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Sportsocken für Tennis, Hallensport, Laufen und Berg stehen hier von über 60 Marken nebeneinander. Geordnet wird vor allem über die Höhe, von der im Schuh verschwindenden Invisible bis zum Kniestrumpf. Dazu kommen Kompressionsmodelle, Merinosocken für lange Touren und Teamlinien für Vereine. Wer eine bestimmte Marke sucht, geht über die Untergruppen, wer einen Einsatzzweck sucht, über die Höhe.



Welche Socke zu welchem Einsatz passt


Im Hallen- und Rückschlagsport wird gestoppt, gedreht und wieder angetreten. Dafür trägt man eine gepolsterte Socke in Ankle- oder Crew-Höhe mit verstärkter Frotteesohle unter Ballen und Ferse. Die Socken von adidas decken diesen Bereich breit ab, von der kurzen Ankle-Höhe bis zum gepolsterten Crew-Modell.


Auf mehrtägigen Touren entscheidet die Faser. Merino und Funktionsmischungen nehmen Feuchtigkeit auf, bevor sie an der Haut zu reiben beginnt, und riechen nach dem zweiten Tag noch erträglich. Modelle dafür stehen unter anderem bei X-Socks.


Wer nach der Belastung schwere Beine hat, im Beruf lange steht oder weite Strecken im Sitzen zurücklegt, greift zur Kompressionssocke mit definiertem Druckverlauf von der Fessel aufwärts. Bauerfeind steht mit knapp 40 Artikeln im Sortiment.



Von Invisible bis Kniestrumpf


Die Höhe ist die erste Entscheidung, weil sie über Scheuerstellen am Schuhrand und über den Schutz der Wade bestimmt.










HöheWas sie ausmachtWofür sie gekauft wird
Invisible (extrem kurz)endet unter der Schuhkante, von außen nicht zu sehenflache Freizeitschuhe, wenn kein Bund sichtbar sein soll
Sneaker (sehr kurz)schließt knapp über der Schuhkante abHallentraining im niedrigen Schuh, warme Monate
Ankle (kurz)reicht über den Knöchel und schützt ihn vor dem SchaftrandTennis, Laufen, alles mit viel seitlicher Bewegung
Crew (normal)Schaft bis zur halben Wade, mit gut der Hälfte des Sortiments die größte GruppeTeam- und Hallensport, Fitness, Alltag
Calf (lang)endet auf mittlerer bis oberer WadeWandern im hohen Schuh, Stutzensysteme, Skitouren
Knee (sehr lang)reicht bis unters Knie, oft mit Kompression kombiniertSkifahren, Reiten, Regeneration nach langen Einheiten


Woran man eine gute Sportsocke erkennt


Die Faser legt fest, was mit dem Schweiß passiert. Baumwolle saugt sich voll und bleibt nass, das kostet bei langen Einheiten Haut. Funktionsgarne leiten weiter, Merino puffert und bleibt dabei geruchsarm. Für kurze Hallenspiele bis etwa eine Stunde reicht Baumwolle mit Elasthananteil, darüber lohnt die Funktionsfaser.


Unterschätzt wird meist der Halt. Eine Socke, die im Schuh wandert, legt Falten unter dem Ballen, und genau dort entstehen Blasen. Ein Gummiband im Mittelfußbereich und eine anatomisch gestrickte Ferse halten sie an Ort und Stelle. Rohner strickt einen Teil der Modelle seitenspezifisch, erkennbar am Kürzel l/r im Artikelnamen.


Polsterung ist kein Selbstzweck. Frottee unter Ballen und Ferse dämpft, baut aber auf, und ein Schuh, der knapp sitzt, wird damit eng. Wer zwischen zwei Schuhgrößen liegt, sollte die Sockenstärke mitdenken. Gegen hartnäckige Blasen arbeitet Wrightsock mit zwei Lagen, die gegeneinander gleiten statt gegen die Haut.



Wie die Socke sitzen muss und was sie aushält


Angezogen darf keine Falte unter dem Fuß liegen, die Ferse der Socke muss auf der Ferse sitzen und nicht darüber. Der Bund soll halten, ohne einen Abdruck zu hinterlassen, der nach dem Ausziehen stehen bleibt. Bei Kompressionsmodellen gehört der feste Sitz dagegen zur Funktion.


Funktionssocken vertragen 40 Grad, Merino und Wolle gehören in den Wollwaschgang bei 30 Grad; maßgeblich bleibt das Pflegeetikett. Weichspüler bleibt in jedem Fall draußen. Der legt sich um die Fasern, nimmt der Baumwolle die Saugfähigkeit und dem Elasthan die Rückstellkraft. Klettverschlüsse an der Sporthose vorher schließen, sonst rupfen sie die Maschen auf. Merinosocken vertragen Lüften über Nacht oft besser als einen weiteren Waschgang. Trockner verkürzt bei allem mit Elasthan die Lebensdauer.



Welche Hersteller im Regal stehen


Aus dem Sportbereich kommen adidas, Puma, hummel, JAKO, Erima, Head, Yonex, Babolat und Wilson, dazu die Teamlinien hummel hmlPRO TRAINING und Puma teamLIGA26 für Mannschaften. Die Spezialisten für Fuß und Faser sind Falke, Rohner, X-Socks, UYN, Accapi und Wrightsock; für Berg und Trekking stehen Lowa, Hanwag, AKU, Icebreaker und Jack Wolfskin im Regal. Burlington und Happy Socks bedienen den Teil, der nach dem Sport sichtbar bleibt. Preislich beginnt es bei der einfachen Baumwollsocke im einstelligen Bereich, der Schwerpunkt liegt im niedrigen zweistelligen Bereich. Der übrige Sportbedarf steht unter More Sports, Ausrüstung fürs Hallenspiel bei der Handballbekleidung für Herren.



Wann welche Socke gefragt ist


In den warmen Monaten wandert die Nachfrage nach unten, zu Sneaker- und Ankle-Höhen im dünnen Gestrick. Sobald der Sport in die Halle zieht, kommt die Crew-Höhe zurück, meist gepolstert, weil auf Hallenboden härter abgebremst wird als auf Sand. Im Winter übernehmen Calf und Knee, oft in Merino und für den Skischuh im flachen Gestrick, damit nichts unter der Schale aufträgt. Vereine bestellen Teamlinien dagegen zum Saisonstart und noch einmal in der Winterpause, wenn die Kader stehen. Wer das ganze Jahr durchtrainiert, kommt am Ende mit zwei Höhen und zwei Stärken hin.



Fragen aus dem Kundenkontakt


Baumwolle oder Funktionsfaser?


Für kurze Einheiten unter einer Stunde reicht Baumwolle mit etwas Elasthan. Sobald länger oder bei Wärme gespielt wird, ist die Funktionsfaser im Vorteil, weil sie den Schweiß weiterleitet statt ihn zu halten. Nasse Baumwolle an der Haut ist der häufigste Grund für Scheuerstellen.


Was bringt eine Kompressionssocke wirklich?


Der Strumpf arbeitet mit einem definierten Druckverlauf: an der Fessel am festesten, nach oben hin abnehmend. Getragen wird er vor allem bei langen Belastungen, im Stehberuf und nach dem Sport; viele behalten ihn abends länger an als beim Training selbst.


Was hilft gegen wiederkehrende Blasen?


Meistens nicht das Pflaster, sondern die Reibung. Zwei Lagen, die gegeneinander laufen, nehmen die Bewegung auf, bevor sie die Haut erreicht. Dazu gehört eine Socke ohne Naht quer über den Zehen und ein Schuh, in dem nichts wandert. Eine faltenfrei sitzende Socke löst einen großen Teil der Fälle.


Wie lange hält ein Paar Sportsocken?


Das hängt am Elasthan, nicht am Loch. Lässt der Bund nach und rutscht die Socke im Schuh, ist sie verbraucht, auch wenn das Gestrick noch dicht ist. Als Faustregel aus dem Kundenkontakt: bei zwei Einheiten pro Woche hält ein gutes Paar ein bis zwei Saisons, Weichspüler und Trockner verkürzen das deutlich.


Warum sind manche Socken links und rechts unterschiedlich?


Weil der Fuß es auch ist. Große Zehe, Ballen und Fußgewölbe sitzen seitenverkehrt, und ein darauf gestricktes Modell legt Polster und Nähte dorthin, wo sie hingehören. Man erkennt es an der Markierung im Bund. Wer sie beim Anziehen vertauscht, verliert genau diesen Vorteil.