Unterwäsche für Sport und Alltag liegt hier in über 900 Artikeln bereit, von der ersten Schicht unter der Trainingsjacke bis zur Boxershort für den ganz normalen Tag. Gut sechs von zehn Artikeln sind ausdrücklich als erste Schicht ausgewiesen, liegen also direkt auf der Haut und geben Feuchtigkeit nach außen ab. Der Rest verteilt sich auf Sport- und Freizeitbekleidung.
Für welchen Einsatz welche Wäsche
Wer bei Kälte draußen trainiert, fährt mit einer ersten Schicht aus Kunstfaser am besten. Die Modelle von Craft und Odlo Unterwäsche geben Schweiß nach außen weiter, statt ihn zu speichern. Ein durchnässtes Baumwollshirt kühlt aus, sobald die Belastung nachlässt.
Anders liegt der Fall bei langen Stunden in der Kälte ohne dauerhafte Anstrengung, etwa am Spielfeldrand oder auf dem Sessellift. Dort wärmt Wolle zuverlässiger, weil sie auch feucht noch isoliert. Merinowäsche von Icebreaker lässt sich außerdem mehrere Tage hintereinander tragen, bevor sie in die Wäsche muss: Die Faser bindet Geruchsmoleküle im Inneren.
Und wer schlicht Nachschub für die Schublade sucht, findet bei Schiesser Baumwollware im Mehrpack und bei Calvin Klein Unterwäsche die eng geschnittenen Shorts mit sichtbarem Bund.
Die Schnitte und was sie leisten
| Typ | Wirkung | Passt zu |
|---|---|---|
| Boxershort | weit geschnittenes Bein, größter Block im Sortiment; die enge Variante heißt Trunk oder Boxer-Brief und scheuert unter der Sporthose nicht | Alltag, mit dem engen Schnitt auch Training |
| T-Shirt und Tank | kurzer oder ärmelloser Oberteilschnitt, trägt unter dem Trikot kaum auf | Halle, Sommertraining |
| Langarmshirt | schließt an Hals und Handgelenk ab und hält die Wärme am Rumpf | kalte Außentage, Aufwärmphase |
| Tight | liegt am Bein an und stützt die Muskulatur leicht | Lauf- und Wintertraining |
| Hose lang | reicht bis zum Knöchel und isoliert das Bein durchgehend | Wintersport, lange Standzeiten im Freien |
| 3/4 Hose | endet unter dem Knie, kein Stoff im Schuhschaft | hohe Schuhe, Skitour, Rad |
| Sport-BH | hält die Brust bei Sprung und Antritt ruhig | jedes Training, je nach Sportart in fester oder leichter Stützstufe |
Material, Schnitt und Schichtlogik
Die Faser entscheidet zuerst. Polyester und Polypropylen nehmen selbst kaum Wasser auf und schieben es an die Oberfläche, wo es verdunstet. Merinowolle bindet Feuchtigkeit im Faserinneren, fühlt sich dabei lange trocken an und wärmt weiter. Baumwolle saugt sich voll und bleibt nass, was sie für Bewegung im Kalten untauglich macht, für den Bürotag aber angenehm.
Danach stellt sich die Frage, welche Lage das Teil überhaupt einnimmt. Fast das gesamte Funktionssortiment gehört zur ersten Schicht, sitzt also hautnah. Wer darüber noch eine wärmende Zwischenlage braucht, greift zu einem Fleece oder einem Midlayer aus der Bekleidung: Beide schließen mehr Luft ein als ein zweites enges Unterhemd.
Bleibt die Isolationsstufe. Etwa die Hälfte der Artikel ist als leicht eingestuft und für Bewegung gedacht, gut ein Fünftel als warm, ein kleiner Rest als extra warm für stehende Tätigkeiten bei Frost. Auch die Nähte lohnen einen Blick: Falke vernäht in der Wool-Tech-Linie alle Nähte flach und verhindert damit Scheuerstellen, Medima arbeitet seine Wärmewäsche saumfrei und ohne Seitennähte. Unter dem Rucksackgurt oder dem Hosenbund macht das nach zwei Stunden den Unterschied.
Passform und Waschgang
Funktionswäsche gehört eng anliegend getragen, sonst entsteht ein Luftpolster, in dem sich Feuchtigkeit sammelt. Eng heißt aber nicht einschnürend: Bund und Ärmelabschluss sollen keine Druckstellen hinterlassen. Wer zwischen zwei Größen liegt, nimmt die kleinere, weil die erste Schicht Hautkontakt braucht.
Gewaschen wird kühl, bei Wolle nach Herstellerangabe im Woll- oder Handwaschgang. Weichspüler legt sich auf die Faser und nimmt Kunstfaser genau die Eigenschaft, für die man sie gekauft hat. Reine Wolle gehört nicht in den Trockner, sie läuft dort ein; elastische Bündchen leiden ebenfalls unter Hitze. Zum Trocknen reicht ein Bügel, Funktionsgewebe ist meist über Nacht wieder einsatzbereit.
Womit das Sortiment bestückt ist
Den Funktionsblock tragen Falke, Craft, Odlo, Löffler und Icebreaker, dazu kommen Schöffel, Salewa und Super Natural aus dem Bergsport. Medima steht daneben für Wärmewäsche aus Naturfaser. Die Tageswäsche kommt von Schiesser, Olaf Benz, Emporio Armani und Champion, der sportliche Zwischenbereich von adidas, JAKO und SAXX. Los geht es ab gut sechs Euro für die einfache Boxershort, die Hälfte der Artikel liegt unter 40 Euro, und dreistellig wird es bei den Angora- und Kaschmir-Seide-Teilen von Medima. Etwa zwei Drittel der Artikel sind Herrenmodelle, Damenwäsche stellt den zweitgrößten Block, dazu kommen Größen für Jungen und Mädchen. Sonderkonditionen für Trainer, Wiederverkäufer und Gewerbetreibende. Was sonst noch zur Grundausstattung gehört, steht in der Lifestyle-Abteilung.
Zwischen Hallensaison und Frost
Der Bedarf verschiebt sich mit der Temperatur, nicht mit dem Kalender. Sobald das Training nach draußen wandert und der Wind kühlt, ersetzt ein leichtes Langarmshirt der ersten Schicht das kurzärmelige Baumwollshirt. Fällt die Temperatur unter den Gefrierpunkt, kommt die lange Unterhose dazu, vor allem bei Sportarten mit langen Standphasen. In der Halle bleibt es umgekehrt: Dort ist es warm, und ein kurzes, dünnes Modell reicht. Wer ganzjährig unterwegs ist, hält deshalb zwei Sätze bereit, einen leichten und einen wärmenden, statt einen mittleren für alles zu nutzen.
Kurz beantwortet
Was bedeutet erste Schicht?
Die erste Schicht ist die Lage direkt auf der Haut. Die Aufgabe ist nicht das Wärmen, sondern das Wegtransportieren von Feuchtigkeit an die nächste Lage. Erst darüber folgen wärmende Zwischenschicht und wetterfeste Außenschicht. Rund sechs von zehn Artikeln in dieser Kategorie sind so ausgewiesen.
Merino oder Kunstfaser?
Kunstfaser trocknet schneller und eignet sich für harte, kurze Belastung. Merino wärmt auch im feuchten Zustand, hemmt Geruch und ist bei langen Touren oder mehrtägigem Tragen die bessere Wahl. Wer beides braucht, findet Mischgewebe, die den Trocknungsvorteil der Kunstfaser mit dem Wärmeverhalten der Wolle verbinden.
Wie eng soll Funktionsunterwäsche sitzen?
Das Gewebe soll an Rumpf und Beinen anliegen, ohne zu spannen. Sitzt Stoff lose auf, sammelt sich dort feuchte Luft und kühlt aus. Ein guter Test: Der Bund lässt sich abheben, ohne Druckstellen zu hinterlassen, und das Gewebe wirft im Stand keine Falten am Rücken.
Darf Funktionswäsche in den Weichspüler?
Nein. Weichspüler legt einen Film auf die Faser und blockiert genau den Feuchtigkeitstransport, für den die Wäsche gemacht ist. Gewaschen wird kühl und ohne Weichspüler, Merino im Wollgang. Der Trockner schadet elastischen Bündchen und lässt Wolle einlaufen.
Welche Isolationsstufe braucht man?
Leicht passt überall dort, wo man dauerhaft in Bewegung bleibt, auch bei niedrigen Temperaturen. Warm greift, sobald Bewegung und Pause sich abwechseln. Extra warm lohnt nur bei stehender oder sitzender Tätigkeit im Frost, beim Training wird es darunter schnell zu heiß.
Welche Größe passt Kindern?
Kinderwäsche wird nach Körpergröße in Zentimetern ausgezeichnet, nicht nach Alter. Gemessen wird ohne Schuhe an der Wand, und im Zweifel gilt der größere Wert, weil eine zu kurze erste Schicht am Rücken hochrutscht. Reserve über eine Größe hinaus lohnt sich nicht, denn zu weite Funktionswäsche verliert ihre Wirkung.


.jpg?width=320&height=320)



















.jpg?width=320&height=320)
.jpg?width=320&height=320)
.jpg?width=320&height=320)
.jpg?width=320&height=320)
.jpg?width=320&height=320)
.jpg?width=320&height=320)
.jpg?width=320&height=320)
.jpg?width=320&height=320)



























































