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Badmintonschläger führen wir in über 200 Modellen, von Yonex und Victor über Oliver bis Carlton. Die Spanne reicht vom Schulsportrahmen unter 30 Euro bis zum Turnierrahmen im dreistelligen Bereich. Welcher passt, entscheidet sich selten am Preis. Gewicht, Balance und Schaft sind wichtiger: Rund ein Viertel des Sortiments ist auf Einsteiger ausgelegt, ein Drittel auf Turnierspiel.



Worauf es beim Kauf ankommt


Das Gewicht steht bei den meisten Herstellern als U-Angabe auf dem Schaft. 3U bedeutet rund 85 bis 89 Gramm unbesaitet, 4U rund 80 bis 84 Gramm, 5U rund 75 bis 79 Gramm. Je leichter der Rahmen, desto schneller die Schlagfolge am Netz, desto weniger Wucht hinten im Feld.


Die Balance entscheidet, wo sich dieses Gewicht anfühlt. Gut ein Drittel der Rahmen ist leicht kopflastig, ein weiteres Drittel ausgewogen, knapp ein Fünftel grifflastig. Kopflastig heißt mehr Druck im Smash, grifflastig heißt schnellere Abwehr. Der Schaft kommt dazu: Die meisten Rahmen haben einen mittleren Schaft, dahinter folgen die leicht flexiblen und die steifen Rahmen etwa gleichauf. Ein steifer Schaft belohnt schnelle Armbewegung und bestraft unsaubere Technik.


Bleibt die Griffstärke. Auf dem Griff steht sie als G-Zahl, und die zählt rückwärts: G5 fällt dünner aus als G4. Im Zweifel den dünneren nehmen und mit einem Overgrip aufbauen. Dann die Frage besaitet oder unbesaitet: Besaitete Rahmen sind sofort spielbereit, ein unbesaiteter Rahmen lässt sich mit Badmintonsaiten nach eigenem Härtewunsch aufziehen. An der Länge ändert sich dagegen nichts. Die Laws of Badminton des Weltverbands BWF begrenzen den Rahmen auf 680 Millimeter, deshalb liegen Erwachsenenschläger durchgehend bei rund 67,5 Zentimetern.










MerkmalWirkung auf dem FeldEmpfohlen für
kopflastig, steifer Schaftmaximaler Druck im Smash, verlangt saubere TechnikTurnier- und Ligaspieler
ausgewogen, mittlerer Schaftgleiches Verhalten in Angriff und AbwehrClubspieler, zweimal die Woche
grifflastig, flexibler Schaftschnelle Handhabung am Netz, leichte AbwehrDoppelspieler mit Netzposition
leicht, flexibler Schaftverzeiht langsamen Schwung, bringt LängeEinsteiger und Wiedereinsteiger
kurzer Rahmen ab 43 Zentimeterkürzerer Hebel, weniger Gewicht am ArmKinder bis etwa zehn Jahre


Für wen welcher Rahmen gedacht ist


Beim ersten eigenen Schläger nach Jahren am Leihgerät ist die Sache einfach: leichter Rahmen um 82 Gramm, also 4U, ausgeglichene Balance, flexibler Schaft. Der Schaft federt bei langsamerem Schwung mit und bringt Länge in den Clear, ohne dass die Technik schon sitzen muss. In dieser Gruppe liegen die Einsteigerrahmen von Carlton und die Serien der Forza Badmintonschläger.


Wer zweimal die Woche im Verein spielt, greift meist zum ausgewogenen Rahmen mit mittlerem Schaft. Mehr als die Hälfte des Sortiments ist auf genau diese Gruppe ausgelegt, die größte von allen. Turnierspieler mit sauberer Schlagtechnik wählen dagegen kopflastig und steif, weil der Rahmen die Kraft aus dem Handgelenk direkt weitergibt. Die Auswahl dafür ist bei Yonex Badmintonschläger und Victor Badmintonschläger am größten. Für Schulsport und Vereinsjugend führen wir eine eigene Auswahl robuster Modelle, die auch einen Schlag gegen den Hallenboden verzeihen.


Für Kinder gilt eine eigene Rechnung. Ein eigener Teil des Sortiments ist ausdrücklich als Kinderschläger ausgelegt, die kürzesten messen rund 43 Zentimeter statt der üblichen 67,5. Der kurze Hebel nimmt Gewicht vom Handgelenk und macht den Schlag kontrollierbar, solange Kraft und Technik noch fehlen. Als grobe Orientierung: bis etwa sechs Jahre 43 bis 53 Zentimeter, bis etwa acht Jahre um 58 bis 62 Zentimeter, danach der Übergang zum Erwachsenenrahmen. Wächst das Kind heraus, merkt man es am Schlagbild, lange bevor es sich beschwert. Für Schulsport und Ferienlager stehen außerdem Sets aus zwei Rahmen, Bällen und Hülle im Regal.



Bespannung und Pflege


Die Bespannungshärte bestimmt das Spielgefühl stärker als die meisten Rahmenunterschiede. Einsteiger fahren mit 8 bis 9 Kilopond gut, weil die weichere Bespannung den Ball von selbst beschleunigt. Fortgeschrittene ziehen auf 10 bis 12 Kilopond, was Kontrolle bringt und Präzision verlangt. Die Obergrenze steht auf jedem Rahmen, und sie gilt.


Saitenstärken liegen zwischen 0,61 und 0,70 Millimeter. Dünn heißt mehr Schnellkraft und kürzere Haltbarkeit, dick heißt umgekehrt. Reißt die Saite, ersetzen wir sie über den Besaitungsservice für Badminton. Ein Griffband kostet wenig und rettet Rahmen: Rutscht der Griff, kompensiert die Hand mit Druck, und das geht auf den Unterarm. Nicht im kalten Auto lagern, Kälte macht Saiten spröde und kostet Spannung.



Hallensaison und wann gekauft wird


Badminton ist Hallensport, die Punktspielrunde läuft von September bis April. Zum Saisonstart im September füllen sich die Hallenzeiten, und genau dann fällt auf, dass der alte Rahmen ausgeleiert ist oder das Kind aus dem Juniorschläger herausgewachsen ist. Wer den Rahmen neu bespannen lässt, tut das besser vor dem ersten Punktspiel als danach. Wer den Rahmen zum Training transportiert, findet die passende Hülle bei den Taschen und Hüllen für Badminton.



Marken, Serien und Preisklassen


Yonex und Victor stellen zusammen die breiteste Serienauswahl, dahinter folgen Oliver Badmintonschläger, dazu Forza, Talbot Torro und die Rahmen von RSL. Die großen Serien heißen Astrox und Nanoflare bei Yonex, Thruster und Auraspeed bei Victor. Unter 30 Euro stehen die Modelle für Schulsport und Garten, oben stehen die aktuellen Turnierserien. Wer zwischen zwei Modellen schwankt, schreibt uns kurz an service@tennistown.de, welche Bälle er spielt und wie oft. Dann kommt eine Empfehlung zurück, keine Liste. Alles weitere aus der Warengruppe steht in unserem Badmintonbereich.



Gewicht und Bespannung: die häufigsten Rückfragen


Welcher Schläger passt für Anfänger?


Ein leichter Rahmen um 82 Gramm, also 4U, mit ausgewogener Balance und flexiblem Schaft. Er verzeiht unsaubere Treffpunkte und bringt genug Länge nach hinten. Rund ein Viertel des Sortiments ist ausdrücklich für Einsteiger ausgewiesen, und diese Rahmen kommen fast alle besaitet aus dem Karton.


Was kostet ein guter Rahmen?


Für den Vereinsstart reicht die Klasse unter 100 Euro. Gut vier von zehn Rahmen bleiben sogar unter 50 Euro, die Modelle unter 30 Euro sind für Schulsport und Garten gedacht. Nach oben stehen die Turnierserien der laufenden Generation, dort beginnt der dreistellige Bereich.


Wie schwer sollte er sein?


Erwachsene liegen meist zwischen 80 und 89 Gramm unbesaitet, also 4U oder 3U. Leichter spielt sich schneller, schwerer bringt mehr Wucht. Kinder greifen zu kürzeren Rahmen ab 43 Zentimeter, weil der kurze Hebel das Handgelenk schont.


Besaitet oder unbesaitet kaufen?


Besaitet ist sofort spielbereit und meist mit einer Standardsaite bei mittlerer Härte versehen. Unbesaitet lohnt, wenn Saite und Härte zum eigenen Spiel passen sollen. Die Wunschsaite ziehen wir im eigenen Haus auf.


Woran erkenne ich, dass der Rahmen ausgedient hat?


Am Rahmen selbst selten, an der Bespannung fast immer. Sitzen die Saiten schief, klingt der Treffpunkt dumpf oder wandert der Ball trotz sauberem Schlag, liegt es an der Spannung. Ein Haarriss im Rahmen dagegen ist ein Fall für den Austausch, dort hält keine Bespannung mehr.


Wie oft muss neu bespannt werden?


Faustregel: so viele Bespannungen im Jahr, wie man Stunden pro Woche spielt. Auch ohne Riss verliert die Saite Spannung, spätestens nach einer Saison spielt sie tot. Wer regelmäßig spielt, tauscht vor der Hallensaison im Herbst.