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Tennisschuhe für Sandplatz, Allcourt und Halle stehen hier in über 900 Paaren von fünfzehn Herstellern. Die Aufteilung folgt dem Belag: rund die Hälfte des Sortiments trägt ein Allcourt-Profil, gut vier von zehn Paaren sind reine Sandplatzschuhe, für die Halle bleibt eine kleine Auswahl mit glatter Sohle. Wer weiß, worauf gespielt wird, hat den größten Teil der Auswahl damit schon eingegrenzt.



Vom Vereinstraining bis zur Hallenrunde


Wer zweimal pro Woche auf Sand trainiert, braucht ein Fischgrätprofil und eine Zehenkappe, die das Schleifen des hinteren Fußes übersteht. Das größte Angebot steht bei den Tennisschuhen für Herren, die Tennisschuhe für Damen folgen an zweiter Stelle. Wird im Winter in der Halle und ab dem Frühjahr draußen gespielt, ist ein Allcourt-Schuh die ehrlichere Lösung als zwei halbe Paare. Liegt in der Halle allerdings Veloursteppich, bleibt die glatte Indoorsohle Pflicht. Leichtigkeit ist die am dichtesten besetzte Eigenschaft im Regal, gedacht ist sie für Dauerläufer und leichte Spieler. Wer viel abstoppt und seitlich belastet, liegt bei Stabilität oder Dämpfung besser.



Woran sich ein Tennisschuh entscheidet


Die Sohle entscheidet, nicht das Obermaterial. Ein Fischgrätprofil gräbt sich in den Sand und gibt den Fuß beim Rutschen wieder frei, bei schnellen Richtungswechseln und auf harten Böden stößt genau diese Sohle an ihre Grenzen. Umgekehrt verliert ein Allcourt-Profil auf losem Granulat und auf trockenem, hartem Sand an Standsicherheit, während die Claysohle dort das beste Rutschverhalten bietet.


Beim Dämpfungsverhalten gibt es keinen Schuh, der alles kann. Leichte Modelle beschleunigen besser und bauen schneller ab, Schuhe aus der Stabilitätsklasse wiegen mehr und halten den Fuß in der Seitwärtsbewegung. Dämpfungsmodelle nehmen Last von Ferse und Vorfuß und fühlen sich dafür träger an. Knapp die Hälfte der Paare hier führt Dämpfung als Nebeneigenschaft, auch wenn vorne Leichtigkeit steht. Diese zweite Angabe in der Filterleiste sagt für die Auswahl oft mehr als die erste.


Dann gibt es noch das, was im Laden kaum auffällt und nach vier Wochen weh tut. Eine Außenkante, die den Fuß beim Richtungswechsel nicht über die Sohle kippen lässt, zählt mehr als jedes eingesparte Gramm. Bei Jugendlichen im Aufbautraining lohnt deshalb der Blick in die Stabilitätsgruppe, auch bei den Tennisschuhen für Kinder.



Sohlen und wo sie greifen








SohleWirkung auf dem Platzfür wen
Fischgrätprofil, Sandplatzgreift im losen Belag und gibt den Fuß beim Rutschen wieder frei, kommt bei schnellen Richtungswechseln an seine GrenzenVereins- und Punktspiel auf Sand, Frühjahr bis Herbst
Allcourt-Profildeckt Beton und Hartplatz zuverlässig ab, verliert auf losem Granulat und trockenem, hartem Sand an Standsicherheitein Paar für wechselnde Plätze, Umsteiger zwischen Halle und Freiluft
Glatte Hallensohle, Carpetlässt auf Veloursteppich dosiert rutschen und ist auf diesem Belag Pflichtfeste Hallenzeit über den Winter
IN-Sohle, Indoor (Halle)als eigener Sohlentyp in der Filterleiste geführt, mit drei Paaren die kleinste Gruppewer gezielt nach dieser Kennzeichnung sucht


Weite, Sitz und Reinigung


Geführt wird in EU-Größen, meist in halben, bei adidas in Drittelschritten. Die Nummer vom Straßenschuh passt selten eins zu eins, denn vor den Zehen muss Platz bleiben, weil der Fuß beim Abbremsen nach vorne schiebt. Anprobiert wird am besten nachmittags und mit der Socke, in der später gespielt wird: ein dickeres Frottee-Modell aus den Tennissocken für Damen kostet schnell eine halbe Größe. Bei breitem Vorfuß hilft der Weitenfilter, der bei einem Teil der Modelle hinterlegt ist.


Die Pflege ist kurz erzählt. Sand wird nach dem Spiel ausgeklopft und nicht ausgewaschen, getrocknet wird an der Luft und nicht auf der Heizung, und die Waschmaschine bleibt zu. Gewechselt wird, sobald das Profil an der Innenkante des Vorfußes glatt läuft, nicht erst wenn das Obermaterial reißt.



Vom Hallenboden auf den Sand


Über die kalten Monate läuft das Spiel drinnen, und mit der Halle kommt die Frage nach der glatten Sohle. Sobald die Plätze gewalzt sind, dreht sich das Bild: Sandplatzschuhe gehen in ihre Hauptzeit, und wer nur ein Paar besitzt, prüft spätestens dann, wie viel Profil noch steht. Wer zwei Paar im Wechsel trägt, hat zum Saisonstart eine Reserve und muss nicht im feuchten Schuh weiterspielen. Vor dem Umzug zurück in die Halle lohnt noch ein Blick auf die Sohle, weil abgelaufene Fischgräte auf Teppich nicht mehr bremst.



Das Angebot von adidas bis K-Swiss


Das Regal verteilt sich auf fünfzehn Hersteller: adidas Performance, K-Swiss Performance und Head bilden die größten Blöcke, Wilson, Yonex und Asics die Mitte, Joma, Lotto und Babolat einzelne Serien. Preislich liegt die breite Mitte unter 100 Euro, darunter stehen die Modelle für die ersten Vereinsjahre, und nur einzelne Turnierschuhe gehen über 150 Euro hinaus. Deren Aufpreis steckt fast immer in Verstärkungen an Sohle und Außenkante. Die Textilien derselben Hersteller stehen in der Tennisbekleidung, und wer die Schuhe getrennt vom Rest transportieren will, findet unter den Tennistaschen Modelle mit eigenem Schuhfach. Den Überblick über die restliche Ausrüstung gibt das Tennissortiment.



Fragen aus der Beratung


Lässt sich ein Sandplatzschuh in der Halle tragen?


Auf Veloursteppich fehlt dem Fischgrätprofil die Auflagefläche, es rutscht unkontrolliert. Umgekehrt ist eine glatte Hallensohle auf Sand riskant, weil sie das Rutschen nicht abfängt. Für Hartplatz und Freiluft ist der Allcourt-Schuh der Kompromiss, in Teppichhallen bleibt die Indoorsohle Pflicht.


Wie viel Luft braucht ein Kinderschuh?


Vor dem längsten Zeh muss Platz bleiben, weil der Fuß beim Abbremsen nach vorne schiebt. Zu viel Luft macht den Schuh instabil und den Fuß beim Richtungswechsel unsicher, eine ganze Nummer zu groß geht meistens schief. In Wachstumsphasen ist ein Modell aus der Mitte des Sortiments sinnvoller als der Turnierschuh, der nach einem halben Jahr zu klein ist.


Woran erkennt man, dass die Sohle durch ist?


Am Innenrand des Vorfußes, dort wo beim seitlichen Abdrücken die Last liegt, läuft das Profil zuerst glatt. Fährt man mit dem Daumen über diese Stelle und fühlt keine Kante mehr, greift der Schuh auf Sand nicht mehr richtig. Die Dämpfung gibt oft schon früher nach als das Profil.


Taugt ein Laufschuh für das Tennistraining?


Nein. Laufschuhe sind für die Bewegung nach vorne gebaut und knicken seitlich weg, dazu fehlt ihnen die verstärkte Zehenkappe. Auf Sand bleibt die Sohle hängen, statt den Fuß freizugeben.


Was hilft bei unterschiedlich breiten Füßen?


Gekauft wird nach dem breiteren Fuß, der schmalere wird über die Schnürung und eine dickere Socke ausgeglichen. In der Filterleiste ist bei einem Teil der Modelle die Schuhweite hinterlegt, das engt die Auswahl ein. Bei deutlichen Unterschieden bringt eine eigene Einlegesohle mehr als eine halbe Nummer mehr.