aktueller Hinweis: die Lieferzeit beträgt derzeit 3 bis 4 Werktage | mehr Informationen hier
Auswahl filtern
-
angezeigte Produkte: 1171 bis 1260 (von 3209 insgesamt)

Freizeitschuhe stehen hier in rund 2.000 Paaren, vom flachen Badeschuh bis zum gefütterten Winterstiefel. Zusammen mit den Sport- und Wanderschuhen kommt das Regal auf über 3.000 Paare, und getrennt wird nicht nach Marke, sondern nach dem, wofür ein Paar gebaut ist. Genau daran entscheidet sich die Wahl: Der Untergrund und die Dauer der Belastung bestimmen Sohle, Schafthöhe und Obermaterial.



Wofür welches Paar gebaut ist










EinsatzprofilWas den Schuh dafür auszeichnetFür wen
Reisen und Alldayleicht, flexible Sohle, lässt sich flach in den Koffer legenStädtereisen, lange Tage auf Asphalt, Wechselschuh im Gepäck
Spaziergängegedämpfte Sohle mit ruhigem Profil, bequemer EinstiegFeldweg, Hunderunde, der tägliche Weg zur Arbeit
Speedhikingfesterer Fersensitz, straffere Sohle, geringes Gewichtzügige Tagestouren ohne schweres Gepäck
Trail Runninggriffiges Profil, Schutzkappe an der Zehe, schneller VerschlussWaldboden mit Wurzeln, weicher und nasser Untergrund
Trekking und Hüttenanstiegehöherer Schaft, tragfähige Sohle, stabile Führung am Knöchelmehrtägige Touren, Gehen mit Rucksackgewicht
Winterwandernwärmende Fütterung, wasserdichter Aufbau, griffiges WinterprofilSchnee und Matsch, kalte Wege, langes Stehen im Kalten


Was den Unterschied im Tragen macht


Zuerst zählt der Leisten, also die Form, über die der Schuh gebaut wurde. Ein schmaler Leisten hält den Fuß sauber in Position und drückt bei breitem Vorfuß am Ballen. Ein weiter Leisten lässt Zehenfreiheit, gibt aber weniger Halt, sobald es seitlich wird. Wer den Zehen möglichst viel Raum lassen und die Sohle dünn halten will, findet das bei den Barfussschuhen mit breitem Zehenraum.


Danach kommt der Sohlenaufbau. Viel Dämpfung nimmt Stöße vom Asphalt, kostet aber Rückmeldung vom Boden. Eine steifere Sohle trägt Rucksackgewicht und schützt vor Steinen, fühlt sich im Alltag jedoch träge an. Am Obermaterial entscheidet sich die Pflege: Glattleder hält lange und will Fett, Textil und Mesh trocknen schneller und lassen mehr Luft durch. Für Wege, auf denen der Schuh mehrmals täglich an- und ausgezogen wird, sind die Travelschuhe mit weichem Schaft gedacht. Unterschätzt wird zuletzt die Socke, denn sie bestimmt die Weite im Schuh mit; die Socken in passenden Stärken gehören zur Anprobe dazu.



Wann ein neues Paar fällig wird


Der häufigste Anlass ist der Kälteeinbruch. Sobald morgens Frost auf dem Auto liegt, reicht der Sneaker nicht mehr, und die gefütterten Winterschuhe mit warmem Innenfutter übernehmen. Der zweite Anlass ist die Reise ans Wasser, bei der ein Paar allein selten genügt: Ein offenes Modell aus den Sandalen für warme Tage deckt den Weg zum Strand ab, während die Badeschuhe für Steinstrand und Becken die Fußsohle auf rutschigem Grund schützen. Wer es leichter mag und den Riemen zwischen den Zehen gewohnt ist, greift zu den Zehensandalen. Und dann gibt es den Anlass, den man leicht übersieht. Ist das Profil unter dem Ballen erst glatt gelaufen, hilft keine Reinigung mehr.



Der Schuhwechsel im Jahreslauf


Das Regal dreht sich zweimal im Jahr deutlich. Im Spätsommer rücken geschlossene Modelle und griffigere Sohlen nach vorn, im tiefen Winter dominieren Fütterung und griffige Profile. Mit den ersten warmen Wochen kehrt sich das um, offene Modelle und leichte Sneaker übernehmen. Zwischen den Extremen liegen die Übergangswochen, in denen ein knöchelhoher Schuh mit robuster Sohle am meisten Tage abdeckt. Wer die Wahl über das Jahr strecken will, kauft Winterware am Ende der kalten Monate und offene Modelle im Spätsommer.



Länge, Weite und Pflege


Gemessen wird am späten Nachmittag, wenn der Fuß seine größte Ausdehnung erreicht hat, im Stehen und mit der Socke, die später auch getragen wird. Beide Füße messen und nach dem längeren richten. Vor der längsten Zehe gehört rund ein Zentimeter Luft, bei Schuhen für bergab etwas mehr, bei anliegenden Modellen etwas weniger. Kindergrößen laufen über dieselbe Zentimeterlogik, hier lohnt eine Kontrolle alle paar Monate.


Nach nassen Tagen nimmt man die Einlegesohle heraus und trocknet den Schuh bei Zimmertemperatur, niemals auf der Heizung, weil Klebstoffe und Leder das übelnehmen. Gummi lässt sich mit Wasser abspülen, wie bei den Gummistiefeln für nasses Gelände; Naturkautschuk gehört danach nicht in die Sonne oder an die Heizung, und gefütterte Modelle trocknen mit herausgenommenem Futter. Für drinnen halten die Hausschuhe mit weicher Sohle den Fuß warm, ohne dass Straßenschmutz mit hereinkommt.



Von Lowa bis BeLenka


Die Bandbreite reicht vom Bergschuh bis zum Hausschuh. Den größten Teil des Regals tragen Lowa und ecco, dazu Kamik mit den gefütterten Winterstiefeln und Crocs mit den leichten Schlupfmodellen; adidas Performance deckt die sportliche Seite ab. AKU baut im italienischen Bergsegment, von der Bergstiefel-Linie bis zum Freizeitmodell. Als Nische stehen daneben Xero Shoes, Ballop und BeLenka für fußformige, dünn besohlte Schuhe, Bearpaw für die gefütterten Winterklassiker, Bagatt für Damenmodelle aus dem norditalienischen Modesegment. Die günstigsten Paare liegen unter zehn Euro, die Mitte des Sortiments bei rund 75 Euro, nach oben reicht die Spanne bis knapp 220 Euro. Was sonst noch ins Lifestyle-Sortiment gehört, steht daneben, ebenso die Bekleidung für Sport und Freizeit und die Taschen für Reise und Training.



Fragen zur Schuhauswahl


Warum soll man Schuhe abends anprobieren?


Der Fuß schwillt über den Tag an und ist am Abend messbar größer als am Morgen. Wer früh anprobiert und die Länge knapp wählt, hat spätestens nachmittags Druck vor den Zehen. Die Anprobe am Ende des Tages bildet den Zustand ab, in dem der Schuh am längsten getragen wird.


Wie viel Platz gehört vor die Zehen?


Etwa ein Zentimeter zwischen der längsten Zehe und dem Schuhende. Bei Modellen für längere Abstiege darf es etwas mehr sein, weil der Fuß bergab nach vorn rutscht. Bei anliegenden Sport- und Barfussmodellen genügt weniger, dort soll der Fuß nicht im Schuh wandern.


Muss man sich an Barfussschuhe gewöhnen?


Ja, die Umstellung braucht Zeit. Fuß und Wade arbeiten ohne Sprengung und ohne dicke Dämpfung deutlich mehr. Sinnvoll ist, mit kurzen Strecken im Alltag zu beginnen und die Dauer über einige Wochen zu steigern, statt gleich die erste lange Tour damit zu gehen.


Welche Socken passen in gefütterte Winterschuhe?


Eine mitteldicke Socke aus Wolle oder Wollmischung. Zwei Paar übereinander sind ein verbreiteter Irrtum, sie nehmen den Raum weg, den die Fütterung zum Wärmen braucht, und schnüren den Fuß ein. Kalte Zehen kommen häufiger von zu enger Passform als von zu dünnem Material.


Wie pflegt man Lederschuhe nach nassen Tagen?


Groben Schmutz feucht abnehmen, die Einlegesohle herausziehen und den Schuh bei Zimmertemperatur trocknen lassen. Anschließend Lederfett oder Wachs dünn auftragen, damit das Material geschmeidig bleibt. Bei Fragen zu einem bestimmten Modell hilft die Beratung per Mail unter service@tennistown.de weiter.