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Badmintonschuhe sind Hallenschuhe mit nicht abfärbender Sohle, gebaut für den Ausfallschritt zum Netz und den Stopp aus vollem Lauf. Bei uns liegen dafür Modelle von Yonex, Asics, Victor, adidas, Puma, hummel und Salming. Der Größenlauf beginnt bei Kindergröße 26 und reicht bis in die großen Herrengrößen jenseits der 50. Knapp ein Drittel führt Stabilität als Haupteigenschaft, ein fast ebenso großer Teil Dämpfung. Der Einstieg beginnt unter 40 Euro, die Spitzenmodelle stehen jenseits der 150 Euro.



Was einen Hallenschuh vom Laufschuh trennt


Der Unterschied beginnt unter der Sohle. Ein Laufschuh ist auf Vortrieb gebaut, mit hoher, weicher Ferse und einem Profil für Asphalt. Badminton verlangt das Gegenteil. Der Fuß steht flach, kippt seitlich nicht weg, und die Gummimischung greift auf lackiertem Hallenboden, ohne Streifen zu hinterlassen. Diese Sohle heißt im Handel Non-Marking, und viele Hallenbetreiber schreiben sie in der Nutzungsordnung vor.


Weiter oben am Schuh geht es um die Seitenwand. Yonex verstärkt die Außenseite mit einer Lateral Shell und legt darüber eine Stability Reinforcement aus verschleißfestem Kunstleder, damit der Fuß beim Seitschritt nicht über die Sohlenkante kippt. Der Grip kommt bei derselben Konstruktion aus einer bis in die Ferse durchgezogenen Sohleneinheit mit strahlenförmigem Profil, die beim plötzlichen Antritt mehr Fläche auf den Boden bringt. Von der Dämpfung merkt man am meisten nach dem Sprungsmash, wenn die Landung durch Ferse und Knie geht. Die Power-Cushion-Plus-Zwischensohle nimmt dort nach Herstellerangabe 28 Prozent mehr Stoß auf als Standard-EVA und gibt 62 Prozent mehr davon zurück. Beim Gewicht muss man sich entscheiden: Ein leichter Schuh bringt den Fuß schneller in die Ecke, ein schwererer schützt ihn besser.










MerkmalWas es bewirktPasst zu
Stabilität, feste Fersenkappe und verstärkte Außenwandhält den Fuß im tiefen Ausfallschritt über der Sohleschwerere Spieler, Einzel mit viel Grundlinienarbeit
Dämpfung und Komfortfängt die Landung nach dem Sprungsmash ablange Trainingsabende, harte Böden, empfindliche Knie
Beweglichkeit, flexibler Vorfußder Fuß rollt schneller ab und dreht leichterDoppelspieler mit Position am Netz
Leichtigkeitweniger Masse am Fuß, kürzere Schrittfolgeschnelle Beinarbeit, Jugendliche im Wachstum
Allroundnichts überspitzt, dafür überall brauchbarzweimal die Woche Halle, wechselnde Sportarten


Herren, Damen, Kinder: was der Leisten unterscheidet


Knapp zwei Drittel des Sortiments sind als Herrenmodell geführt, gut ein Fünftel als Damenmodell, dazu kommen Jungen- und Mädchengrößen. Weil ein Modell in mehreren Zielgruppen stehen kann, ergeben diese Anteile keine Aufteilung des Regals, sondern eine Gewichtung. Der Unterschied zwischen Damen- und Herrenmodell steckt im Leisten und nicht in der Farbe: schmaler geschnitten, flacher im Rist, kleiner im Größenlauf. Getrennt liegen die Regale unter Badmintonschuhe für Herren und Badmintonschuhe für Damen.


Bei Kindern zählt der Größenlauf mehr als die Technik. Die kleinsten Modelle beginnen bei Größe 26, und ein Kind wächst schneller aus dem Schuh heraus, als die Sohle verschleißt. Zwei Dinge lohnen trotzdem: eine feste Fersenkappe, damit der Knöchel beim Stoppen nicht mitläuft, und ein Verschluss, den das Kind allein bedient. Ein Erwachsenenmodell in kleiner Größe ist kein Ersatz, weil seine Zwischensohle auf ein anderes Körpergewicht abgestimmt ist. Was in kleinen Größen liegt, steht unter Badmintonschuhe für Kinder.



Welche Größe passt?


Jede Lagerzeile im Shop nennt zwei Größen, die europäische und die amerikanische. Verlassen kann man sich auf die erste. Ein Modell führt die EU-Größe 44 als US 10, das nächste dieselbe 44 als 10,5, ein drittes als 11. Die Umrechnung ist keine Formel, sondern eine Angabe des Herstellers, und die fällt je nach Leisten anders aus. Wer eine US-Größe aus einer Tabelle im Netz mitbringt, gleicht sie an der Zeile des konkreten Artikels ab.


Für die Länge gibt Victor eine brauchbare Regel: Vor den Zehen gehört etwa eine Fingerbreite Platz, sonst rutscht der Fuß beim abrupten Stoppen nach vorn, und die Zehennägel zahlen dafür. Anprobiert wird laut Victor immer mit Socken, und zwar mit denen, die später auch gespielt werden. Eine gepolsterte Socke für die Halle trägt dicker auf als dünne Baumwolle.



Wann ein Paar ausgedient hat


Ein Hallenschuh geht selten kaputt, er lässt nach. Am deutlichsten am Profil unter Ballen und Innenseite: Es wird glatt, und der Schuh schiebt im Ausfallschritt weiter als früher. Über die Zwischensohle laufen dann feine Falten quer, und die Ferse sackt im Stand sichtbar zur Seite weg. Wer bis dahin wartet, spielt eine Weile mit einem Schuh, der nur noch aussieht wie einer.


Gereinigt wird von Hand, lauwarm und mit weicher Bürste. Die Waschmaschine löst den Kleber zwischen Sohle und Obermaterial. Getrocknet wird bei Zimmertemperatur und nicht auf der Heizung, und über Nacht kommt der Schuh aus der Sporttasche heraus. Am längsten halten die Schuhe, wenn man sie nur in der Halle trägt. Straßenstaub setzt sich in der Gummimischung fest und kostet genau den Grip, für den die Sohle gebaut ist.



Hallensaison und kalte Böden


Die Punktspielrunde beginnt im September und endet im April, und in diesen Monaten bekommt die Sohle keine Pause. Auf kühlen Böden greift die Gummimischung schlechter, und weil im Winter weniger gelüftet wird, liegt zusätzlich Staub darauf. Beides kostet Grip, und beides fällt an einem abgelaufenen Profil zuerst auf. Ein neues Paar gehört deshalb nicht an den ersten Punktspieltag, sondern zwei oder drei Trainingsabende davor. Der Leisten setzt sich, und wenn eine Druckstelle kommt, dann in dieser Zeit. Wer aus dem kalten Auto direkt auf das Feld geht, behält die lange Hose aus der Badmintonbekleidung an, bis auch der Fuß warm ist. Im Sommer bleibt der Schuh nicht im aufgeheizten Kofferraum liegen, das trocknet Sohle und Verklebung aus.



Badmintonmarken und Hallenschuhmarken nebeneinander


Den größten Teil stellen adidas Performance und Puma, dahinter folgen Yonex, hummel und Salming, dazu Asics, Victor, Forza und Karakal. Zwei Gruppen stecken darin. Yonex, Victor und Forza kommen aus dem Badminton und bauen ihre Schuhe um genau diese Bewegung herum. Die übrigen kommen aus dem Hallensport allgemein, und ihre Modelle heißen im Namen Hallen- oder Indoorschuh. Nur ein kleinerer Teil des Regals trägt Badminton ausdrücklich in der Bezeichnung, der Rest passt genauso, solange Sohle, Seitenhalt und Gewicht stimmen. Squash stellt dieselben Anforderungen an den Schuh.


Innerhalb einer Marke entscheidet die Serie. Bei Yonex steht die leichte Aerus-Reihe neben den stabileren Modellen um Power Cushion 65 und Eclipsion, bei Asics laufen Gel Rocket und Upcourt als Einstieg unter dem Blade FF, der Squash und Badminton im Namen führt.


Knapp ein Drittel der Auswahl bleibt unter 60 Euro. Welcher Rahmen und welcher Ball dazu passen, steht im übrigen Badminton-Sortiment. Transportiert wird das Paar getrennt vom Rest der Ausrüstung, wofür sich eine der Badmintontaschen anbietet. Bei der Wahl zwischen zwei Paaren hilft eine Mail an service@tennistown.de weiter, am besten mit der gewohnten Marke und der Zahl der Trainingsabende pro Woche.



Häufige Fragen zum Schuh für die Halle


Welche Schuhe sind für Badminton geeignet?


Hallenschuhe mit nicht abfärbender Sohle, flachem Stand und verstärkter Seitenwand. Entscheidend ist, dass die Sohle seitlich hält und nichts auf dem Boden hinterlässt. Ob Badminton, Squash oder Hallensport allgemein auf dem Karton steht, ist zweitrangig. Straßenturnschuhe mit grobem Profil und Laufschuhe fallen aus.


Kann man Laufschuhe zum Badminton anziehen?


Besser nicht. Die hohe, weiche Ferse eines Laufschuhs ist für die Abrollbewegung geradeaus gebaut und kippt beim Seitschritt weg, was auf das Sprunggelenk geht. Dazu kommt die Sohle: Ein Laufprofil greift auf Hallenboden schlecht und hinterlässt oft die Streifen, die der Hallenwart hinterher wegputzt.


Was bedeutet Non-Marking bei einer Hallensohle?


Die Gummimischung ist so eingestellt, dass sie beim Bremsen keine dunklen Striche auf dem Boden zurücklässt. Mit der Farbe der Sohle hat das nichts zu tun, auch eine schwarze Sohle kann eine Non-Marking-Sohle sein. Ob eine Sohle abfärbt, lässt sich vorher prüfen: mit Druck über ein helles Blatt Papier ziehen und schauen, ob ein Strich bleibt.


Wie lange halten Badmintonschuhe?


Victor rechnet bei intensivem Training mit rund einem Monat, bis ein Schuh spürbar nachlässt; wer dreimal die Woche spielt, kommt auf rund drei Monate. Gemeint ist die Leistung, nicht der Zerfall. Ab mehr als drei Einheiten pro Woche empfiehlt derselbe Hersteller zwei Paar im Wechsel, dann trocknet jedes durch und die Zwischensohle erholt sich.


Unterscheiden sich Badmintonschuhe für Damen und Herren?


Ja, im Leisten. Damenmodelle sind schmaler geschnitten, flacher im Rist und auf ein geringeres Körpergewicht abgestimmt, was sich in der Zwischensohle bemerkbar macht. Wer einen breiten Vorfuß hat, probiert deshalb das Herrenmodell eine Nummer kleiner, wer einen schmalen Fuß hat, umgekehrt.


Welche Badmintonschuhe passen bei breiten Füßen?


Victor teilt seine Leisten zuerst nach Fußform in V-Shape und U-Shape und danach nach Weite in vier Stufen: Slim 2.0, Standard 2.5, Wide 3.0 und Square Toe Wide 3.5. Ein breiter Vorfuß landet bei Wide oder Square Toe Wide. Eine halbe Nummer größer ist kein Ersatz, dann rutscht die Ferse im Schuh.