Badmintontaschen führen wir in über 200 Modellen, vom Racketbag mit drei Hauptfächern über den Rucksack fürs Training bis zur klassischen Sporttasche. Knapp ein Viertel davon sind Racketbags, ein weiteres Viertel Rucksäcke, knapp die Hälfte Sporttaschen in drei Größen. Entschieden wird dabei selten am Preis. Ausschlaggebend ist, wie viele Rahmen mitfahren und ob Hallenschuhe und nasse Wäsche getrennt liegen sollen.
Welche Serie wofür gebaut ist
Den größten Teil der Racketbags trägt Yonex, dahinter folgen Victor und OLIVER, dazu einzelne Modelle von Babolat, Forza und RSL. Yonex sortiert seine Taschen in Serien, und an jedem Modell steht in der Produktbeschreibung, für wen die Serie gebaut ist. Als Freizeitserie steht dort Team Racquet, als Wettkampfserie Pro Racquet. Club Line steht je nach Größe bei beiden: Der 6er läuft dort als Freizeitmodell, der 12er als Tasche für Club- und Wettkampfspieler. Wer ohnehin bei der Marke bleibt, findet die passenden Yonex Badmintonschläger eine Ebene weiter. Die klassischen Sporttaschen und Rucksäcke ohne Schlägerfach kommen von Jako, Erima und hummel und taugen für den Hallenbetrieb genauso.
Preislich beginnt das Sortiment bei den Beuteln und kleinen Taschen unter 30 Euro, in dieser Klasse liegt knapp zwei Drittel aller Modelle. Jenseits der 100 Euro wird die Schicht dünn, dort stehen nur noch die großen Racketbags mit isoliertem Fach. Wenn man unsicher ist, welche Größe reicht: Beratung gibt es per Mail unter service@tennistown.de. Schläger, Bälle und Schuhe zur passenden Tasche liegen eine Ebene höher im Badmintonbereich.
Wie viele Rahmen mitfahren sollen
Racketbags werden nach Schlägerkapazität benannt, nicht nach Litern. Bei Yonex heißen die Modelle 4er, 6er, 9er und 12er. Diese Angabe beschreibt die Fachaufteilung und kein gemessenes Volumen: Ein Pro Racquet 9er misst außen 78 mal 38 mal 34 Zentimeter, und wer ein 12er randvoll mit Rahmen packt, hat für Schuhe und Trikot kaum noch Platz. Realistisch fahren in einem 6er ein Spielschläger, ein Ersatzrahmen und die Ausrüstung für einen Trainingsabend mit. Die Zahl allein entscheidet dabei nicht über die Größe: Ein 9er der Team-Serie läuft im Shop als mittleres Racketbag, derselbe Fächerzuschnitt in der Pro-Serie als großes.
Rucksäcke werden dagegen in Litern gemessen. Die Badmintonrücken von Yonex liegen zwischen 15 und 28 Litern, die Allroundmodelle von Jako und uhlsport reichen darüber hinaus. In den Rucksack geht weniger hinein, dafür verteilt sich das Gewicht auf beide Schultern und man hat die Hände frei. Knapp ein Drittel aller Modelle hier lässt sich auf dem Rücken tragen. Einen Tragegriff haben gut vier Fünftel, ein Schultergurt liegt bei gut vier von zehn dabei. Manche Racketbags haben beides und lassen die Träger im Rückenfach verschwinden, wenn der Weg zur Halle kurz ist.
| Taschentyp | Was hineingeht | Passt zu |
|---|---|---|
| kleines Racketbag, ein bis zwei Hauptfächer | Spielschläger und Ersatzrahmen, Bälle, Griffbänder, trockenes Shirt | Hallentraining zweimal die Woche |
| mittleres Racketbag, drei Hauptfächer | mehrere Rahmen getrennt, dazu ein Schuhfach von außen | Punktspielrunde |
| großes Racketbag mit isoliertem Fach | Rahmen im Thermofach, Schuhe von unten, Wechselwäsche | Turniertag mit langer Anfahrt |
| Rucksack mit Schlägerfach | ein Rahmen längs, Hallenschuhe, Trinkflasche, Wechselwäsche | Anfahrt mit Rad oder Bahn |
| Rucksack um 15 Liter ohne Schlägerfach | Trainingssachen und Schuhe, Rahmen fährt in der Hülle mit | Kinder- und Jugendtraining |
| mittlere Sporttasche mit Schuhfach | Schuhe unten, Textilien oben, Rahmen quer obenauf | Hallenabend ohne Ersatzrahmen |
Wer welche Tasche braucht
Beim ersten eigenen Rahmen reicht eine kleine Tasche oder ein Rucksack mit Schlägerfach. Der Schläger fährt in der mitgelieferten Hülle mit, mehr braucht es nicht, solange nur ein Badmintonschläger im Spiel ist. Wer zweimal die Woche in der Halle steht, kommt schnell an den Punkt, an dem die Hallenschuhe nicht mehr lose obenauf liegen sollen. Knapp jedes dritte Modell hat ein eigenes Schuhfach, bei Yonex führen es die Team-Racketbags ab dem 9er. Es trennt die Sohle von Trikot und Handtuch, und die Badmintonschuhe behalten dabei ihre Form.
Für die Punktspielrunde wird es größer. Dort fahren Ersatzrahmen mit, dazu Bälle, Griffbänder und trockene Wechselwäsche für den zweiten Einsatz am selben Tag. Ein 9er oder 12er mit drei Hauptfächern hält das auseinander, statt alles in einen Sack zu werfen. Nach Geschlecht sortiert man hier dagegen kaum: Im Filter Für wen stehen Damen und Herren mit derselben Zahl, gut ein Drittel läuft als Unisex, und die Werte überschneiden sich, weil ein Modell mehrere Freigaben trägt. Wer nach Schnitt und Farbe geht, hat es bei den Badmintonschuhen für Damen leichter, dort ist die Auswahl nach Geschlecht sortiert.
Schuhfach, Nassfach, Thermofach
Ein isoliertes Fach führt Yonex bei den großen Pro-Modellen als Thermofach, Victor bei den Doublethermobags und Multithermobags. Als Zweck nennt die Produktbeschreibung den Schutz der Schläger vor Hitze, mehr steht dort nicht, und mehr behaupten wir auch nicht. Nur einzelne Modelle tragen es, und die Klasse geht quer durch die Preise: Ein Victor Doublethermobag liegt unter 30 Euro, ein Pro Racquet mit drei Hauptfächern deutlich darüber.
Nur ein Hauptfach haben die meisten Taschen hier, zwei oder drei Fächer sind die Ausnahme und stecken fast nur in Racketbags. Bei rund der Hälfte liegt ein Seitenfach für Kleinkram dabei. Nassfach und Netzfach übernehmen den anderen Teil der Arbeit: Handtuch und durchgeschwitztes Trikot gehören getrennt vom Rest, sonst riecht die ganze Tasche nach zwei Wochen streng. Gereinigt wird von Hand, feucht auswischen und offen trocknen lassen reicht. Griffbänder, Bälle und Ersatzhüllen für das Seitenfach stehen im Badmintonzubehör.
Ein Rahmen aus einer anderen Sportart
Wer mehr als eine Schlägersportart spielt, stellt diese Frage früher oder später, und die Regelwerke der drei Verbände beantworten sie ziemlich genau. Ein Badmintonrahmen darf nach den Laws of Badminton des Weltverbands BWF höchstens 680 Millimeter lang und 230 Millimeter breit sein. Die World Squash Federation begrenzt den Squashrahmen auf 686 Millimeter Länge, 215 Millimeter Breite und 255 Gramm, er liegt damit fast im selben Maß und geht in dieselben Fächer. Beim Tennisschläger erlauben die Rules of Tennis der ITF 73,66 Zentimeter Länge und 31,75 Zentimeter Breite, also rund sechs Zentimeter mehr in der Länge.
Für die Taschen spielt der Unterschied trotzdem kaum eine Rolle: Die Produktbeschreibung eines 9er nennt drei Hauptfächer für bis zu 9 Tennisschläger, und was den längeren Rahmen fasst, nimmt den kürzeren ohnehin. Im Filter Sportart sind die meisten Taschen hier zusätzlich für Tennis markiert, knapp zwei Drittel auch für Squash. Diese Werte überschneiden sich, ein und dasselbe Modell trägt oft drei Freigaben gleichzeitig. Eine Aufteilung des Sortiments ist das nicht. Eng wird es nur in Hüllen und schmalen Fächern, die auf Badmintonlänge geschnitten sind.
Kalte Autos und volle Taschen im Winter
Gespielt wird drinnen, die Hallensaison läuft über den Winter. In diesen Monaten steht das Auto kalt vor der Halle, und dann fällt der Unterschied zwischen einer einfachen Hülle und einem geschlossenen Fach auf. Im Winter kommt außerdem mehr mit: Aufwärmjacke und langärmliges Oberteil, oft auch ein zweites Handtuch. Wer im Sommer mit einem 6er auskommt, packt zwischen November und Februar spürbar voller.
Was beim Taschenkauf offen bleibt
Rucksack oder Racketbag: was passt besser?
Der Rucksack, solange nur ein Rahmen mitfährt und der Weg zur Halle über Rad oder Bahn geht. Das Racketbag, sobald Ersatzrahmen, Hallenschuhe und Wechselwäsche zusammenkommen. Ab drei Rahmen entscheidet sich die Frage von selbst.
Wie viele Schläger passen in eine Badmintontasche?
So viele, wie im Namen steht: Yonex führt seine Racketbags als 4er, 6er, 9er und 12er. Gemeint sind Fächer, nicht Liter. Ganz ausgereizt bleibt für Schuhe und Textilien nichts übrig, deshalb reicht ein 6er, wenn zwei Rahmen und die übrige Ausrüstung mitfahren.
Welche Badmintontasche hat ein Schuhfach?
Knapp ein Drittel des Sortiments. Bei Yonex führen es die Team- und die Gearlogic-Racketbags, bei Victor die Thermobags, dazu kommen die mittleren Sporttaschen. Das Fach ist von außen zugänglich und vom Hauptfach getrennt, damit die Sohle nicht auf dem Trikot liegt.
Passt ein Tennis- oder Squashschläger hinein?
Beides, sofern die Tasche für die Sportart freigegeben ist, und das trifft hier auf die große Mehrheit zu. Die Racketbags zählen ihre Kapazität ohnehin in Tennisschlägern. Eng wird es nur in Fächern auf Badmintonlänge: Die BWF erlaubt 680 Millimeter, die ITF beim Tennisschläger 73,66 Zentimeter.
Wodurch unterscheiden sich die Yonex-Taschenlinien?
Durch die Zielgruppe, die der Hersteller an jedes Modell schreibt. Team Racquet zählt zu den Freizeitmodellen und bringt ab dem 9er das Schuhfach mit. Pro Racquet ist die Wettkampfserie, dort tragen die Modelle mit drei Hauptfächern das isolierte Fach. Club Line ist die breiteste Reihe und deckt beide Enden ab.
Welche Tasche passt für Kinder?
Ein Rucksack um 15 Liter, wie ihn Yonex als Junior führt. Er sitzt kurz am Rücken und wiegt leer fast nichts. Rahmen in der Hülle, Hallenschuhe und Trinkflasche gehen hinein. Die Erwachsenenrücken ab 28 Litern reichen Kindern bis unter die Sitzfläche und schaukeln beim Radfahren. Ausdrücklich für Kinder ausgewiesen ist hier nur ein kleiner Teil des Sortiments.



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