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Outdoorzubehör sammelt hier über 400 Artikel, die zu Schuh, Tasche und Training dazugehören, auf der Tour genauso wie in der Halle. Den größten Block stellen mit über 120 Artikeln die Schnürsenkel, danach folgen über 110 Sonnenbrillen, gut 90 Trinkflaschen und über 60 Produkte für die Schuhpflege. Dazu kommen Einlegesohlen, Textilpflege und einzelne Kameras. Lauter Teile, die man erst bemerkt, wenn sie fehlen.



Was die Auswahl hier steuert


Anders als beim Schuh oder bei der Jacke entscheidet beim Zubehör selten der Geschmack, sondern das Maß. Ein Schnürsenkel muss zur Zahl der Ösenpaare passen, ein Pflegemittel zum Obermaterial, eine Einlegesohle zur Schuhgröße und zum vorhandenen Platz im Schaft.


Bei den Senkeln ist die Form das erste Kriterium. Runde Senkel stellen mit über 60 Artikeln die größte Gruppe, sie laufen leicht durch Haken und Ösen und ziehen sich am Bergschuh gleichmäßig nach. Halbrunde folgen mit knapp 40, flache mit knapp 30. Flach hält im Knoten am besten und drückt weniger auf dem Spann, rund löst sich schneller wieder. Wer sich unsicher ist, zieht den alten Senkel heraus und misst ihn, das ist zuverlässiger als jede Tabelle. Die passenden Schnürsenkel stehen nach Länge und Form sortiert.


Bei der Pflege trennt das Obermaterial die Wege. Für Glattleder gibt es Cremes und Fette, die die Oberfläche nähren und nachdunkeln lassen, für Rauleder Sprays und Bürsten, die den Strich aufrichten, statt ihn zu verkleben. Universalmittel decken den Alltag ab, wenn im Schuhschrank beides steht. Reparatursets und Bürsten runden die Schuhpflege ab.



Die Gruppen und wozu sie gut sind











GruppeWas sie leistetFür wen
SchnürsenkelErsatz nach Riss oder Umstieg auf eine andere Form und Längejeder Schuh mit Schnürung, besonders Berg- und Wanderschuhe
TrinkflaschenWasser am Mann, nachfüllbar unterwegs, mit Verschluss zum EinhandtrinkenTagestour, Radrunde, Training und Wettkampf
Schuhpflegehält Leder geschmeidig und die Oberfläche wasserabweisendLederschuhe nach nassen oder staubigen Touren
Einlegesohlenfüllt den Schaft aus und verändert die Auflage im SchuhDruckstellen, ausgetretene Sohle, dünne Serienausstattung
Textilpflegefrischt die wasserabweisende Ausrüstung von Jacke und Hose aufRegenbekleidung, die im Regen nicht mehr abperlt
SonnenbrillenBlendschutz in Höhe, auf Schnee und am WasserBergtour, Radfahren, alles über der Baumgrenze
KamerasAufnahme am Helm oder am RucksackträgerTouren mit Dokumentation oder früher Dämmerung


Wann Zubehör fällig wird


Am häufigsten löst der neue Schuh den Kauf aus. Wer sich frisch Wanderschuhe zugelegt hat, kauft am besten gleich ein Paar Ersatzsenkel und das Pflegemittel passend zum Obermaterial mit. Ein gerissener Senkel auf halber Strecke kostet sonst die Tour, und die erste Imprägnierung wirkt am neuen Leder am besten.


Vor der Mehrtagestour steht die Wasserfrage. Wie viel mitgeht und wo es hinsoll, entscheidet sich am Rucksack. Trinkflaschen stehen mit gut 90 Artikeln breit im Regal, von der schlanken Radflasche bis zum Shaker. Rucksäcke und Taschen dazu stehen bei den Outdoortaschen.


Der dritte Fall ist die Druckstelle. Wenn der Schuh am Abstieg vorn stößt oder die Ferse rutscht, liegt das oft an der dünnen Serieneinlage. Knapp 20 Einlegesohlen stehen zur Wahl, dickere füllen Volumen im Schaft, dünnere schaffen Platz für einen zu eng gewordenen Schuh.



Maße, Zuschnitt und Reinigung


Senkel werden nach Ösenpaaren gewählt. Am zuverlässigsten misst man den alten Senkel aus, die Längen im Regal reichen von 90 bis 180 Zentimetern. Zu lang lässt sich um den Schaft wickeln, zu kurz ist unbrauchbar, im Zweifel greift man zur nächstgrößeren Länge.


Einlegesohlen kommen in Schuhgrößen und tragen meist eine Schnittlinie an der Spitze. Man legt die alte Sohle auf, zeichnet nach und schneidet in kleinen Schritten nach, statt gleich vollen Abstand wegzunehmen. Die alte Sohle bleibt drin oder kommt heraus, je nachdem, wie eng der Schuh vorher saß.


Flaschen bleiben nur sauber, wenn sie nach der Tour offen trocknen. Verschluss und Dichtung gehören dabei getrennt, dort setzt sich am ehesten etwas fest. Jacken und Hosen wäscht man vor dem Nachimprägnieren, sonst zieht das Mittel auf den Schmutz statt auf das Gewebe. Womit das geht, steht bei der Textilpflege.



Wann welches Zubehör an der Reihe ist


Im Herbst und in nassen Monaten läuft die Pflege. Wenn das Wasser auf der Jacke nicht mehr abperlt oder das Leder Wasser zieht, statt es stehen zu lassen, ist der Zeitpunkt gekommen, und zwar vor der nächsten Tour, nicht danach. Nasse Schuhe trocknen langsam und bei Zimmertemperatur, nie auf der Heizung.


Im Winter arbeitet Streusalz gegen jedes Leder. Ränder wischt man ab, solange sie feucht sind, danach hilft nur Bürste und Fett. In der warmen Jahreszeit rücken Blendschutz und Trinkmenge nach vorn, oberhalb der Baumgrenze und auf Schneefeldern mehr als im Tal.



Wer das Regal füllt


Den größten Einzelposten stellt Oakley mit über 100 Artikeln, allesamt Brillen. Barth folgt mit über 70 und deckt vor allem Senkel und Pflege ab, also die Teile, die im Fachhandel hinter der Theke liegen. Dahinter stehen Nike, Lowa, LifeStraw, ecco, AKU und bodypride mit je 20 bis gut 30 Positionen, dazu Bama bei der Lederpflege und BlenderBottle bei den Flaschen. Preislich beginnt das Regal beim Senkel für gut einen Euro und reicht bis zur Sonnenbrille im mittleren dreistelligen Bereich, der Median liegt bei rund 13 Euro.


Die Sonnenbrillen führen unter anderem Oakley mit Holbrook, Holbrook XL, Frogskins und Corridor SQ, ergänzt um Modelle von REVO und 100%. Für Aufnahmen unterwegs stehen einzelne Kameras bereit. Wer unsicher ist, welche Länge, Größe oder Pflege zum eigenen Schuh gehört, erreicht uns per Mail unter service@tennistown.de. Was darüber hinaus zur Tour gehört, steht eine Ebene höher im Outdoorbereich.



Häufige Fragen zum Outdoorzubehör


Welche Länge braucht der Schnürsenkel?


Die Länge richtet sich nach der Zahl der Ösenpaare. Vier Paare kommen mit etwa 90 Zentimetern aus, sechs mit rund 120, acht Paare am hohen Bergschuh verlangen 160 Zentimeter und mehr. Am sichersten misst man den alten Senkel aus. Bleibt Länge übrig, wickelt man sie um den Schaft.


Womit pflegt man Rauleder richtig?


Mit Spray und Bürste, nicht mit Creme oder Fett. Fett verklebt den Strich und macht die Oberfläche speckig. Zuerst wird trocken ausgebürstet, danach im Freien gleichmäßig eingesprüht und trocknen gelassen. Für Glattleder gilt die umgekehrte Reihenfolge mit Creme, Fett und Poliertuch.


Wie oft muss imprägniert werden?


Nicht nach Kalender, sondern nach Verhalten. Solange Wasser auf dem Material stehen bleibt und abrollt, ist die Ausrüstung intakt. Sobald es dunkle Flecken zieht, ist sie fällig. Bei regelmäßigen Touren im Nassen trifft das mehrmals pro Saison zu, bei Schönwetternutzung deutlich seltener.


Ersetzen Einlegesohlen ein orthopädisches Fußbett?


Nein. Die Sohlen hier sind Serienware und gleichen aus, was der Schuh von Haus aus zu dünn oder zu weit angelegt hat. Eine nach Maß gefertigte Einlage vom Fachbetrieb hat eine andere Aufgabe und lässt sich in den meisten Schuhen anstelle der Serieneinlage einsetzen.


Wie bekommt man Trinkflaschen wieder sauber?


Heiß ausspülen, Verschluss und Dichtung abnehmen und alles offen trocknen lassen. Bleibt Geruch zurück, hilft eine Nacht mit warmem Wasser und einem Löffel Natron. Flaschen mit engem Hals brauchen eine Bürste, weil sich Rückstände sonst genau dort halten, wo man nicht hinkommt.