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Winterschuhe kaufen heißt hier über tausend Paare gegen Kälte, Nässe und Streusalz. Der größte Teil sind gefütterte Boots für kaltes Wetter, dazu kommen klassische Stiefel und einzelne Travelmodelle. Etwa die Hälfte des Regals ist für Damen gearbeitet, dazu kommen Herrenmodelle und ein eigener Bereich für Kinderfüße. Die Preise fangen knapp über zwanzig Euro an.



Kälte, Nässe und der Griff auf Glätte


Warm wird ein Winterschuh durch das Futter, dicht durch Membran und Schaftverarbeitung. Beides zusammen findet man seltener, als die Produktbilder vermuten lassen: Ein Fellfutter hält den Fuß warm, aber nicht trocken. Wichtiger als jedes Wärmeversprechen ist ohnehin die Sohle. Weiche Gummimischungen bleiben bei Minusgraden biegsam und greifen auf festgetretenem Schnee, harte Sohlen werden bei Frost glasig. Für dicke Wintersocken muss Platz bleiben, sonst drückt das Futter flach.



Vom Spaziergang bis zum Hüttenanstieg









EinsatzArtikel im RegalWofür das taugt
Winterwandern448kalte Tagestouren auf Schnee und gefrorenem Boden
Spaziergänge138der tägliche Weg mit Hund oder Kinderwagen
Wandern15Wege, die auch nass und steinig sind
Reisen und Allday14Stadt, Pendeln, Winterwochenende
Trekking und Hüttenanstiege7Anstiege mit Gepäck bei Schnee


Wer im Winter ein neues Paar sucht


Auf dem Schulweg steht der Schuh morgens im Schneematsch, mittags in der überheizten Garderobe. Kinder kommen mit Klettverschluss oder Schnellschnürung besser zurecht als mit Ösen und Senkeln. Wer den Hund bei jedem Wetter ausführt, braucht vor allem eine dichte Sohlenanbindung, denn dort dringt Wasser zuerst ein. Für eine Winterreise zählt das Packmaß: Ein leichter Boot passt neben die Ausrüstung, für die es ohnehin eine Reisetasche braucht.



Von Lowa bis Rieker


Das Regal tragen Lowa mit gut zweihundert Paaren und Kamik mit rund hundertsechzig, überwiegend wasserdichte Winterstiefel für Kinder und Erwachsene. Dahinter folgen ecco und CMP mit je etwa siebzig Modellen und Rieker mit gut fünfzig. Bugatti und Bagatt liefern städtische Lederstiefel, Merrell und Salewa sportliche und alpine Schnitte, Bearpaw das Lammfellfutter. Der Einstieg liegt knapp über zwanzig Euro, der Schwerpunkt um die hundert. Das übrige Regal an Schuhen steht daneben bereit.



Weite, Nummer und Winterpflege


Weil eine dicke Socke Platz kostet, wählt man den Winterschuh oft eine halbe Nummer größer als den Sommerschuh derselben Marke. Kinderfüße misst man im Stehen und mit der Socke, die später drin steckt. Nach dem Salzweg gehört das Leder feucht abgewischt, sonst bleiben weiße Ränder. Getrocknet wird langsam und mit Abstand zur Heizung. Pflegemittel und Einlegesohlen stehen im Zubehör.



Von den ersten Frösten bis zum Tauwetter


Nicht jeder Winter braucht denselben Schuh. In der nassen Übergangszeit reicht ein dichter Halbschuh mit dünner Fütterung, der bei fünf Grad nicht überhitzt. Erst bei Dauerfrost und Schnee spielt der hohe Boot seine Schafthöhe aus. Zum Tauwetter hin wird das Streusalz zum Thema, weil es Nähte angreift und Leder ausbleicht.



Fragen, die vor dem Winter aufkommen


Wie viel Platz braucht die dicke Socke?


Als Faustregel bleibt vor den Zehen etwa eine Daumenbreite Luft, gemessen mit der Wintersocke am Fuß. Sitzt der Schuh stramm, wird das Futter zusammengedrückt und isoliert schlechter.


Sind gefütterte Boots automatisch wasserdicht?


Nein. Fütterung und Dichtigkeit sind zwei getrennte Eigenschaften. Ein Lammfellstiefel aus Veloursleder saugt sich im Schneematsch voll, wenn er weder Membran noch Imprägnierung hat. Wer täglich durch Nässe geht, achtet auf die Verarbeitung und nicht allein auf das Futter.


Wie trocknet man nasse Stiefel richtig?


Zuerst die Einlegesohle herausnehmen, dann den Schaft mit Papier ausstopfen und beides bei Zimmertemperatur trocknen lassen. Heizung und Ofen lassen Leder schrumpfen und Klebestellen aufgehen.


Helfen Winterschuhe auf Blankeis?


Auf blankem Eis stößt eine gewöhnliche Gummisohle an ihre Grenze. Weiter kommt man mit fest verbauten Spikes, wie sie Icebug in einen Teil seiner Wintermodelle setzt, oder mit einer Spikeauflage zum Überziehen. Auf festgetretenem Schnee und gefrorenem Matsch reicht eine wintertaugliche Sohle in aller Regel aus.