Badmintonsaiten liegen hier als Set für einen einzelnen Rahmen und als Rolle für alle, die selbst bespannen. Knapp zwei Drittel der Artikel sind Sets, der Rest Rollen. Rund drei Viertel des Sortiments trägt Yonex, ein Fünftel Ashaway, dazu kommen einzelne Modelle von Oliver, Karakal und Luxilon. Die Stärken bewegen sich zwischen 0,61 und 0,70 Millimeter, der Schwerpunkt liegt bei 0,65, 0,68 und 0,70.
Ein Set, eine Rolle oder zwei Stränge
Ein Set reicht für einen Schläger. Wie viel Saite überhaupt in einen Rahmen geht, ist nach oben gedeckelt: Der Weltverband BWF lässt in seinem Regelwerk für die bespannte Fläche höchstens 280 mal 220 Millimeter zu. Innerhalb dieses Deckels liegen die Erwachsenenrahmen eng beieinander, und die Hersteller legen ihre Sets entsprechend ab. Yonex konfektioniert die BG65 als 10-Meter-Set und führt dieselbe Saite zusätzlich als 200- und als 500-Meter-Rolle.
Hybridsaiten kommen geteilt in die Packung, weil längs und quer unterschiedlich dick sind. Beim Aerobite-Set legt Yonex 5,5 Meter für die Längs- und 5 Meter für die Quersaite bei, zusammen 10,5 Meter.
Aus einer 200-Meter-Rolle kommen rund zwanzig Bespannungen. Bei eigener Maschine oder mehreren Rahmen im Haushalt rechnet sich das: In jedem Fall, in dem ein Modell hier als Set und als Rolle liegt, ist der Meterpreis der Rolle niedriger. Sets bleiben fast durchweg unter 10 Euro, eine Rolle kostet ein Vielfaches davon, ein guter Teil liegt jenseits der 100. Die Rechnung geht allerdings nur auf, wenn die Rolle auch aufgebraucht wird. Fertig aufgezogen und mit der Arbeit im Preis gibt es die Yonex-Serien dagegen bei den Besaitungen Yonex.
| Gebinde | Was es bringt | Passt zu |
|---|---|---|
| 10-Meter-Set | reicht für genau eine Bespannung, es bleibt nichts liegen | ein bis zwei Bespannungen im Jahr |
| Hybrid-Set aus zwei Strängen | dicke Längs- und dünne Quersaite, fertig abgelängt | Doppelspieler mit hartem Angriff |
| 200-Meter-Rolle | rund zwanzig Bespannungen zum niedrigeren Meterpreis | eigene Maschine, mehrere Rahmen im Haushalt |
| 500-Meter-Rolle | die längste Länge, die Yonex für die BG65 anbietet | alle, die jahrelang dieselbe Saite fahren |
Woraus eine Saite gebaut ist
Beim Material liest sich die Filterleiste vielfältiger, als das Regal ist, und die beiden tragenden Marken bauen unterschiedlich. Yonex gibt für die BG65 einen Kern aus High Polymer Nylon Multifilament an, darüber einen geflochtenen Mantel aus derselben Faser, und begründet mit ihm die Abriebfestigkeit. Ashaway setzt bei der ZyMax-Reihe stattdessen auf ein eigenes BETA-Polymer namens ZyWeaVe. Filterwerte wie Polyurethan, Aramid oder Carbon Nanotubes stehen daneben meist für eine Beschichtung oder eine eingelegte Faser, nicht für eine eigene Saitenart. Weil eine Saite mehrere davon gleichzeitig trägt, summieren sich die Materialfilter über die Artikelzahl hinaus. Als Aufteilung des Sortiments taugen sie nicht, und für Haupt- und Nebeneigenschaft gilt dasselbe.
Ein eigener Fall sind die Hybridsaiten, die zwei Stärken in einem Rahmen kombinieren: die Yonex Aerobite mit 0,67 Millimeter längs und 0,61 quer, die Aerobite Boost mit 0,72 und 0,61, die Ashaway Rogue Duo mit 0,68 und 0,61. Die dickere Längssaite nimmt den Zug im Smash auf, die dünnere Quersaite gibt Gefühl am Netz. Fertig konfektioniert stimmen die beiden Längen von vornherein, zwei einzelne Sets ergeben diese Kombination nicht.
Vom Leihrahmen bis zur Punktrunde
Beim Umstieg vom Leihgerät auf den eigenen Rahmen ist die dünne Saite die falsche Wahl. Ashaway staffelt die empfohlene Härte nach Spielstärke und setzt Einsteiger auf 12 bis 18 Pfund, dazu eine eher dicke Multifilamentsaite. Damit bleibt der Ball länger im Bett, und die Bespannung übersteht auch Treffer neben der Mitte. Welcher Rahmen dazu passt, steht bei den Badmintonschlägern.
Zwei feste Hallentermine die Woche im Verein sind der häufigste Fall, und dort liegt der mittlere Bereich um 0,66 bis 0,68 Millimeter richtig. Er hält die Rundenmonate durch, ohne Kontrolle zu kosten. Für Fortgeschrittene nennt Ashaway 18 bis 20 Pfund, für Turnierspieler 20 bis 25, und weist darauf hin, dass härter bespannte Saiten öfter reißen und das Nachbespannen dadurch teurer wird. Im Angriffsspiel, wo die Saite ohnehin alle paar Wochen durch ist, lohnt der Griff zur dünnen oder zur Hybridsaite.
Ohne eigene Maschine geht der Rahmen mit der Wunschsaite in die Besaitungen für Badminton. Dort steckt die Saite bereits im Artikel, und es bleibt kein Rest im Schrank.
Die engere Obergrenze steht auf dem Rahmen
Bei der Bespannungshärte gibt es zwei Obergrenzen, und die engere kommt selten von der Saite. Yonex druckt sie als Stringing Advice auf den Schläger, beim Astrox 88D Pro sind das 20 bis 28 Pfund, also rund 9 bis 12,7 Kilopond. Die Saite hält meist mehr aus: Ashaway gibt die ZyMax 64 TX bis 32 Pfund frei, das sind 14,5 Kilopond, die ZyMax 68 TX sogar bis 40 Pfund oder 18 Kilopond. Über die Rahmenangabe hinaus gespannt, leidet am Ende der Rahmen und nicht die Saite.
Der Wechsel steht meist an, lange bevor etwas reißt. Spannung geht von der ersten Stunde an verloren, und weil das langsam geschieht, fällt es beim Spielen kaum auf. Verschobene Kreuzungspunkte und Kerben in der Quersaite sind das sichtbare Zeichen, der stumpfere Ton beim Treffen das hörbare. Nicht jedes Problem kommt von der Saite. Ein Griff, der beim Zufassen wandert, braucht neues Band und keine neue Bespannung; das liegt bei den Badmintongriffbändern.
Wann die Saite fällig wird
Eine Bespannung altert nach Spielstunden, nicht nach Kalendermonaten. Weil der Punktspielbetrieb von September bis April läuft, häufen sich die Hallentermine über Herbst und Winter, und in diesen Monaten ist die Saite entsprechend schneller durch als in der Sommerpause. Ein zweites Set im Schlägerfach erspart die Zwangspause bis zum nächsten Termin, ein bespannter Zweitrahmen erst recht. In der spielarmen Zeit kehrt sich das um: Eine angebrochene Rolle kommt dann kaum voran, und für zwei Bespannungen im Jahr sind Sets die einfachere Lösung.
Welche Serien hier liegen
Yonex trägt das Sortiment mit BG65 und BG80, dazu BG66 Ultimax und BG66 Force, die Exbolt-Reihe in 63, 65 und 68, die Nanogy 98, die Skyarc, die Aerosonic und die beiden Aerobite. Ashaway steht für die ZyMax-Reihe von 62 bis 69, die Rally 21 Fire und die Rogue Duo, Oliver für MX-1 und OS-66. Karakal und Luxilon stehen am Rand des Regals. Weiß führt die Farbliste mit Abstand an, dahinter drängen sich Orange und Gelb; einzelne Artikel tragen mehrere Farbwerte, die Liste ist deshalb keine Aufteilung des Sortiments. Auf das Spiel wirkt sich die Farbe nicht aus, auf die Kontrolle des Verschleißes schon: Scheuerstellen an den Kreuzungspunkten fallen auf hellen Saiten früher auf. Den Fachhandel betreiben wir seit 2003. Die Rahmen derselben Marke stehen bei den Yonex Badmintonschlägern, alles Weitere zur Warengruppe eine Ebene höher im Badmintonbereich.
Fragen, die vor dem Saitenkauf aufkommen
Welche ist die beste Badmintonsaite?
Eine allgemein beste gibt es nicht, weil Tempo und Standzeit gegeneinander laufen. Für den Dauerbetrieb ist die BG65 der Klassiker: 0,70 Millimeter, geflochtener Mantel, von Yonex ausdrücklich auf Abriebfestigkeit gebaut. Reißt selten eine Saite, darf es dünner werden, bis hinunter zur Aerosonic mit 0,61 Millimeter.
Lohnt sich eine Rolle Badmintonsaite?
Sobald mehrere Bespannungen im Jahr anfallen und eine Maschine im Haus steht. Der Meterpreis liegt bei jedem Modell, das es hier als Set und als Rolle gibt, unter dem des Sets. Gegenzurechnen ist der Einsatz: Eine 200-Meter-Rolle kostet ein Vielfaches eines Sets und reicht für rund zwanzig Bespannungen.
Was unterscheidet die Yonex BG 65 von der BG 80?
Vor allem die Stärke. Die BG65 misst 0,70 Millimeter, die BG80 0,68. Für die BG65 nennt Yonex den geflochtenen Mantel als Grund für die Abriebfestigkeit, die dünnere BG80 gibt dafür etwas mehr Rückstellung her und ist früher durchgescheuert. Beide gibt es als Set und als Rolle.
Wie oft muss eine Badmintonsaite gewechselt werden?
Sobald der Ton beim Treffen stumpf wird, spätestens nach einer Spielzeit. Auch eine unversehrte Bespannung verliert stetig Spannung, und der Verlust kommt langsam genug, um im Spiel unterzugehen. Bei mehreren Hallenterminen die Woche kommen mehrere Wechsel im Jahr zusammen, im Gelegenheitsspiel reicht einer vor dem Rundenstart.