Fussballausrüstung heißt hier, was zwischen Kabine und Tornetz gebraucht wird: Schuhe, Trikots und Hosen, Bälle, Taschen, Torwarthandschuhe und das Zubehör für den Platz. Über diese Warengruppen zusammen stehen über siebentausend Artikel im Sortiment, den größten Teil davon stellt die Bekleidung. Womit man anfängt, hat mit dieser Zahl wenig zu tun. Fünf Teile schreibt das Regelwerk vor. Der Rest hängt am Platz, am Alter und im Winter am Wetter.
Was Regel 4 vorschreibt und was sie erlaubt
Die Laws of the Game des IFAB führen die Pflichtausrüstung eines Spielers in Regel 4 auf: Trikot mit Ärmeln, Hose, Stutzen, Schienbeinschoner und Schuhe. Am Schoner hängt eine Bedingung, die im Alltag gern untergeht. Er muss aus geeignetem Material bestehen, angemessen groß sein und von den Stutzen bedeckt werden. Wer erst die Stutzen aussucht und den Schoner hinterher, kauft im Zweifel zweimal. Die Schoner selbst führen wir in diesem Bereich nicht, Stutzen dagegen schon, zu finden in der Fussballbekleidung zwischen Trikots, Hosen und Socken.
Was darüber hinausgeht, ist freiwillig, aber ausdrücklich zugelassen: Handschuhe, Kopfschutz, Gesichtsmasken sowie Knie- und Armschützer aus weichem, leichtem Polstermaterial. Für den Torwart kommt eine eigene Vorgabe hinzu. Er trägt Farben, die ihn von Mitspielern, Gegnern und Schiedsrichtern unterscheiden, und fast immer Torwarthandschuhe, obwohl die Regel sie nur erlaubt und nicht verlangt. Schmuck ist umgekehrt ohne Ausnahme verboten und muss abgelegt werden. Abkleben lässt das Regelwerk nicht gelten.
Erstes Vereinsjahr, Punktspielrunde, Hof
Im ersten Vereinsjahr eines Kindes ist die Liste kurz. Trikot und Hose kommen oft über den Verein, weil die Farbe feststeht. Der Rest wird gekauft. Bei der Bekleidung liegt der Schwerpunkt der Kindergrößen auf den Einzelnummern 116 bis 164. Daneben laufen Doppelgrößen wie 122/128 mit, die denselben Bereich anders etikettieren und im Regal deutlich dünner besetzt sind. Wer mitten in der Runde eine Nummer weiterwächst, sucht dann in zwei Filtern nach demselben Kind. Ein leichter Ball hilft in diesem Alter mehr als ein teurer.
Erwachsene in der Runde brauchen mehr. Zwei Paar Schuhe, sobald Training und Punktspiel auf verschiedenen Belägen stattfinden, Wechselkleidung für nasse Abende und eine Tasche, in der das Nasse vom Trockenen getrennt bleibt. Welches Kürzel auf welchen Boden gehört, steht bei den Fussballschuhen und ihren Sohlenkürzeln. Ein Nassfach führt gut ein Viertel der Fussballtaschen, ein Schuhfach etwas weniger. Dazu kommen Rucksäcke und kleine Schuhbeutel.
Auf dem Hof und im Garten zählt etwas anderes. Dort braucht es einen robusten Ball und ein Tor, das sich nach dem Spiel wieder abbauen lässt; nach einer Zulassung fragt dabei niemand. Hütchen, Pumpen, Trinkflaschen und die transportablen Tore stehen beim Fussballzubehör für Training und Platz. Ein Normtor misst nach Regel 1 übrigens 7,32 Meter zwischen den Pfosteninnenkanten und 2,44 Meter bis zur Unterkante der Latte. Die Tore für Garten und Schule liegen bewusst darunter.
| Teil der Ausrüstung | Was Regel oder Platz verlangen | Wo es hier steht |
|---|---|---|
| Trikot | Pflicht, mit Ärmeln; im Tor in abweichender Farbe | Fussballbekleidung, für Herren, Damen und Kinder |
| Hose | Pflicht; kurz für Sommer und Halle, lang im Winter | Fussballbekleidung, kurze und lange Schnitte |
| Stutzen | Pflicht; müssen den Schoner bedecken | Fussballbekleidung, bei den Socken |
| Schoner | Pflicht; geeignetes Material, angemessene Größe | in diesem Bereich nicht geführt |
| Schuhe | Pflicht; die Sohle richtet sich nach dem Untergrund | Fussballschuhe, von Rasen bis Halle |
| Handschuhe | freiwillig, von der Regel ausdrücklich erlaubt | Torwarthandschuhe, Schwerpunkt Nummer 8 und 9 |
| Ball | im Wettspiel 68 bis 70 cm Umfang, 410 bis 450 g | Fussbälle, Größe 3 bis 5 |
Welche Marken den Bereich tragen
Innerhalb der Bekleidung ordnen die Hersteller nach Teamlinien statt nach Einzelartikeln. Die größeren Linien führen Trikot, Hose, Jacke und Tasche im selben Schnitt und in denselben Farben, kleinere nur einzelne Teile. Wer die Linie des eigenen Vereins kennt, kommt darüber schneller zum Nachkauf als über den Artikelnamen. Vorn liegt Jako, gut ein Drittel der Artikel steht unter diesem Namen. Dahinter folgen Craft, Erima und hummel, weiter hinten Uhlsport, Puma und Joma. Bei den Schuhen bestimmen adidas und Puma das Bild. Den größten Teil der Bälle stellt Derbystar, Taschen tragen überwiegend Jako und Erima, und beim Zubehör stehen Powershot, Nike, Bauerfeind und Hudora vorn. Im Tor führen wir Elite Sport.
Vier Größensysteme nebeneinander
Keiner dieser vier Läufe lässt sich in einen anderen umrechnen. Schuhe stehen in europäischen Nummern, dazwischen liegen Drittel- und Halbnummern, die in der Filterleiste zwischen den ganzen Zahlen einsortiert sind und deshalb leicht übersehen werden. Die Bekleidung führt Buchstabengrößen, breit besetzt von S bis XXL und nach oben wie nach unten dünner werdend, daneben Zahlengrößen für Erwachsene und Doppelgrößen für Kinder im selben Filter. Torwarthandschuhe zählen in eigenen Nummern, hier mit dem Schwerpunkt auf 8 und 9. Gemessen wird die Hand, die passende Tabelle steht auf der Produktseite.
Die Ballgröße wiederum meint den Umfang und hat mit den anderen Läufen nichts zu tun. Regel 2 beschreibt allein den Ball für das Erwachsenenspiel, im Handel läuft er als Größe 5. Er stellt hier die große Mehrheit der Fussbälle in Größe 3 bis 5 mit Größenangabe. Ein Hinweis noch zur Filterleiste: Dasselbe Trikot kann unter Herren und unter Jungen stehen. Zusammengezählt ergeben die Zielgruppenfilter deshalb mehr Treffer, als Artikel gelistet sind.
Was sich im Winter ändert
In den kalten Monaten weicht das Training auf Kunstrasen, Asche und Halle aus, und der Bedarf richtet sich nach dem Untergrund, nicht nach dem Kalender. Über dem Trikot liegt dann eine Schicht mehr. Langarmshirts, Jacken und Kapuzenpullover sind in der Bekleidung breit geführt. In der Vorbereitung zählt auch, was neben dem Platz läuft. Für Läufe abseits des Rasens stehen die Schuhe im Bereich Running, das Gerät für Kräftigung und Stabilisation im Fitnessbereich. Im Sommer dreht sich das um: kurze Hose, leichtes Shirt, und der Ball wird häufiger im Garten getreten als auf dem Platz.
Häufige Fragen zur Ausrüstung
In welcher Reihenfolge kauft man die Ausrüstung zusammen?
Von unten nach oben. Zuerst der Schuh, weil die Sohle vom Belag des Trainingsplatzes abhängt und sich später nicht mehr ändern lässt. Danach die Teile, die am schnellsten verschleißen: Stutzen und Trainingskleidung zum Wechseln. Eine Tasche für den Weg und ein eigener Ball fürs Üben stehen am Ende der Liste.
Welche Ausstattung benötigt ein Torwart zusätzlich?
Handschuhe und eine eigene Farbe. Regel 4 verlangt für den Torwart Farben, die ihn von Mitspielern, Gegnern und Schiedsrichtern unterscheiden, sein Trikot fällt also aus dem Satz der Mannschaft heraus. Lange Hose und langes Trikot sind im Tor üblich, weil dort mehr gefallen und weniger gelaufen wird. Die Handschuhgröße folgt dem Handmaß, nicht der Konfektion.
Was gehört zur kompletten Ausrüstung, das man leicht übersieht?
Die Schienbeinschoner, die Stutzengröße und eine Pumpe. Schoner sind nach Regel 4 Pflicht, in diesem Bereich aber nicht geführt. Stutzen zählen nach Schuhgröße statt nach Konfektion und passen nicht automatisch zur Trikotgröße. Und wer einen eigenen Ball hat, braucht eine Pumpe dazu. Die steht beim Zubehör.
Was braucht man für Fussball im Winter?
Eine Sohle, die zum Winterbelag passt, und wärmere Kleidung darüber. Zieht das Training auf Kunstrasen, harten Boden oder in die Halle um, ändert sich als Erstes die Sohle. Bälle gehören über Nacht nicht in den kalten Kofferraum, weil der Druck mit der Temperatur fällt und vor dem Training nachgepumpt werden muss.