Nils Camp Rucksäcke decken den preisgünstigen Teil unserer Outdoortaschen ab: Tages- und Tourenmodelle zwischen 12 und 45 Litern, dazu einzelne thermoisolierte Ausführungen mit PEVA-Isolierschicht. Die Preise bleiben zweistellig, der Schwerpunkt liegt unter 30 Euro. Für den ersten eigenen Rucksack reicht das, für den zweiten neben dem großen Tourenmodell erst recht.
Volumen und wofür es reicht
| Volumen | Was das heißt | Passt zu |
| 12 bis 15 Liter | schmaler Zuschnitt, das Laufmodell wiegt 350 Gramm | Laufrunde, kurze Radtour |
| 20 bis 22 Liter | 210 Gramm beim leichten Tagesrucksack, rund ein Kilo beim verstärkten 20-Liter mit Stahlanteil | Schulweg, Stadt, kurze Radrunde |
| 25 Liter | Hauptfach plus Seitenfächer, rund 500 bis 530 Gramm | Tagestour mit Verpflegung und Regenjacke |
| 30 Liter | Hüftgurt von 14 bis 90 Zentimeter, Stockhalter, 900 Gramm | lange Tagestouren, Aufstieg zur Hütte |
| 40 bis 45 Liter | Höhe 50 bis 60 Zentimeter, leer 1.000 bis 1.100 Gramm | verlängertes Wochenende ohne Koffer |
Die 32 Liter im Regal gehören nicht zu dieser Staffel: Dahinter steht eine Kühltasche, kein Tragesystem.
Was in dieser Preisklasse den Ausschlag gibt
Die Datenblätter nennen 210D-Nylon beim 25-Liter-Tagesrucksack und 420D-Polyester beim leichtesten Modell im Regal, dazu 300D-Oxford und R-PET 600D, also recyceltes Polyester, bei den Kühlvarianten. Ein Modell trägt eine PVC-Beschichtung, bei einem anderen steht eine Wasserfestigkeit von 1.000 Millimetern im Datenblatt. Gegen Nieselregen hilft beides, eine Regenhülle ersetzt es nicht. Wichtiger als das Gewebe ist der Gurtzug: Beim 30-Liter-Modell reicht der Hüftgurt von 14 bis 90 Zentimeter und der Brustgurt von 10 bis 30 Zentimeter, bei den beiden 40-Litern geht die Hüfte bis 80 und die Brust bis 34 Zentimeter. Das Nils-Vent-System überzieht Rücken und Schultergurte mit Netzstoff, sodass das Material nicht direkt auf der Haut liegt und die Luft besser durchzieht. Wie eine Stufe darüber gebaut wird, zeigen Jack Wolfskin und Dakine.
Wann welches Modell passt
Wer Verpflegung kalt halten will, greift zu den drei thermoisolierten Ausführungen, zwei davon als Rucksack mit 15 und 25 Litern, eine als Tasche mit 32 Litern. Die PEVA-Schicht hält eine Brotzeit über den Vormittag, ohne dass eine separate Kühltasche mit muss. Für die Wanderung mit Stockeinsatz lohnt der Blick auf das 30-Liter-Modell mit Stockhalter und weit verstellbarem Hüftgurt, weil die Last dann auf der Hüfte liegt statt auf den Schultern. Und wer ein paar Tage ohne Koffer unterwegs ist, nimmt die 40- bis 45-Liter-Klasse. Alpinistisch wird es eine Etage höher bei Millet.
Wie die Modellnamen zu lesen sind
Jeder Artikelname trägt einen Modellcode, eine NC- oder CBT-Nummer. Der Code sagt nichts über die Größe. Das Volumen steht als freie Literzahl daneben, meist am Ende des Namens. Zusätze wie Nils-Vent bezeichnen ebenfalls kein Maß, sondern die Ausstattung. Zwei Modelle mit derselben Literzahl können sich im Tragesystem also deutlich unterscheiden.
Preislage und Auswahl
Das Regal ist auf Einsteiger und Zweitrucksäcke zugeschnitten und bleibt unter 55 Euro. Farblich führen Blau und Grün, Schwarz und Grau stehen daneben. Acht Modelle sind als Herrenartikel geführt, eines als Damenmodell. Das übrige Regal steht unter Outdoortaschen.
Nachgefragt zu Nils Camp
Wie viele Liter braucht man für eine Tagestour?
25 Liter fassen Verpflegung, Regenjacke und ein Wechselshirt. Wer eine Hüttenübernachtung plant, sollte auf 40 Liter gehen, sonst hängt am Ende die Hälfte außen am Rucksack.
Sind die Rucksäcke wasserdicht?
Nein. Ein Modell ist mit PVC beschichtet, bei einem anderen weist das Datenblatt 1.000 Millimeter Wasserfestigkeit aus. Das reicht für Nieselregen. Bei Dauerregen gehört eine Regenhülle darüber, und empfindliches Gepäck kommt in einen Packbeutel.
Was bringt eine thermoisolierte Ausführung?
Die Isolation aus PEVA und PE hält Gekühltes einige Stunden auf Temperatur, sie kühlt aber nicht selbst. Mit einem Kühlakku im Hauptfach bleibt eine Brotzeit auch im Sommer brauchbar.
Passt so ein Rucksack auch bei schmaler Statur?
Beim 30-Liter-Modell lässt sich der Hüftgurt von 14 bis 90 Zentimeter verstellen, der Brustgurt von 10 bis 30 Zentimeter. Die beiden 40-Liter-Rucksäcke gehen an der Hüfte bis 80 und an der Brust bis 34 Zentimeter. Damit sitzt der Rucksack auch an Jugendlichen ruhig.









