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Überblick über den Rahmenbestand
Über 300 Tennisschläger stehen hier bereit, der weit überwiegende Teil davon für Erwachsene; Jugendrahmen sind mit knapp dreißig Modellen dabei. Rund die Hälfte des Bestands sind Turnierschläger mit mehr Masse im Rahmen, der größere Rest verteilt sich auf Allroundmodelle, dazu kommt eine kleinere Gruppe ausdrücklich komfortbetonter Schläger. Etwa ein Drittel sind Auslaufmodelle, also Vorgängergenerationen, die neben dem aktuellen Nachfolger im Regal stehen bleiben.
Woran ein Rahmen seinen Charakter bekommt
Das unbesaitete Gewicht sagt, wie viel Masse im Treffpunkt steht. Wo diese Masse sitzt, verrät die Balance, und daran hängt das Handling: kopflastige Rahmen pflügen durch den Ball, grifflastige drehen schneller auf. Größere Köpfe verzeihen einen Treffpunkt neben der Mitte, kleinere lenken genauer. Ein offenes Besaitungsmuster greift den Ball stärker, ein dichtes hält länger und lenkt präziser. Bleibt die Steifigkeit des Rahmens, und die bestimmt, wie viel Stoß am Arm ankommt.
Die Modellnamen der Hersteller folgen einer eigenen Logik, die mit der Größe nichts zu tun hat. Der Linienname steht für die Baureihe, die ein Hersteller über mehrere Generationen weiterführt. Zusätze wie MP, L oder Team unterscheiden Kopfgröße und Gewicht innerhalb derselben Linie, Qualitätsstufen sind das nicht. Wer das einmal gelesen hat, findet im Regal schneller den Nachfolger seines Rahmens.
Der Rest des Spielgefühls kommt aus der Bespannung. Welche Tennissaite in welcher Härte aufgezogen wird, verändert einen Rahmen stärker als zwanzig Gramm Unterschied, und das Griffband entscheidet darüber, ob die Hand im langen Ballwechsel hält.
Welche Klassen und Linien im Bestand stehen
Der Schlägertypfilter teilt den Bestand in drei Gruppen, und die unterscheiden sich vor allem im Gewicht. Die Kopfgrößen von Turnier- und Allroundrahmen liegen dicht beieinander; die wirklich großen Flächen sitzen bei den Power- und Komfortschlägern.
| Klasse | Rahmen im Bestand | Kopfgröße typisch | Gewicht typisch |
|---|---|---|---|
| Turnierschläger | 170 | rund 100 Quadratzoll | rund 300 Gramm |
| Allroundschläger | 140 | rund 100 Quadratzoll | rund 275 Gramm |
| Power- und Komfortschläger | 30 | rund 107 Quadratzoll | rund 270 Gramm |
Innerhalb der Marken lässt sich zusätzlich nach Linie filtern. Am breitesten vertreten sind bei Head die Linien Boom und Gravity, dahinter folgen Extreme, Speed und Radical. Prestige, Instinct und die Power-Reihe PWR hängen nur mit einer Handvoll Modellen im Bestand, Prestige etwa mit einem schmalen Turnierrahmen mit kleinem Kopf. Bei Prince tragen Beast, Tour und Warrior die Reihe, bei Wilson die Blade, bei Yonex die E-Zone.
Vom Einstieg bis zur Turnierwoche
Beim Schritt vom Leihrahmen zum eigenen Schläger trägt ein Allroundmodell am weitesten: rund 25 Gramm leichter als der Schnitt der Turnierrahmen, damit leichter zu führen, wenn der Schwung noch kurz ist. Wer zusätzlich eine große Fläche möchte, landet bei den Power- und Komfortschlägern. Die Zielgruppenfilter Einsteiger und Freizeitspieler engen den Bestand schnell darauf ein.
Clubspieler bilden die größte Gruppe im Zielgruppenfilter, und bei ihnen geht es fast immer um den Ersatz für ein Modell, das es so nicht mehr gibt. Dafür lohnt der Blick auf die Head Tennisschläger als breiteste Reihe im Haus und auf die Prince Tennisschläger als zweitgrößte; beide führen ihre Linien über mehrere Generationen, sodass sich ein Nachfolger zuordnen lässt.
Turnierspieler kaufen denselben Rahmen oft doppelt, damit über ein Wochenende gleich gespielt werden kann. Auslaufmodelle sind dafür die naheliegende Quelle, und der Aktualitätsfilter dieser Kategorie führt mit einem Klick dorthin. Einen eigenen Bereich haben außerdem etwa die Dunlop Tennisschläger.
Welche Hersteller den Bestand tragen
Head stellt knapp hundert Rahmen und damit die größte Reihe, Prince über sechzig, Wilson fast ebenso viele. Danach folgen Yonex mit knapp dreißig Modellen sowie Dunlop und Völkl mit jeweils gut zwanzig. Kleiner, aber mit eigener Handschrift sind Tecnifibre, Pacific, Snauwaert und Solinco; von Kuebler, Pro Kennex und Lacoste stehen einzelne Modelle im Regal.
Die Preisspanne beginnt beim Freizeitrahmen ab gut dreißig Euro, die Hälfte aller Modelle liegt unterhalb der Marke von hundertfünfzig Euro, und nach oben enden die Turniermodelle knapp unter dreihundert. Wie sich das Schlägerregal in die übrige Ausrüstung einordnet, zeigt der Überblick zu Tennis.
Griffmaß, Länge und Werterhalt
Griffstärken laufen von L0 bis L4, L2 und L3 passen den meisten Erwachsenenhänden und stellen auch hier die größte Zahl an Artikeln. Wer zwischen zwei Maßen liegt, nimmt das kleinere und füllt mit einem Overgrip auf, denn verkleinern lässt sich ein Griff nicht. Die Standardlänge beträgt 27 Zoll; einzelne Modelle weichen nach oben oder unten ab, und mehr Länge bringt Hebel im Aufschlag, dafür weniger Gefühl am Netz.
Im Unterhalt kostet ein Rahmen wenig. Die Saite ist das Verbrauchsteil, und für die Besaitung gibt es einen eigenen Bereich. Ösen und Grommets lassen sich tauschen, bevor eine scharfe Kante die nächste Saite aufschneidet. Hitze schadet mehr als Gebrauch: im Sommer gehört ein Rahmen nicht in den aufgeheizten Kofferraum, weil die Bespannung dort Spannung verliert.
Zwei Beläge, zwei Bespannungen
Auf Sand kommt der Ball höher und langsamer, hier darf etwas härter bespannt werden, weil der Arm genug Zeit zum Ausholen hat. In der Halle auf Teppich oder Granulat fliegt der Ball flacher und schneller, eine weichere Bespannung oder eine dünnere Saite bringt den Ball dann leichter wieder über das Netz.
Wer über das ganze Jahr spielt, löst das mit zwei gleichen Rahmen in unterschiedlicher Härte statt mit einem Wechsel mitten in der Runde. Vor dem ersten Termin draußen lohnt eine frische Bespannung ohnehin, weil die alte über die Hallenmonate Spannung abgegeben hat.
Fragen rund um den Rahmenkauf
Welche Griffstärke ist die richtige?
Als Anhalt dient der Abstand zwischen der mittleren Handlinie und der Spitze des Ringfingers. L2 und L3 treffen die meisten Erwachsenenhände. Wer dazwischen liegt, greift zum kleineren Maß und füllt mit einem Overgrip auf; ein zu großer Griff lässt sich nicht mehr korrigieren.
Kommen die Rahmen besaitet an?
Das steht auf der jeweiligen Produktseite, denn es hängt am Modell. Unbesaitete Rahmen sind dort als solche gekennzeichnet; aufziehen lassen sie sich über den eigenen Besaitungsbereich mit, wenn gewünscht, einer anderen Saite als der Werksvorgabe.
Lohnt sich ein Auslaufmodell?
Etwa ein Drittel des Bestands sind Auslaufmodelle, gut ein Drittel von über 300 Rahmen. Wer einen zweiten identischen Schläger für das Turnierwochenende sucht oder einen eingespielten Rahmen nachkaufen will, findet ihn hier eher als in der laufenden Serie. Ob der Nachfolger technisch abweicht, steht in den Angaben zum jeweiligen Modell.
Allroundschläger oder Turnierrahmen?
Turnierrahmen bringen mehr Masse, im Schnitt rund 300 Gramm, und belohnen einen langen, sauberen Schwung. Allroundmodelle liegen bei etwa 275 Gramm und lassen sich leichter führen. Wer kurz ausholt oder nach einer Pause wieder einsteigt, fährt mit einem Allroundrahmen in der Regel besser.
Lässt sich Gewicht oder Balance anpassen?
In Grenzen ja. Bleiband am Kopf macht den Rahmen stabiler und kopflastiger, Gewicht im Griff dreht das um. Wenige Gramm an der richtigen Stelle sind spürbar, und das ist der einfachere Weg, als wegen einiger Gramm ein anderes Modell zu suchen.
Gibt es Konditionen für Trainer und Wiederverkäufer?
Ja. Für Trainer, Wiederverkäufer und Gewerbetreibende gelten Sonderkonditionen. Welcher Rahmen zum Spiel passt und was davon gerade greifbar ist, klärt eine Mail an service@tennistown.de am schnellsten.