Campingausrüstung heißt hier alles, was den Platz zum Sitzen und Übernachten macht: über 150 Artikel vom Faltstuhl über Zelt, Schlafsack und Isomatte bis zum Campingtisch, dazu Helme für Skates und Straße. Stühle stellen den größten Einzelblock, gut ein Viertel des Sortiments. Bekleidung und Schuhe stehen in eigenen Bereichen.
Für welchen Platz die Ausrüstung passt
Wer ein paar Stunden im Garten, im Park oder am Strand sitzen will, kommt mit einem leichten Faltstuhl aus. Bei den Stühlen entscheidet vor allem die Sitzhaltung: tief und zurückgelehnt zum Ausruhen oder aufrecht, wenn am Tisch gegessen wird. Für das Wochenende auf dem Campingplatz kommt der Schlafplatz dazu, und bei den Zelten entscheiden Personenzahl und wasserabweisendes Außenmaterial darüber, wie ein Regentag ausgeht. Wer dagegen mit kleinem Gepäck zum Platz läuft, achtet beim Schlafsack zuerst auf Packmaß und Füllung statt auf die niedrigste Zahl auf dem Etikett. Daune packt kleiner zusammen, Kunstfaser verzeiht Feuchtigkeit und trocknet schneller.
Worauf es beim Kauf ankommt
Packmaß und Sitzkomfort ziehen in entgegengesetzte Richtungen. Ein Stuhl, der zusammengelegt in eine Seitentasche passt, sitzt sich anders als ein breites Modell mit Armlehnen und hoher Lehne. Beides ist richtig, nur für verschiedene Wege zum Platz. Sobald die Ausrüstung mehr als ein paar hundert Meter getragen wird, schlägt das Packmaß fast jedes andere Kriterium.
Beim Untergrund unterschätzt man leicht die Isolation. Der Boden zieht mehr Wärme als die Luft, deshalb entscheidet die Dämmung der Matten oft stärker über die Nacht als der Schlafsack darüber. Auf einer Sommerwiese reicht wenig, auf Kies oder im Frühjahr merkt man jeden Millimeter.
Stabilität zeigt sich an den Gelenken. Bei Klappmöbeln geben Verbinder und Scharniere zuerst nach, nicht das Rohr, und Gewebe, das dauerhaft in der Sonne steht, altert schneller als der Rahmen. Für den festen Platz auf der Terrasse taugen Liegen mit kräftigem Gestell daher besser als eine faltbare Reiseversion.
Die Ausrüstungstypen im Vergleich
| Merkmal | Wirkung | Für wen |
| Stuhl, klein packbar | passt neben das Gepäck, schnell aufgebaut | Strand, Park, Weg zu Fuß zum Platz |
| Stuhl mit hoher Lehne | stützt den Rücken über Stunden | Standplatz, Garten, Anreise mit dem Auto |
| Liege mit festem Gestell | hält das Gewicht flächig, kippt weniger | Terrasse und Dauerstellplatz |
| Zelt, wasserabweisend mit UV-Schutz | hält Nässe ab und schützt vor Sonne | mehrere Nächte, wechselndes Wetter |
| Schlafsack mit Kunstfaserfüllung | wärmt auch feucht, unempfindlich beim Waschen | Campingplatz, Jugendfahrt, feuchte Nächte |
| Matte mit hoher Dämmung | hält die Bodenkälte vom Schlafsack fern | Frühjahr und Herbst, harter Untergrund |
| Tisch in Sitzhöhe | bringt Kocher und Geschirr aus dem Sand | Kochen und Essen am Platz |
| Helm mit Verstellsystem | sitzt fest, ohne zu drücken | Skates, Rad, Weg zur Schule |
Größen, Passform und Pflege
Die Personenangabe beim Zelt beschreibt die Liegefläche, nicht den Komfort. Wer Gepäck mit hineinnehmen will, rechnet einen Platz dazu. Beim Schlafsack sollte die Innenlänge etwa eine Handbreit über der Körpergröße liegen, sonst drückt die Kapuze und der Fußraum wird kalt. Helme wählt man nach gemessenem Kopfumfang statt nach S, M oder L, weil die Bezeichnungen zwischen Herstellern auseinanderlaufen; richtig sitzt der Helm, wenn er beim Kopfschütteln auch mit offenem Riemen nicht verrutscht. Wanderstöcke stellt man so ein, dass der Ellbogen in der Ebene etwa einen rechten Winkel bildet, bergauf kürzer und bergab länger. Bei der Pflege zählt Trockenheit: Zelt und Schlafsack gehören trocken eingepackt, und die Füllung lagert man locker statt im Kompressionssack, sonst verliert sie dauerhaft an Volumen.
Das Jahr am Platz
Die Saison beginnt, sobald die Nächte über dem Gefrierpunkt bleiben, und gefordert wird die Ausrüstung an den Rändern. Im Hochsommer verzeiht fast jeder Schlafsack, im Frühjahr und im Herbst entscheiden die Dämmung nach unten und die Belüftung nach oben über die Nacht. Möbel laufen dagegen quer durchs Jahr, weil sie im Garten und auf dem Balkon genauso stehen wie auf dem Stellplatz. Vor der ersten Fahrt lohnt der Aufbau im Garten, denn ein Zelt, dessen Gestänge man einmal sortiert hat, steht im Regen deutlich schneller. Helme wandern eher im Frühjahr in den Warenkorb, wenn Skates und Rad wieder herauskommen.
Marken und Sortiment
Möbel und Zubehör kommen überwiegend von Helinox und Nils Camp. Die Zelte stellen Nils Camp und Regatta, von der leichten Version für zwei Personen bis zum Vierpersonenzelt. Dazu kommt Millet bei den Schlafsäcken, BioLite und Fenix für Licht und Strom am Platz sowie K2 Skates bei den Helmen. Die Preise beginnen beim kleinen Zubehör im einstelligen Bereich, die Mitte des Sortiments liegt bei rund 50 Euro, und nach oben reichen sie bis etwa 450 Euro für Feldbett oder großen Campingtisch. Passend dazu stehen Tische in Sitz- und in Bodenhöhe sowie Campingzubehör von der Trinkflasche bis zur Ladestation. Den Überblick über Schuhe, Bekleidung und Taschen gibt der Bereich Outdoor. Für Trainer, Wiederverkäufer und Gewerbetreibende gelten Sonderkonditionen.
Häufige Fragen
Wie groß muss ein Zelt für zwei Personen sein?
Ein Zwei-Personen-Zelt bietet zwei Schlafplätze nebeneinander und sonst kaum Reserve. Wer Rucksäcke im Innenraum unterbringen oder sich beim Umziehen bewegen möchte, greift besser zum Drei- oder Vierpersonenmodell und nimmt den freien Schlafplatz für das Gepäck.
Woran erkennt man einen Faltstuhl für langes Sitzen?
An der Lehnenhöhe und am Sitzwinkel. Reicht die Lehne bis über die Schulterblätter und liegt der Sitz leicht nach hinten geneigt, ermüdet der Rücken langsamer. Sehr kompakte Modelle sitzen tief und eng, was für eine Pause reicht, für einen ganzen Abend aber selten.
Welche Temperaturangabe beim Schlafsack ist maßgeblich?
Auf dem Etikett stehen meist drei Werte. Die Komfortangabe gilt für eine ausgestreckt schlafende Norm-Frau, die Limitangabe für einen zusammengerollt schlafenden Norm-Mann, beide beschreiben eine Nacht ohne Frieren. Nur der Extremwert ist ein Überlebenswert und taugt nicht zur Auswahl. Wer schnell friert, hält sich an die Komfortangabe.
Reicht eine Isomatte oder braucht es ein Feldbett?
Für einzelne Nächte und für alles, was getragen wird, reicht die Matte. Sobald der Platz mehrere Tage steht und der Boden hart oder feucht ist, bringt ein Feldbett mehr, weil es Abstand zum Untergrund schafft und beim Aufstehen entlastet.
Taugt ein Skate-Helm auch fürs Radfahren?
In der Regel ja. Die europäische Norm EN 1078 gilt für Radfahrer ebenso wie für Benutzer von Skateboards und Rollschuhen, ein danach geprüfter Skate-Helm deckt damit beide Wege ab. Ein Blick auf die Normangabe am Helm lohnt trotzdem, weil einzelne Modelle nach anderen Normen geprüft sind.
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