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Fahrradzubehör und Radbekleidung stehen hier in über 450 Artikeln nebeneinander: Helme, Handschuhe, Brillen, Jacken und Socken. Die größte Gruppe bilden Handschuhe mit über 150 Modellen, danach folgen Helme mit rund 60. Innerhalb der Helme trennen die Filter nach Einsatz, nicht nach Jahreszeit. Ein Helm für den Weg ins Büro ist anders gebaut als einer für den Waldtrail, und beim Handschuh entscheidet sich das schon an der Fingerlänge.



Was am Rad über den Komfort entscheidet


Beim Helm zählt zuerst die Bauweise der Schale. In-Mold verbindet Außenhaut und Hartschaum in einem Arbeitsgang und spart Gewicht, eine aufgeklebte Hartschale steckt dafür mehr Schrammen weg. Im Alltag wichtiger ist das Verstellrad im Nacken: Es muss sich mit einer Hand bedienen lassen, auch mit Handschuh. Für Fahrten im Dunkeln zählen reflektierende Flächen oder eine Aufnahme für ein Rücklicht.


Beim Handschuh trennt sich das Sortiment an der Fingerlänge. Kurzfinger schützt die Handfläche und lässt Wärme entweichen, Langfinger nimmt zusätzlich Wind und Äste von den Fingerkuppen. Die Polsterung gehört an den Ballen, dort drückt der Lenker. Gelpolster dämpfen kräftiger, nehmen aber Gefühl aus dem Griff, und wer viel bremst, merkt das an der Dosierung.


An der Brille entscheidet weniger die Sonne als der Fahrtwind. Eine Scheibe, die bis an die Wange reicht, hält Zugluft und Insekten ab. Wechselscheiben lohnen sich, wenn früh und spät gefahren wird: Eine klare oder orange Scheibe bringt in der Dämmerung mehr als jede Tönung. Unter den Sonnenbrillen stehen beide Bauformen nebeneinander.



Vom Schulweg bis zur Trailrunde


Wer täglich in die Stadt fährt, braucht wenig, und das zuverlässig: einen Helm mit gutem Verstellsystem und ein Paar Handschuhe, das vom Frühjahr bis in den Herbst passt. Für den Weg durch die Stadt beginnt die Auswahl bei den Fahrradhelmen.


Bei Kindern dreht sich die Reihenfolge um. Der Helm muss sich nachziehen lassen, solange der Kopf wächst, und die Junior-Modelle sind darauf gebaut: gut vier von zehn Helmen im Regal fallen in diese Gruppe. Der Handschuh kommt gleich danach, er entscheidet über die aufgeschürfte Handfläche beim ersten Sturz.


Wer längere Touren fährt oder ins Gelände geht, kauft in umgekehrter Reihenfolge ein: zuerst die Jacke, dann der Rest. Die Radbekleidung für Herren und die Radbekleidung für Damen führen Regen-, Softshell-, Übergangs- und Winterjacken, dazu ein Hybridmodell für den Wechsel zwischen Wind und Wärme.



Welcher Helmtyp zu welcher Fahrweise passt








HelmtypWas ihn ausmachtFür wen
Stadt und Lifestylerunde Form, wenige große Lüftungsschlitze, oft mit Rücklicht oder ReflektorenPendler, kurze Wege, Rad im Alltag
All Mountain und MTBtiefer gezogener Hinterkopf, Schirm gegen Äste und Spritzer, viel Belüftung bei langsamer FahrtGelände, Waldwege, längere Anstiege
Junior und Kinderkleinere Schalen, weiter Verstellbereich, Schnallen mit KlemmschutzSchulweg und die Jahre, in denen der Kopf noch wächst
Performancegeringes Gewicht, durchgehende Kanäle, schmaler RiemenverlaufRennrad, Training, Fahrten mit hohem Tempo


Welche Hersteller das Regal füllen


Chiba prägt das Handschuhfach, von dieser Marke stammt der größte Teil der Auswahl, vom dünnen Sommermodell bis zum gefütterten Winterhandschuh. Cratoni stellt den größten Teil der Helme und deckt dabei Stadt, Gelände und Kindergrößen ab, Smith ergänzt die teureren MTB-Modelle. Bei der Bekleidung führen X-Bionic, Ziener und Löffler das Regal an, dahinter folgen Schöffel und Craft. Preislich fängt das Sortiment unter zehn Euro beim einfachen Handschuh an, der Großteil bewegt sich im zweistelligen Bereich, nach oben reichen einzelne Helme und Jacken in den dreistelligen Bereich. Was daneben an Ausrüstung für andere Sportarten gebraucht wird, steht unter More Sports.



Wenn Licht und Wetter umschlagen


Das Rad wird über das ganze Jahr gefahren, die Ausrüstung wechselt trotzdem mehrfach. In den hellen Monaten reichen Kurzfingerhandschuhe und eine getönte Scheibe. Sobald die Abende kürzer werden, zählt Sichtbarkeit mehr als Belüftung: reflektierende Streifen an Jacke und Handschuh, eine klare Scheibe, ein Helm mit Lichtaufnahme. Im Winter entscheidet die Windkante. Ein winddichter Handschuh hält deutlich mehr aus als ein dick gefütterter ohne Membran, und unter der Regenjacke bleibt die Wärme nur, wenn Feuchtigkeit nach außen kann. Nach der Winterpause sind Riemen und Polster das Erste, was man prüft.



Passform am Kopf und an der Hand


Die Helmgröße richtet sich nach dem Kopfumfang, gemessen mit dem Maßband eine Fingerbreit über den Brauen. Der Helm sitzt waagerecht, die Stirn bleibt nicht frei, und die Riemen bilden unter dem Ohr ein sauberes Y. Unter den Kinnriemen passt ein Finger, mehr nicht. Bei Handschuhen wird der Handumfang über den Knöcheln gemessen, ohne den Daumen. Die Fahrradhandschuhe sind nach Damen-, Herren- und Kindergrößen geordnet, die Schnitte fallen unterschiedlich aus. Nach einem Sturz gehört ein Helm ersetzt, auch ohne sichtbaren Riss: Der Hartschaum arbeitet einmal und bleibt danach verformt. Innenpolster lassen sich herausnehmen und von Hand waschen, Handschuhe wäscht man lauwarm und trocknet sie an der Luft. Lösungsmittel und Aufkleber haben an der Schale nichts verloren.



Fragen, die am Rad immer wiederkommen


Wie wird der Kopfumfang richtig gemessen?


Das Maßband läuft waagerecht um den Kopf, eine Fingerbreit über den Augenbrauen und oberhalb der Ohren. Der so ermittelte Wert in Zentimetern steht auf jedem Helm als Größenbereich. Liegt er am Rand einer Spanne, hilft nur Probieren: Der Helm darf sich bei geöffnetem Riemen nicht verschieben lassen.


Wann muss ein Helm ersetzt werden?


Nach jedem harten Aufprall, auch wenn nichts zu sehen ist. Der Hartschaum nimmt die Energie auf, indem er sich verformt, und das lässt sich nicht rückgängig machen. Unabhängig davon altert das Material: Wird ein Helm täglich gefahren und lagert er im Sommer im Auto, ist nach wenigen Jahren ein neuer fällig.


Kurzfinger oder Langfinger?


Kurzfinger bleibt bei Wärme angenehmer und lässt sich schneller ausziehen, schützt aber nur die Handfläche. Langfinger nimmt Wind, Nässe und Äste von den Fingerkuppen und ist im Gelände sowie ab kühlen Temperaturen die sinnvollere Wahl. Wer beides regelmäßig braucht, kauft ein Paar je Jahreshälfte.


Passt ein Skihelm auch aufs Rad?


Beide Helme sind für unterschiedliche Prüfnormen gebaut und unterschiedlich belüftet. Ein Skihelm hält die Wärme im Kopf, was beim Treten schnell zu viel wird, und deckt Bereiche ab, die am Rad die Sicht einschränken. Für Fahrten im Winter ist die Mütze unter dem Fahrradhelm die bessere Lösung.


Was bringen Wechselscheiben?


Eine Brille mit mehreren Scheiben deckt Licht ab, das eine einzelne Tönung nicht abdeckt. Dunkel für die Mittagssonne, orange oder rosé für graues Wetter mit wenig Kontrast, klar für Dämmerung und Nacht. Wer überwiegend tagsüber fährt, kommt mit einer Scheibe aus und spart das Wechselsystem.