auch wenn das Volumen groß wirkt.



Was können die thermoisolierten Modelle?


Isoliert gebaut sind hier drei Artikel: zwei Kühlerucksäcke mit fünfzehn und fünfundzwanzig Litern und eine Kühltasche mit zweiunddreißig Litern. Die isolierte Wandung bremst den Temperaturaustausch, sodass ein gekühltes Getränk oder belegte Brote einige Stunden kalt bleiben, mit Kühlakku deutlich länger. Die Grenze liegt nicht in der Bauart, sondern in der Dauer: Für die Radrunde, den Arbeitsweg oder den Tag am See reicht es, für ein Wochenende ohne Nachkühlen nicht.



Wann ist eine Gürteltasche die bessere Wahl?


Immer dann, wenn nur Ausweis, Schlüssel und Telefon mitmüssen und die Hände frei bleiben sollen. Die Gürteltasche sitzt eng am Körper, stört unter einer Jacke kaum und wackelt beim Laufen weniger als ein halbleerer Rucksack. Für Verpflegung und Regenjacke wird es darin schnell zu knapp.



Unterscheiden sich Damen- und Herrenmodelle wirklich?


Ja, und zwar an der Geometrie. Damenmodelle sind kürzer im Rücken gebaut, die Schultergurte laufen enger und stärker gebogen, der Hüftgurt ist auf ein anderes Becken geformt. Ein Teil der Auswahl ist als Unisex geführt und passt beiden, sofern die Rückenlänge stimmt.



Wie reinigt man einen Rucksack richtig?


Von Hand, mit lauwarmem Wasser, weicher Bürste und wenig Feinwaschmittel, danach offen und hängend trocknen lassen. Waschmaschine, Trockner und Weichspüler beschädigen Polster, Nähte und Innenbeschichtung. Salz vom Schweiß am Hüftgurt spült man am besten nach jeder längeren Tour aus.