Fahrradhelme führen wir von Alpina, Baabali, Cratoni, iXS, Smith und uvex. Verkauft werden darf in Europa nur ein Helm mit CE-Kennzeichnung; geprüft wird dafür üblicherweise nach der harmonisierten Norm EN 1078. Was die Modelle trennt, sind Verstellsystem, Belüftung und die Frage, wie der Helm auf dem Kopf bleibt, wenn es schiefgeht.
Ausstattung und was sie bringt
| Merkmal | Wirkung | für wen |
|---|---|---|
| Drehverschluss am Hinterkopf | stellt den Umfang während der Fahrt nach | alle, auch bei wechselnder Kopfbedeckung |
| Rotationsschutzsystem | reibungsarme Zwischenlage, lässt den Helm beim schrägen Aufprall kurz gegen den Kopf gleiten | wer das Maximum an Schutz mitnehmen will |
| Viele große Belüftungsöffnungen | führen Wärme am Anstieg ab | Vielfahrer und schweißtreibende Strecken |
| Abnehmbares Visier | hält flaches Licht und Spritzwasser aus dem Blickfeld | Gelände und nasse Jahreszeit |
| Insektennetz vor den Öffnungen | hält Insekten weitgehend aus den Öffnungen | Touren durch Feld und Wald |
| Reflektierende Flächen und Lichthalter | machen von hinten sichtbar | Pendelstrecken im Dunkeln |
Woran ein Helm sich messen lassen muss
Der beste Helm ist der, der sitzt. Er steht waagerecht auf dem Kopf, lässt die Stirn nur knapp frei und rutscht beim Kopfnicken nicht nach hinten. Die Gurtverteiler gehören kurz unter das Ohr, der Kinnriemen liegt an, ohne zu drücken. Erst danach zählen Gewicht und Belüftung: mehr Öffnungen bedeuten weniger Material. Herausnehmbare Polster entscheiden darüber, ob ein Helm nach zwei Sommern noch tragbar ist. Die übrigen Kategorien rund ums Rad stehen im Bike-Bereich.
Der übliche Anlass für einen neuen Helm
Der häufigste Anlass ist ein Helm, der zu alt geworden ist, der zweithäufigste ein Sturz. Dazu kommen Umsteiger, die vom Gelegenheitsfahren zum täglichen Weg wechseln und merken, dass ein Helm ohne Verstellrad über eine Mütze nicht mehr passt.
Sommerhitze und Winterkälte unter der Schale
Im Sommer entscheidet die Luftführung, ob man am Anstieg den Helm abnimmt. Im Winter fehlt genau diese Luft, und dann braucht es Platz für eine dünne Unterziehmütze. Wer beides mit einem Helm abdecken will, achtet auf einen weiten Verstellbereich und abdeckbare Öffnungen.
Kopfumfang messen und den Helm sauber halten
Gemessen wird mit dem Maßband knapp oberhalb der Augenbrauen, an der breitesten Stelle rund um den Kopf. Die meisten Hersteller geben Größen als Spanne an; liegt der eigene Wert am Rand, entscheidet die Anprobe. Gereinigt wird die Innenausstattung mit lauwarmem Wasser und milder Seife. Lösungsmittel, Alkohol und Hitze im Auto greifen das Schaummaterial an, ohne sichtbare Spuren.
Die Marken im Sortiment
Die Fahrradhelme von Cratoni kommen von einem deutschen Hersteller mit breitem Programm, hinter den Helmen von iXS steht eine Schweizer Marke. Dazu stehen Alpina, Baabali, uvex und die Helme von Smith in eigenen Unterkategorien. Welche Bauformen und Größenspannen eine Marke abdeckt, zeigt sich dort am schnellsten.
Fragen vor dem Helmkauf
Wann muss ein Helm ersetzt werden?
Nach jedem harten Aufprall, auch wenn die Schale unbeschädigt aussieht: Der Schaumkern arbeitet einmal und bleibt danach verformt. Cratoni weist darauf hin, dass ein Helm nach einem Sturz auch ohne sichtbaren Schaden nicht mehr ausreichend schützen kann. Für die Nutzungsdauer ohne Sturz gibt es keine einheitliche Regel, hier gilt die Angabe des Herstellers.
Was bedeutet die Norm EN 1078?
EN 1078 ist die harmonisierte europäische Norm für Fahrradhelme und beschreibt die Aufprall- und Riemenprüfungen. Verpflichtend ist nicht die Norm selbst, sondern die CE-Kennzeichnung nach der europäischen PSA-Verordnung; ein danach geprüfter Helm gilt als konform. Besser ist ein Modell also nicht wegen des Aufklebers, sondern wegen Passform und Zusatztechnik.
Passt eine Mütze unter den Helm?
Eine dünne Unterziehmütze ja, eine dicke Wollmütze in der Regel nicht. Der Helm sitzt dann höher und der Riemen zieht sich schief. Wer im Winter viel fährt, misst den Kopfumfang mit Mütze und wählt danach, notfalls eine Größe darüber mit weitem Verstellbereich.
Bringt ein Rotationsschutzsystem im Alltag etwas?
Es zielt auf schräge Aufprallwinkel. Eine reibungsarme Zwischenlage lässt den Helm kurz gegen den Kopf gleiten, statt die Drehung direkt weiterzugeben. Wichtiger bleibt der richtige Sitz, denn ein verrutschter Helm schützt an keiner Stelle.