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Badminton Griffbänder liegen hier in drei Bauarten: als Overgrip zum Überwickeln, als selbstklebendes Basisband und als Frottee-Band aus Baumwolle. Knapp zwei Drittel des Sortiments sind Overgrips, ein Viertel Basisbänder, gut ein Zehntel Frottee. Das einzelne Band beginnt unter 3 Euro. Welches passt, entscheidet der Preis selten. Ausschlaggebend ist, wie stark die Hand schwitzt und wie dick der Griff werden soll.



Basisband und Overgrip: zwei Lagen, zwei Aufgaben


Am fertig gewickelten Griff liegen zwei Bänder übereinander, und nur eines davon wird regelmäßig getauscht. Unten sitzt das Basisband, direkt auf dem Konus. Es klebt. Karakal führt sein im Badminton weit verbreitetes PU Super Grip ausdrücklich als selbstklebend. Darüber kommt der Overgrip, ohne Klebeschicht, am Ende nur mit einem Streifen fixiert. Der ist in wenigen Minuten gewechselt, das Basisband darunter bleibt oft eine ganze Saison liegen.


Der Unterschied steckt vor allem in der Dicke. Die Overgrips dieser Kategorie messen 0,4 bis 0,8 Millimeter, der häufigste Wert ist 0,6: Yonex führt das Wet Super Grap mit 0,6 Millimeter bei 25 Millimeter Breite und 1.200 Millimeter Länge, das Ultra Thin Grap mit 0,4 Millimeter. Die Basisbänder liegen bei 1,6 bis 2,2 Millimeter, der Großteil bei 1,8, darunter das Karakal PU Super Grip. Ein Basisband trägt also das Zwei- bis Dreifache eines Overgrips auf.


Wer den Griff dicker haben will, löst das besser nicht über zusätzliche Overgrips. Jede Lage verändert Gewicht und Balance am Griffende und damit das Verhalten des Rahmens. Dafür gibt es Unterwickelbänder wie den Cushion Wrap, 70 Millimeter breit und meterweise von der Rolle: Er kommt unter den Overgrip und passt allein die Stärke an. Regeltechnisch spricht nichts dagegen. Die Laws of Badminton des Weltverbands BWF verlangen einen Schläger frei von angesetzten Teilen, nehmen davon aber alles aus, was Verschleiß oder Vibration begrenzt, solange es in Größe und Anbringung angemessen bleibt. Die Maßgrenze von 680 Millimeter Länge gilt für den Rahmen einschließlich Griff. Welcher Rahmen darunter steckt, steht bei den Badmintonschlägern.











BauartWas sie bewirktFür wen
Basisband, 1,6 bis 2,2 mm, klebendersetzt die Werksbewicklung und baut den Griff spürbar aufwenn das Originalband durch ist oder der Griff zu dünn sitzt
Overgrip glatt, leicht haftenddünnste Lage, in Minuten gewechseltStandard für Training und Wettkampf
Overgrip perforiert oder gelochtnimmt Feuchtigkeit auf, hält den Grip bei nasser Handwarme Hallen, stark schwitzende Hände
Frottee aus Baumwollesaugt am meisten, trägt am dicksten auf, braucht TrockenzeitDoppel und lange Turniertage
Basisband mit Wulstertastbare Kante am Griffende, führt die Hand zurückwechselnde Griffhaltung, Netzposition im Doppel
Unterwickelband, 70 mm breitpasst die Griffstärke an, ohne die Oberfläche zu verändernzu dünner Griff, große Hand


Wer welches Band braucht


Beim ersten eigenen Schläger ist die Frage schnell beantwortet: Das Werksbasisband bleibt liegen, darüber kommt ein glatter Overgrip um 0,6 Millimeter. Er kostet wenig, verzeiht ungeübtes Wickeln und lässt sich wieder abziehen, ohne dass darunter etwas kaputtgeht. Zweimal Halle pro Woche, dann lohnt gleich der Zehnerbeutel.


Im Doppel und bei warmer Hallenluft sieht es anders aus. Dort rutscht der Griff schneller, als ein glattes Band Feuchtigkeit abführen kann, und dann gewinnt Frottee oder eine gelochte Oberfläche. Wer den Griff schon in einer Einheit nass bekommt, greift auch beim Trikot zum saugenden Material, und das hängt in der Badmintonbekleidung.


Turnierspieler nehmen für einen Spieltag mehrere Bänder mit, weil ein durchgeschwitztes Frotteeband zwischen zwei Runden nicht trocknet. Eine Ersatzrolle im Seitenfach der Badmintontaschen erspart die Suche kurz vor dem Aufschlag.


Wer dreimal die Woche trainiert, merkt den Verschleiß an zwei Stellen gleichzeitig: Das Band glänzt, und die Sohle wird glatt. Für den zweiten Teil führen wir die Badmintonschuhe. Trainer und Übungsleiter greifen ohnehin zur Meterware. Von einer Rolle mit gut zwölf Metern lassen sich mehrere Griffe bewickeln, und gerade Frottee liegt häufig in dieser Form.



Kalte Halle, warme Halle


Im Januar verhält sich der Griff anders als im August. In der kalten Halle bleibt die Hand trocken, ein dünner glatter Overgrip reicht dann und gibt das direkteste Gefühl für den Rahmen. In warmer, schlecht belüfteter Luft kippt das nach wenigen Ballwechseln, und die saugenden Bauarten übernehmen. Viele Clubspieler halten deshalb zwei Sorten vorrätig. Die Punktspielrunde läuft von September bis April, und vor der ersten Einheit darin lohnt ein Blick auf das Basisband: Ein frisch gewickelter Griff braucht ein paar Trainingsabende, bis die Hand ihn nicht mehr merkt. Am Spieltag ist es dafür zu spät, dann läuft die erste Runde auf einem fremden Griff.



Wickeln und wechseln


Angefangen wird am Griffende mit der angeschrägten Kante. Von dort läuft das Band in Richtung Schaft, jede Lage überlappt die vorige um wenige Millimeter, und oben hält der beiliegende Klebestreifen. Die Wickelrichtung folgt der Schlaghand, damit sich das Band beim Zugreifen zuzieht statt aufzudrehen. Ein Overgrip von 1.200 Millimeter Länge reicht für genau einen Griff; bleibt am dünnen Badmintongriff ein Reststück übrig, wird es abgeschnitten.


Fällig ist der Wechsel, sobald die Oberfläche glänzt, sich hart anfühlt oder die Hand nachfassen muss. Das ist keine Bequemlichkeitsfrage: Rutscht der Griff, greift die Hand fester zu, und der Druck landet im Unterarm. Das Basisband darunter hält länger und wird erst getauscht, wenn es sich am Konus löst oder sein Polster verloren hat. Frottee trocknet nach dem Spiel offen, sonst riecht es nach zwei Einheiten. Ersatzteile und Kleinkram rund um den Rahmen liegen im Badmintonzubehör.



Was hier liegt und in welchen Gebinden


Signum Pro, Yonex und Karakal tragen zusammen fast drei Viertel des Sortiments, dazu kommen unsere eigene Linie, Victor, OLIVER, Head und ein paar kleinere Marken. Der Bestand reicht vom Einzelband über Dreierpack und Zehnerbeutel bis zu den Großboxen, dazu Frottee und Unterwickelband von der Rolle; gut die Hälfte liegt als Einzelband oder Dreierpack im Regal. Eines wird dabei oft falsch erwartet: Die größere Packung senkt den Stückpreis nicht zwangsläufig. Bei einem gängigen Yonex-Overgrip kostet das einzelne Band aus der Sammelbox mit zehn Dreierpacks so viel wie aus dem einzelnen Dreierpack. Erst die Clip-Beutel und die großen Boxen drücken den Preis je Band spürbar.


Preislich beginnt das einzelne Band unter 3 Euro, darüber staffelt sich alles nach Stückzahl im Gebinde. Bei den Farben führen Schwarz und Weiß, danach folgen Gelb, Blau und Rot; einzelne Bänder tragen zwei Farben und stehen deshalb unter beiden Filterwerten. Glatt ist die häufigste Oberfläche, soweit die Bänder überhaupt eine Angabe tragen, danach kommen gelochte und perforierte Ausführungen, etwa gleichauf mit dem Frottee von weiter oben. Für Trainer, Wiederverkäufer und Gewerbetreibende gelten Sonderkonditionen. Griffbänder gehören zu den Artikeln, bei denen der Unterschied zwischen zwei Marken erst in der Hand auffällt, weshalb sich das Ausprobieren zweier Sorten lohnt. Der Rest der Warengruppe, von Bällen bis zu den Netzen, hängt im Badmintonbereich.



Was beim Griffband oft unklar bleibt


Was ist der Unterschied zwischen Basisband und Overgrip?


Das Basisband klebt, der Overgrip nicht. Das Basisband ersetzt die Werksbewicklung auf dem Konus und bleibt oft eine ganze Saison liegen. Der Overgrip kommt darüber, misst meist deutlich unter einem Millimeter und ist zum häufigen Tausch gedacht. Neu gewickelt wird von unten nach oben.


Wie oft sollte man das Griffband am Badmintonschläger wechseln?


Sobald es glänzt, hart wird oder die Hand nachgreifen muss. Bei zwei Einheiten pro Woche hält ein Overgrip meist einige Wochen, an einem Turniertag manchmal nur eine Runde. Das Basisband darunter kommt mit ein bis zwei Wechseln pro Saison aus. Ein Kalendertermin hilft dabei nicht, das Gefühl im Handschluss schon.


Wie wickelt man ein Griffband richtig auf?


Am Griffende beginnen, mit der angeschrägten Kante nach vorn, dann in Richtung Schaft weiterwickeln. Über die Überlappung stellt man die Griffstärke ein: Wenige Millimeter Versatz ergeben einen dünnen Griff, eine halbe Bandbreite einen deutlich dickeren. Oben schließt der beiliegende Klebestreifen ab. Ein Yonex Overgrip aus Polyurethan misst 1.200 Millimeter und reicht damit für einen Griff.


Ist ein Badminton Griffband selbstklebend?


Das kommt auf die Bauart an. Basisbänder liegen mit einer Klebeschicht auf dem Konus, ebenso die Frotteebänder von Yonex. Overgrips halten über die Haftung der Oberfläche und den Streifen am Ende. Deshalb lässt sich ein Overgrip rückstandsfrei abziehen, während unter einem geklebten Band Kleberreste bleiben können.


Was bringt ein Frottee-Griffband beim Badminton?


Es saugt. Frottee besteht aus Baumwolle statt Kunststoff: Yonex gibt für sein Towel Grip 100 Prozent Cotton bei 1,35 Millimeter Dicke an, Victor führt seine Towel Grips ebenso. Das Band nimmt mehr Schweiß auf als jeder Overgrip, trägt dicker auf und muss nach dem Spiel trocknen. Es kommt auch als Meterware von der Rolle.


Passt ein Karakal Griffband auf einen Badmintonschläger?


Ja. Ein Griffband kennt keine Sportart, sondern nur den Griffumfang, und der fällt beim Badmintonschläger dünner aus als beim Tennisschläger. Karakal wickelt sein PU Super Grip in beiden Sportarten, Yonex führt Wet Super Grap und Ultra Thin Grap quer über die Schlägersportarten. Am dünnen Griff bleibt ein Reststück übrig, das abgeschnitten wird.