Outdoorunterwäsche umfasst hier über tausend Artikel, gut zwei Drittel davon als erste Schicht direkt auf der Haut. Langarmshirts und Boxershorts bilden die beiden größten Gruppen, dahinter stehen Tights, T-Shirts und Tanks sowie lange Funktionshosen. Geordnet wird nach Schnitt und Länge: Ob ein Teil unter die Skihose oder unter das Sommerhemd gehört, entscheidet der Typ und nicht das Etikett.
Für welche Einsätze die Wäsche gedacht ist
Wer im Winter auf Skitour oder Winterwanderung geht, kombiniert ein Langarmshirt mit einer langen Funktionshose. Beide Gruppen sind gut besetzt, über 250 Langarmshirts und rund 160 lange Hosen stehen zur Wahl, ein Großteil davon im Bereich Unterwäsche für Herren. Für Sommertouren, bei denen es weniger um Wärme als um Feuchtetransport geht, greift man zur kurzen Hose oder zur Boxershort aus Funktionsmaterial, die unter der Wanderhose nicht scheuert. Der Damenbereich führt dafür eigene Schnitte, von der Tight über das Tank bis zum Sport-BH. Kinder brauchen die Schichten genauso, nur in anderen Größen, und die stehen in der Kinderunterwäsche, dort neben Shirts und Hosen auch Strumpfhosen, überwiegend aus Baumwolle und eher für Schule und Alltag gedacht. Ein Teil des Sortiments ist als Freizeitbekleidung geführt und wird auch ohne Tour getragen.
Worauf es bei der ersten Schicht ankommt
Die erste Schicht hat eine einzige Aufgabe: Schweiß von der Haut wegzuführen, bevor er dort verdunstet und auskühlt. Für die Tour scheidet Baumwolle deshalb aus. Die Faser saugt Schweiß auf, hält ihn fest und bleibt lange feucht, in der Pause wird das Shirt klamm. Für die Teile, die als Freizeitwäsche mitlaufen, ist sie dagegen die naheliegende Wahl. Kunstfasern nehmen kaum Wasser auf und trocknen schnell, Wolle bindet Feuchtigkeit im Faserinneren und wärmt auch angefeuchtet weiter, dafür trocknet sie langsamer und nimmt Gerüche deutlich schlechter an.
Genauso wichtig ist der Sitz. Funktionswäsche arbeitet nur, wenn sie flächig auf der Haut liegt. Zwischen Stoff und Haut darf kein Luftpolster stehen, sonst wandert der Schweiß nicht in den Stoff. Zu prüfen sind außerdem die Nähte, die bei guter Wäsche flach verlaufen und nicht dort sitzen, wo Rucksackgurt oder Hüftgurt drücken, sowie die Länge im Rücken, die sich beim Bücken nicht aus der Hose ziehen sollte. Bei langen Hosen entscheidet der Beinabschluss: Er soll halten, ohne einzuschnüren, weil er unter der Socke liegt.
Die Typen im Vergleich
| Typ | Wirkung | passt zu |
| Langarmshirt | schließt Arme und Rumpf durchgehend, wärmt am Handgelenk mit | Winterwanderung, Skitour, kühle Übergangstage |
| T-Shirt und Tank | kurzer oder ärmelloser Schnitt, hält den Rumpf trocken und staut keine Wärme | Sommertouren, Hüttenaufstiege, warme Tage |
| Boxershort | flach genähte Naht am Bein verhindert Scheuern unter der Wanderhose | ganzjährig, lange Gehstrecken, Radfahren |
| Hose lang | volle Beinlänge bis zum Knöchel, liegt unter Ski- oder Winterhose | Wintersport, Kälte, längere Standzeiten |
| 3/4 Hose | endet unter dem Knie, wärmt das Gelenk und bleibt frei von der Socke | Übergangszeit, Radtouren, warme Skitage |
| Tight | eng anliegender Schnitt mit leichtem Druck auf der Muskulatur, sitzt faltenfrei unter der Oberhose | Skitour, Lauf- und Radeinsätze, kalte Tage |
Größe, Passform und Pflege
Funktionswäsche fällt körpernah aus. Das ist gewollt. Wer zwischen zwei Größen liegt, nimmt für die erste Schicht die kleinere und für Teile, die als Freizeitwäsche mitlaufen, die größere. Die Größenlogik unterscheidet sich zwischen den Herstellern spürbar, weshalb ein Blick in die jeweilige Tabelle vor der Bestellung Zeit spart. Bei Kindern richtet sich die Größe nach der Körpergröße in Zentimetern, nicht nach dem Alter.
In der Regel genügt der Schonwaschgang bei 30 Grad, maßgeblich bleibt das Pflegeetikett. Weichspüler bleibt besser weg, weil er sich als Film auf die Faser legt und genau den Feuchtetransport blockiert, für den die Wäsche gekauft wurde. Den Trockner sollte man elastischen Anteilen ersparen, Lufttrocknen genügt ohnehin, weil Funktionsmaterial schnell trocken ist. Wolle wird auf links gedreht und mit Wollwaschmittel gewaschen. Beim Anprobieren denkt man die Lagen darüber gleich mit, bis hinunter zu den Wanderschuhen, weil sich lange Beinlängen und Schaftränder sonst in die Quere kommen.
Wann welche Schicht gefragt ist
Der Bedarf verschiebt sich mit der Temperatur, nicht mit dem Kalender. Sobald es morgens kühl bleibt, gehen die Langarmshirts, weil sie die erste Lage unter Fleece und Jacke stellen. Im tiefen Winter kommen die langen Hosen dazu, vor allem für Wintersport und für alles, wo man zwischendurch steht statt geht. Im Frühjahr übernimmt die 3/4-Hose, die das Knie noch schützt, aber unter der langen Wanderhose nicht zu warm wird. Im Sommer bleiben vom Schichtprinzip T-Shirt, Tank und Boxershort übrig, deren Nutzen weniger in der Wärme als im trockenen Sitz liegt. Wäsche, die als Freizeitbekleidung geführt ist, läuft das ganze Jahr gleichmäßig.
Marken, Serien und Preisklassen
Falke stellt mit über 230 Artikeln den größten Block, Medima folgt mit rund 170 und Schiesser mit etwa 125. Dahinter liegen UYN, Icebreaker, Odlo und X-Bionic mit je 50 bis 80 Teilen, dazu Accapi mit rund 45 sowie adidas Underwear und Craft mit je rund zwanzig. Die Hersteller trennen ihre Linien meist nach Wärmestufe, was sich in Serienbezeichnungen wie warm oder light niederschlägt und beim Vergleich mehr hilft als der Materialanteil auf dem Etikett. Preislich fängt es einstellig an, bei einzelnen Strumpfhosen und Slips, der Schwerpunkt liegt bei den Shirts und Hosen im mittleren zweistelligen Bereich, nach oben stehen einzelne Langarmshirts über hundert Euro. Passende Jacken, Hosen und Tourenausstattung stehen in der Outdoorausrüstung und im übergeordneten Outdoor-Bereich. Bei Fragen zu Material oder Größe hilft unsere Beratung per Mail unter service@tennistown.de.
Häufige Fragen zu Outdoorunterwäsche
Was bedeutet „erste Schicht“?
Gemeint ist die Lage direkt auf der Haut im Zwiebelprinzip, zuständig für den Feuchtetransport nach außen und nicht für die Wärmeleistung. Darüber folgt die zweite Schicht aus Fleece oder Wolle, die isoliert, und zuoberst die Jacke, die Wind und Regen abhält. Fällt die erste Schicht aus, arbeiten die anderen beiden gegen nasse Haut.
Warum ist Baumwolle unter der Jacke ein Problem?
Baumwolle saugt Schweiß auf und gibt ihn kaum weiter. Beim Aufstieg bleibt das unbemerkt, in der Pause kühlt die feuchte Faser jedoch stark aus, und die Jacke darüber ändert daran nichts. Kunstfaser und Wolle geben die Feuchtigkeit an die nächste Lage ab, statt sie zu speichern. Für Wäsche, die als Freizeitbekleidung mitläuft und nicht unter die Jacke kommt, spielt das keine Rolle.
Wie wäscht man Funktionswäsche?
In der Regel im Schonwaschgang bei 30 Grad, ohne Weichspüler und ohne Trockner, wobei das Pflegeetikett den Ausschlag gibt. Weichspüler legt sich als Film auf die Faser und stellt den Feuchtetransport ab, der Trockner setzt den elastischen Anteilen zu. Wollteile werden auf links gedreht und mit Wollwaschmittel gewaschen.
Wofür ist eine 3/4-Hose gedacht?
Die 3/4-Hose endet unter dem Knie und wärmt damit das Gelenk, das beim Gehen und Radfahren am ehesten auskühlt, ohne dass Stoff im Schuhschaft stört. Damit ist sie die Wahl für Übergangszeit und warme Wintertage, an denen die lange Hose zu viel und die kurze zu wenig wäre.
Wie eng soll die Wäsche sitzen?
Eng genug, dass der Stoff über die ganze Fläche Hautkontakt hat, aber ohne einzuschnüren oder die Bewegung zu bremsen. Falten am Rücken oder unter den Achseln sind ein Zeichen für eine Nummer zu groß. Wer zwischen zwei Größen liegt, greift für die erste Schicht zur kleineren.























































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