Ballpumpen führen wir durchweg als Doppelaktionspumpen, die beim Vor- und beim Rückhub Luft schieben. Unterschieden wird deshalb an dem, was am Pumpenkörper sitzt: nichts bei der kompakten Micro, ein kurzer Schlauchansatz, ein eingebautes Manometer, bei einem Modell ein Nadelfach im Griff. Den größten Teil des Regals trägt Derbystar, den Rest teilen sich Jako und Tiguar. Preislich bleiben die Pumpen einstellig, allein die Ausführung mit Prüfer liegt darüber.
Womit gepumpt wird
| Merkmal | Was es bewirkt | Für wen |
|---|---|---|
| Doppelaktion, bei jeder Pumpe dieser Kategorie | Luft geht in beiden Hubrichtungen in den Ball, das spart Hübe | alle, hier kein Unterscheidungsmerkmal |
| Kompakte Bauform ohne Anbauteil (Micro) | nichts steht ab, die Pumpe passt in die Seitentasche | der eigene Ball, unterwegs nachgefüllt |
| Ausziehbarer Schlauchansatz, 5 cm | entkoppelt Pumpenkörper und Nadel, die Nadel bewegt sich beim Pumpen nicht mit | mehrere Bälle hintereinander |
| Integrierter Luftdruckprüfer mit Ablassventil | zeigt den Druck beim Füllen an und lässt zu viel gleich wieder ab | Trainer, die den Ballbestand kontrollieren |
| Nadelfach im Griff | die Nadel liegt an der Pumpe statt lose im Beutel | wer die Pumpe nur ab und zu braucht |
| Ersatznippel aus Metall, Dreierpack | ersetzt eine verbogene oder verlorene Nadel | Derbystar-Pumpen, deren Nadel fehlt |
Welcher Ersatznippel auf welche Pumpe gehört
Die Ersatznippel liegen bei uns in zwei Ausführungen, jede einer Pumpe zugeordnet: Ein Dreierpack aus Metall gehört an die Micro und an die Pumpe mit Luftdruckprüfer, der zweite an die Pumpe mit Schlauch. Welcher gemeint ist, steht im Artikelnamen. Beim Nippel selbst zählt die Bauart mehr als die Stärke. Derbystar schreibt für die eigenen Bälle einen Hohlnadel-Pumpennippel vor und verlangt beim Pumpen eine senkrecht hängende Blase.
Ein Ball oder ein ganzer Ballsack
Für den einen Ball, der vor dem Anpfiff weich geworden ist, reicht die Micro. Handlich genug ist sie, um neben Schlüssel und Trinkflasche fürs Training in der Seitentasche zu liegen. Geht vor der Einheit ein ganzer Ballsack durch, hilft der Schlauchansatz: Der Pumpenkörper bewegt sich, die Nadel bleibt ruhig im Ventil. Und wer den Ballbestand über die Woche kontrolliert, greift zur Ausführung mit Prüfer und legt sie zum übrigen Trainerbedarf und Platzzubehör in den Gerätewagen.
Wer die Pumpen baut, wer die Nippel liefert
Derbystar liefert Micro, Schlauchpumpe, Prüfer und die passenden Nippel aus einer Hand, und nur zu diesen Pumpen gibt es hier Ersatz. Jako führt die Basic mit ihrem Zwei-Wege-Pump-System, von Tiguar kommt eine Pumpe, deren Nadel sich im Griff verstauen lässt. Was sonst in die Betreuertasche gehört, steht bei den medizinischen Produkten, der Überblick über das ganze Regal beim Fussballzubehör.
Was vor dem Aufpumpen gefragt wird
Mit wie viel bar wird ein Fussball aufgepumpt?
Derbystar gibt für Fussbälle der Größe 5 und 4 einen Druck von 0,7 bis 0,9 bar an. Für Light- und S-Light-Bälle in Größe 4 und 5 nennt der Hersteller 0,6 bis 0,8 bar, für den kleinsten S-Light in Größe 3 nur 0,5 bis 0,7 bar. Verbindlich ist der Wert auf dem Ventilfeld des Balls.
Kann man einen Ball ohne Ballpumpe aufpumpen?
Ohne Nadel kommt keine Luft in die Blase, der Weg führt immer durch das Ventil. Eine Fahrrad- oder Luftmatratzenpumpe hilft nur mit aufgeschraubtem Nippel und passendem Anschluss, und auch dann muss es eine Hohlnadel sein. Behelf mit spitzen Gegenständen zerstört das Ventil in einem Zug.
Warum verliert der Ball nach dem Aufpumpen wieder Luft?
Häufig trocknet das Ventil aus und schließt nicht mehr dicht. Dagegen hilft Ventilöl: ein bis zwei Tropfen in die Ventilöffnung, nach Herstellerangabe regelmäßig wiederholt. Kälte kostet zusätzlich Druck, deshalb gehört der Ball über den Winter bei 15 bis 20 Grad ins Trockene und nicht in die Garage.
Muss die Ballnadel vor dem Einstecken angefeuchtet werden?
Vorgeschrieben ist es nicht. Der Hersteller nennt Ventilöl für die Ventilöffnung, nicht für die Nadel; benetzt ist sie beim Einstecken dann ohnehin. Wichtiger ist die Reihenfolge: erst den Ball kräftig schütteln, damit die Blase lose und senkrecht unter der Ventilöffnung hängt, dann die Nadel einführen.


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