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Squashbekleidung sitzt enger als Ware aus dem Teamsport, denn auf einem Court kostet überschüssiger Stoff Ballwechsel. Im Regal liegen Shirts und Polos, kurze Hosen, Röcke und Kleider, dazu Jacken, Socken und Bänder für Stirn und Handgelenk. Den größten Block stellt Jako, aus dem Schlägersport kommt Head dazu. Rund drei Viertel des Sortiments liegen unter 30 Euro. Wer einmal die Woche eine Stunde bucht, braucht weniger davon als jemand im Ligabetrieb.



Der Ball zählt den Stoff mit


Der Grund dafür steht im Regelbuch. Die Rules of Singles Squash der World Squash Federation beenden den Ballwechsel in Regel 6.1, sobald der Ball einen Spieler oder dessen Kleidung berührt. Wer den Punkt verliert, weil der eigene Ball im aufgegangenen Trikot hängen bleibt, hat kein Pech gehabt, sondern zu weit gekauft.


Dazu kommt die Enge des Feldes. Beide Spieler stehen auf derselben Fläche, oft eine Armlänge auseinander, und gespielt wird gegen eine Wand statt über ein Netz. Deshalb sitzt Squashware am Rumpf schmaler als ein Teamtrikot, der Ärmel endet kurz, der Hosensaum bleibt über dem Knie. Eine Nummer größer wirkt in der Umkleide bequemer und ist auf dem Court die schlechtere Wahl.



Was der Schiedsrichter durchgehen lässt


Im Wettbewerb entscheidet der Schiedsrichter des Spiels über die Zulässigkeit der Kleidung. Dagegen kann man beim Oberschiedsrichter Einspruch einlegen, dessen Entscheidung endgültig ist. Was er erwartet, beschreibt der Deutsche Squash Verband in seiner Turnierordnung: bei den Herren ein kurzärmeliges Hemd mit Kragen, Shorts, Socken und Sportschuhe, bei den Damen ein kurzärmeliges Hemd mit Rock oder Shorts oder ein Kleid, dazu Socken und Sportschuhe. Der Wortlaut sagt „soll“, nicht „muss“, und die Bestimmung steht im Anhang der Turnierordnung, den andere Veranstalter über ihre Ausschreibung übernehmen können. Darum liegt das Polo mit Kragen hier als eigene Warengruppe und nicht als Modeartikel.


Einiges in derselben Bestimmung überrascht, wer vom Tennis kommt. „Die Kleidung kann beliebig farbig sein“, heißt es dort wörtlich. Ein Weißgebot kennt Squash nicht, und das Sortiment bildet das ab, mit Blau vor Schwarz, Weiß, Rot, Grau und Grün. Schmuck und Uhren bleiben dagegen draußen, es sei denn, beide Spieler sind einverstanden. Ein Trainingsanzug oder ähnliche wärmende Oberbekleidung darf im Spiel nur getragen werden, wenn der Schiedsrichter es erlaubt. Und Schuhsohlen dürfen beim Laufen keine sichtbaren Streifen hinterlassen, was die Auswahl bei den Squashschuhen vorgibt.



Gewebe, Kragen und Schnittweite


Am Gewebe entscheidet sich, wie ein Shirt nach dem zweiten Satz sitzt. Ein Court ist geschlossen, ohne Luftzug, und die Wege sind kurz. Baumwolle saugt sich in dieser Luft voll und hängt danach schwer am Körper, ein Funktionsgewebe gibt die Feuchtigkeit nach außen ab. Komfort ist dabei der kleinere Teil der Sache. Wird der Boden im normalen Spielverlauf nass, kann jeder der beiden Spieler am Ende eines Ballwechsels verlangen, dass gewischt wird. Wer die nasse Stelle beim Ausrutschen oder im Hechten selbst hinterlässt, spielt weiter oder gibt den Ballwechsel ab.


Die Kragenfrage beantwortet sich am Spielbetrieb: Im Wettbewerb greift man zum Polo, im Training reicht T-Shirt oder Tank. Die Schnittweite prüft sich am Ausfallschritt, beim Ärmel entscheidet der Schlag aus der Schulter. Bei Socken zählt statt der Weite die Höhe.


Stirnband und Schweißband gehören auf dem Court zur Ausrüstung. Das eine hält den Schweiß aus den Augen, das andere von der Griffhand, und beide fangen ab, was sonst auf dem Belag landet. Zum Nachbessern bleibt wenig Zeit. Zwischen dem Ende des Aufwärmens und dem ersten Aufschlag ist höchstens 1 Minute erlaubt, zwischen zwei Sätzen sind es 2 Minuten, und dasselbe Fenster gilt für den Wechsel beschädigter Ausrüstung. Socken, Bänder und Kleinteile liegen beim Bekleidungszubehör für Squash.











MerkmalWas es auf dem Court bewirktFür wen
Polo mit Kragen, kurzer Armentspricht dem, was die Turnierordnung für Herren beschreibtTurnier und Punktspiel
eng anliegendes Shirt oder Tankbleibt im Ausfallschritt am Körper, statt in die Schlagbahn zu flatternTraining, schnelles Spiel an der Vorderwand
kurze Hose mit flachem Bundgibt dem tiefen Ausfallschritt Raum, der Bund drückt beim Absenken nichtalle, die vorn in die Ecken gehen
Stirnband und Schweißbandhalten Schweiß aus den Augen und von der Griffhand, bevor er auf den Boden tropftwarme Anlagen, lange Sätze
Socke in Crew-Höhe, gepolstertdämpft die Stopps und deckt die Strecke zwischen Schuhrand und Wade abjede Einheit auf hartem Hallenboden
leichte Jacke oder Kapuzenpulloverhält die Muskulatur in der Pause warm, im Spiel nur mit Erlaubnis des SchiedsrichtersAufwärmen, Satzpause, kühle Anlagen


Eine Stunde die Woche oder Ligabetrieb


Für die gebuchte Stunde nach Feierabend genügen ein Paar Sportsocken, eine kurze Hose und zwei Shirts zum Wechseln. Baumwolle bleibt zu Hause. Wer regelmäßig spielt, legt sich ein zweites Set hin, weil ein Court die Kleidung schneller durchnässt als eine große Halle. Die Auswahl nach Schnitt liegt unter Squashbekleidung Herren und unter Squashbekleidung Damen, dort stehen auch Röcke, Kleider und Tights.


Im Ligabetrieb kommt das Polo dazu, und zwar vor dem ersten Spieltag statt danach. Welcher Anteil auf welche Gruppe entfällt, lässt sich aus der Filterleiste nicht ablesen. Dieselbe Teamlinie ist oft zugleich unter Herren und unter Jungen ausgezeichnet, die Werte addieren sich also nicht zu einer Aufteilung. Der größte Block trägt die Auszeichnung Herren. Kinder und Jugendliche spielen dieselben Linien eine Nummer kleiner, zu finden im Bereich für Jungen und im Bereich für Mädchen.



Wenn der Saum im Ausfallschritt hochrutscht


Erwachsene finden XS bis 3XL durchgehend, 4XL nur noch in einem Teil der Linien, darüber wird es dünn. Bei Kindersachen liegt der Schwerpunkt zwischen 116 und 164, häufig als Doppelgröße über zwei Stufen. Socken folgen keiner Konfektionsgröße, sondern Schuhgrößenbereichen; ein Paar deckt mehrere Nummern ab. Rutscht der Saum im tiefen Schritt hoch oder spannt der Ärmel am Oberarm, sitzt das Teil auf dem Court falsch, egal was der Spiegel sagt.


Beim Waschen ist ein Punkt im Pflegehinweis von JAKO ohne Einschränkung formuliert. Weichspüler bleibt weg, er setzt sich in den Fasern fest und beeinträchtigt die Funktion des Textils. Bedrucktes und Veredeltes dreht man vor der Trommel auf links, und Funktionsware gehört ebenso wenig in den Trockner wie veredelte Teile. Bei Socken geht die Polsterung zuerst. Ist das Frottee unter dem Ballen platt, dämpft die Socke die Stopps nicht mehr.



Ganzjährig gebucht, saisonal geplant


Der Court bleibt ganzjährig nutzbar, im Juli wie im Januar. Die Spielzeit hat trotzdem einen festen Rahmen. Eine Saison läuft laut Turnierordnung vom 1. September bis zum 31. August des folgenden Jahres, und wer im Ligabetrieb antritt, richtet die Ausstattung am Rundenstart aus. Im Winterhalbjahr sind viele Anlagen morgens und am Wochenende kühl, dann wandert die zweite Schicht mit in die Squashtasche: Langarmshirt und leichte Jacke bis zum ersten Aufschlag. Im Sommer kehrt sich das um, auf einer warmen Anlage geht ein Shirt pro Satz durch.



Marken, Linien und Preisklassen


Aus dem Schlägersport kommen kleinere Serien von Wilson, Victor, Dunlop, OLIVER und Karakal. Den Bestand tragen aber die Ausstatter aus dem Teamsport: Jako stellt den größten Block, Erima, Craft und hummel schließen sich an, zusammen gut zwei Drittel des Sortiments. Head und Joma stehen mit eigenen Blöcken daneben, dazu adidas Performance, Kempa und Puma. Die Linienbezeichnung steht im Produktnamen und im Filter. Bei Jako heißen die großen Linien One, Power und Dynamic, bei Erima Six Wings, bei Head Club, bei hummel Core XK. Über sie findet man zu einem vorhandenen Shirt die Hose im selben Dekor. Die größte Warengruppe stellen T-Shirts, dahinter folgen Jacken, kurze Hosen, Langarmshirts, Kapuzenpullover und Polos. Unter 10 Euro liegen Socken, Bänder und einfache Shirts. Alles Weitere zur Sportart steht eine Ebene höher im Squashbereich.



Häufige Fragen zur Ausstattung für den Court


Was braucht man zum Squash spielen?


Schläger, Ball, Hallenschuhe ohne abfärbende Sohle und Kleidung, die eng genug sitzt. Dazu Socken und ein Handtuch. Im Deutschen Squash Verband müssen alle Spieler unter 19 Jahren während des ganzen Spiels einschließlich Aufwärmphase einen Augenschutz tragen, der Weltverband empfiehlt ihn allen. Schmuck und Uhren bleiben draußen, sofern nicht beide Spieler zustimmen.


Was ziehen Damen und Herren beim Squash an?


Bei den Herren beschreibt die Turnierordnung ein kurzärmeliges Hemd mit Kragen, dazu Shorts, Socken und Sportschuhe. Bei den Damen ein kurzärmeliges Hemd mit Rock oder Shorts, alternativ ein Kleid, dazu Socken und Sportschuhe. Im Freizeitspiel entscheidet der Komfort, eng bleibt trotzdem die bessere Wahl.


Welche Schuhe trägt man beim Squash?


Hallenschuhe, deren Sohle beim Laufen keine sichtbaren Streifen hinterlässt. Das verlangt die Turnierordnung, und die Anlagen setzen es ohnehin durch. Laufschuhe taugen dafür nicht, ihre Sohle ist nicht für Stopps zur Seite gebaut.


Welche Socken trägt man beim Squash?


Gepolsterte Sportsocken in Crew-Höhe, also oberhalb des Knöchels. Knapp zwei Drittel der Socken hier haben diese Höhe, sie lässt zwischen Schuhrand und Wade nichts scheuern. Kürzere Ausführungen bis hin zu unsichtbaren Modellen gibt es, sie rutschen unter dem Schuhrand aber leichter weg.


Braucht man beim Squash ein Stirnband oder Schweißband?


Auf einem geschlossenen Court fast immer. Ohne Luftzug läuft Schweiß in die Augen und auf den Griff, und beides kostet mehr Bälle als eine schlechte Länge. Der nasse Boden ist außerdem eine Regelfrage: Was das Band abfängt, landet nicht auf dem Belag und muss dort niemand wegwischen.